Who you gonna call? Ectoin!

21.10.2017

Review Myrto Protective Moisturizer Fluid T* oder wie funktioniert das genau mit dem Layering?


Am schlechten Wortwitz eines Menschen erkennt man wohl sein Alter. Anders kann ich mir diesen auch nicht erklären ;). Bei Ectoin muss ich aber immer an Ektoplasma denken und damit unweigerlich an die Ghostbusters :D 
In diesem Fall handelt es sich um eine Aminosäure, die von salzliebenden Bakterien produziert wird, um sich so vor extremen Umweltbedingungen schützen. In so lebensfeindlichen Regionen wir Salzseen oder Wüsten gelingt es diesen Mikroorganismen so zu überleben.
Hier muss ich kurz Wiki zitieren:
Um bei hohen Salzkonzentrationen den osmolytischen Effekt auszugleichen und einem Wasserverlust vorzubeugen, bilden diese extremophilen Bakterien das Ectoin im Zytoplasma in zum Teil sehr hohen Konzentrationen. Ectoin dient hierbei einerseits zur Regulation des osmotischen Stresses, andererseits schützt und stabilisiert es Proteine, Enzyme, Nukleinsäuren und Zellmembranen ohne in den Stoffwechsel der Bakterien einzugreifen.

Wir sind also in der Zellbiologie und die äußere Schicht des Zytoplasmas heißt...na? Ektoplasma!
Während es in der Parapsychologie also eher um Schleim geht, der Medien aus Körperöffnungen tritt, geht es beim Ectoin darum, zu schützen. So wirkt es beispielsweise hydratisierend.

Apropos Körperöffnungen; der Stoff war mir bisher vor allem durch Medizinprodukte und insbesondere Nasensprays bekannt.
Aufgrund seiner feuchtigkeitsspendenen, stabilisierenden, beruhigenden und schützenden Eigenschaften, ist Ectoin natürlich auch für die Hautpflege interessant. Als ich dann las, dass genau dieser im Protective Moisturizer Fluid T von Myrto Naturalcosmetics enthalten ist, war ich Feuer und Flamme und nahm das Angebot ihn kosten- und bedingungslos zu testen, gern an.

 


Hersteller: Myrto Naturalcosmetics
Inhalt: 50ml
Preis: 39,50€ 
InhaltsstoffeAloe Barbadensis Leaf Juice* (Aqua & Aloe Barbadensis Leaf Juice Powder*), Butyrospermum Parkii Butter*, Simmondsia Chinensis Seed Oil*, Argania Spinosa Kernel Oil*, Macadamia Ternifolia Seed Oil*, Punica Granatum Seed Extract*, Adansonia digitata Fruit Extract*, Ectoin, Amaranthus Caudatus Seed Extract*, Betaine, Glycerin, Hippophae Rhamnoides Seed Oil*, Sodium Hyaluronate, Schizandra Sphenanthera Fruit Extract, Rosmarinus Officinalis Leaf Extract*, Beta-Glucan, Pektin, Hydrogenated Lecithin, Kaolin, Lysolecithin, Glyceryl Caprylate, Sodium Levulinate/ Anisate, Lactic Acid | *kontrolliert biologischer Anbau 


Neben Ectoin kommen hier auch eine Reihe weiterer Feuchtigkeitsspender und Antioxidantien zum Einsatz. Gespannt war ich vor allem auf die Konsistenz und das Hautgefühl. Geliefert wird das Fluid mit Pipette, dabei ist zudem ein Spenderaufsatz, so dass man die Wahl hat wie man es entnehmen möchte. Ich setze auf den Pumpspender, der jedoch ein wenig mit Vorsicht zu genießen ist. Das Fluid ist deutlich flüssiger als ich es aufgrund der enthaltenen Öle erwartet hätte; wenn man also beherzt auf den Spender drückt, spritzt es entsprechend stark heraus (womit wir wieder ein wenig beim Ektoplasma wären ;D). Auch wenn das Fluid milchig ist, so erinnert es mich doch eher an ein Serum. Im Vorfeld hatte ich auf der Myrto Homepage zwar gelesen, dass man sowohl solo als auch als Serum verwenden kann, war aber etwas skeptisch. Oft sind mir (NK)-Seren aufgrund ihres Ölgehalts zu fettig, um sie tatsächlich unter meinen normalen Pflege zu tragen. Das ist hier absolut nicht der Fall!


Auf dem Foto habe ich versucht seine dünnflüssige und leichte Konsistenz einzufangen. Es lässt sich wunderbar verteilen und zieht relativ schnell ein. Anfänglich fühlt es sich leicht sticky an, das verfliegt allerdings recht schnell. Deshalb kann ich es mir gut als Foundation-Unterlage vorstellen. Bei Mineral Foundation ist allerdings Vorsicht geboten; wartet man nicht lange genug, krümelt diese und rollt sich ab. Als alleinige Pflege in den wärmeren Monaten wäre mir das Protective Moisturizer Fluid zu leicht, aber genau diese Leichtigkeit prädestiniert es zum Einsatz als Serum. Und mild formulierte NK-Seren sind, wir wir wissen, ja immer noch eher die Ausnahme denn die Regel. Am liebsten verwende ich es beim Layering am Abend.


How to Layer

Ich wurde immer mal wieder gefragt, was es mit dem Layering auf sich hat und worin die Vorteile dessen liegen. In einer Zeit in der meine Hautpflegeroutine aus Reinigung und maximal Tag- und Nachtcreme bestand, habe ich mich auch oft gefragt, warum manche Menschen zu 10+ verschiedenen Produkten greifen. Seitdem ich mich mehr mit Produkten und Inhaltsstoffen auseinander setze, wird klar: nicht jedes Produkt kann auch all meine Bedürfnisse befriedigen. Meine Haut braucht beispielsweise viel Feuchtigkeit, insbesondere im Sommer und im Winter; ein Toner allein reicht da nicht. Gleichzeitig benötigt sie aber immer auch noch ein wenig Fett; eine Fettcreme allein spendet aber eben nicht genug Feuchtigkeit. Gleichzeitig möchte ich aber vielleicht noch etwas gegen Pigmentflecken unternehmen und Unreinheiten bekämpfen. Es wird klar: ich brauche also mehr als ein Produkt. Und tatsächlich ist auch die Reihenfolge des Auftragens wichtig. Faustregel hierbei: von "dünn" zu "dick". Das bedeutet nicht, dass die Produkte nicht auch in anderer Reihenfolge funktionieren würden, aber so kann man die bestmögliche Wirkweise aus ihnen herausholen. Trägt man z.B. eine sehr reichhaltige Fettcreme zuerst auf, kann diese eine Barriere bilden und wird es für die Haut schwierig das darüber aufgetragene Serum aufzunehmen. Auch hinsichtlich der Wirkstoffe kann dies etwas tricky sein - je nach Dauer der Wirkung. Wer z.B. bei der Behandlung von Akne zu BPO (Benzoyl Peroxide) greift, sollte mit dem Auftrag anderer Cremes eine Wartezeit einplanen. Da BPO 1-3 Stunden "arbeitet", trägt man zu früh etwas Anderes auf, riskiert man, dass es nicht seine volle Kraft entfaltet (Quelle). 
Gesprochen wird manchmal auch von TRT = Toning, Regeneration, Tuning. Man beginnt mit Toner oder Gesichtswasser, darauf folgen leichtere (i.S. von weniger reichhaltige) Seren und Cremes und abgeschlossen wird mit reichhaltigen Produkten, Sonnenschutz oder BB-Cream. Abhängig ist das natürlich auch von der Tageszeit.

Ich selbst mache es mir morgens so leicht wie möglich: reinigen (dies sollte immer der 1.Schritt sein), dann Hyaluronserum und Sonnenschutz. Erst am Abend, wenn ich mehr Muße für die Gesichtspflege habe, greife ich auch zu mehr Produkten.


Pflegt Ihr noch oder layert Ihr schon?



*PR-Sample

Weitere Quellen zu Ectoin:

[OnTour] BioNord 2017

17.10.2017

Erwartungsgemäß, also gemessen an der Vivaness, ist die Bionord, die jedes Jahr in Hannover stattfindet immer ein wenig beschaulich. Das meine ich gar nicht disrespektierlich: eine Biomesse für den Fachhandel, die im Jahr in allen "4 Himmelsrichtungen" statt findet, lässt sich nur schwer mit der internationalen Fachmesse für Naturkosmetik vergleichen. Da die Nord-Version in Hannover und damit nur unweit meiner Heimatstadt stattfindet, quasi ein Heimspiel. Nach dem Zug-Desaster der vergangenen Jahres, entschied ich mich diesmal für die Fahrt mit dem Auto. Dank Baustellen und Stau, auch nicht unbedingt die schnellere Variante ;).

Der Titel dieses Posts hätte eigentlich "das große Fressen" lauten müssen, denn wir haben uns einmal über die Messe probiert und geschlemmt. :D So hatte ich dann auch endlich mal die Gelegenheit "Happy Cheeze" zu probieren. Richtig geflashed war ich allerdings von den Frisch"käse"-Varianten von Green Heart. Ganz ehrlich: da kommt niemand drauf, dass die nicht mit Kuhmilch gemacht werden! Empfehlenswert sind auch die Kichernudeln (aus - Überraschung - Kichererbsen) von Hierl, die nicht nur vegan, sondern auch bratfertig sind. Für mich darf es beim Kochen durchaus gern auch mal schnell gehen. Ich bin ja inzwischen in meinem 20. Jahr als Vegetarierin und bin immer wieder versucht, doch auf vegan umzustellen. Noch nie hatte ich soviel Verständnis für Fleischesser wie bis zu diesem Gedanken. Kein Fleisch mehr? Kein Problem! Aber wenn ich daran denke, nie wieder Kuhmilch zu konsumieren und trotz des Wissens um Nachteile; so richtig durchringen konnte ich mich bisher nicht. Super, zu sehen, dass es inzwischen wirklich tolle (und viele) Alternativen gibt. Vielleicht gelingt mir doch noch der Absprung...

Jetzt zeige ich Euch aber ein paar Impressionen zum Thema Naturkosmetik. Da die Vivaness nicht mehr weit ist, hält man sich in Sachen Neuigkeiten noch ziemlich bedeckt. Allerdings steht Weihnachten ja quasi vor der Tür, deshalb gab's schon mal die ein oder andere Weihnachts-Edition zu bewundern.

neue Hülse

Aufgebraucht und Nachgekauft September 2017

09.10.2017

I saw the sign...ja, ich erkenne das Muster: immer, wenn ich nicht zum Bloggen komme und dann mit einem Post 'zurückkehre', ist es ein Aufgebraucht-Beitrag. Und da ich mich im Alter mit Veränderungen schwer tue, halten wir doch daran fest ;)

Alverde Myrto John Masters

Ganz ehrlich, ich weiß nicht mal, ob es die Alverde Glanz-Spülung Zitrone und Aprikose überhaupt noch gibt. Zu ihr gekommen bin ich über die allererste Blogger Bioty Box und das liegt jetzt schon über 2 Jahre zurück. Zum Thema Sommer hat der Duft auch bestens gepasst. Melanie//http://www.nixenhaar.de/ hat sie mir damals als Rasiercreme eingepackt. Es ist wohl offensichtlich: ich rasiere mir nicht allzu häufig Achseln und Beine. Neben einer großen Portion Faulheit, bin ich einfach mit einem recht spärlichen Haarwuchs an diesen Orten gesegnet. Auch ihren eigentlich Zweck habe ich ausprobiert: nämlich als Conditioner in den Längen. Aber wie die meisten NK-Spülungen hat sich mich leider nicht vom Hocker gerissen. Man kann ja nicht überall so viel Glück wie an den Beinen haben :D.
Nachkauf? Die Idee Produkte in mehreren Bereichen einzusetzen, finde ich immer toll. Aber auch wenn es sie noch gibt/gäbe, käme ein Nachkauf nicht in Frgae. Rasieren mit Duschgel funktioniert bei mir ebenfalls. Und in der Badewanne würde ich eher zu einem Öl greifen. 

Mein Oily Grail: 3 Trockenöle im Vergleich

11.09.2017


Guten Tag, mein Name ist Sandra und ich bin süchtig nach Trockenölen!

So - oder ähnlich - müsste wohl mein Vorstellungstext seit der Vivaness beginnen. Auch Monate später muss ich noch bei dem Gedanken daran schmunzeln, wie ich Jenni/Pretty Green Woman und Sandra/Mexicolita mit meiner Begeisterung erfreut habe, sobald sich in den jeweiligen Gesprächen ergab, dass die Marke auch ein Trockenöl führte. Dies erklärt auch, warum zwei der drei Trockenöle, die ich Euch heute vorstelle, PR-Samples sind ;).

Begonnen hat meine Sucht Liebe mit dem L'Or Bio von Melvita. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern woher ich die Probe, ein kleiner Plastik-Sprühflakon, hatte, aber genau diese Verpackung war (neben des Duftes und der Pflegewirkung, versteht sich) wohl ziemlich entscheidend. Wenn es eine Produktkategorie bei uns im Badezimmer gibt, die ziemlich überrepräsentiert ist, dann Bodylotion. Und so sehr ich den Gedanken an eine gut gepflegte und duftende Haut nach Bad oder Dusche mag, scheitert genau dies doch an meiner eigenen Faulheit und dem Gedanken an die klebrigen Hände nach dem Eincremen. Ich habe ja nie verstanden, warum Spray-Bodylotions nie "ein Ding" geworden sind.

Beschäftigen wir uns aber noch kurz mit dem Oxymoron Trockenöl, bevor ich Euch meine 3 Schätze näher vorstelle. Dass Trockenöle nicht wirklich trocken sind, bemerke ich spätestens nach meiner doch recht ausgiebigen Sprühsession. Gerade auf den Fliesen sind Produktreste mehr als rutschig. Etwas Vorsicht ist also geboten ;). Bei dem Begriff handelt es sich aber auch vielmehr um einen künstlichen der Kosmetikindustrie; für den keine wissenschaftliche Definition vorliegt. Gemeint ist, dass die Öle schneller einziehen und keinen fettigen Ölfilm auf der Haut hinterlassen. Dies wird in aller Regel auch damit unterstrichen, dass sie als "Multi-Purpose-Produkte" beworben werden - was Öle ja im Prinzip immer sind. Wie gut bzw. wie schnell Öle einziehen und wie stark der Fettfilm ist, den sie hinterlassen, hängt mit dem jeweiligen Fettsäurespektrum zusammen. Als Massageöle eignen sich beispielsweise jene, die ölsäure betont sind. Sie ziehen gut ein, aber eben mit einer gewissen Verzögerung, wohingegen linolsäurereiche Öle schneller einziehen und weniger rückfettend sind. "Nicht-trockene" Öle enthalten mehr gesättigte Fettsäuren, die dann eben einen Fettfilm auf der Hautoberfläche hinterlassen.

Melvita "L'Or Bio Huile Extraordinaire" - Laboratoires de Biarritz "Huile Océane"* - Cattier Trockenöl "Kamelie Argan"*



Aufgebraucht & Nachgekauft Juni bis August 2017

03.09.2017


Ein neuer Monat, ein neuer Aufgebraucht-Post. In den letzten Monaten war ich in Sachen Hautpflege recht minimalistisch unterwegs (in der kühleren Jahreszeit wird sich das wohl nun wieder ändern und ich habe Lust neue Produkte zu testen). Dennoch hat sich während der Blogpause ein bisschen 'was angesammelt. Zeit, dies noch mal retrospektiv zu beleuchten.


Wenn eines bei uns zu Hause nicht fehlen darf, dann Erkältungsbad; sobald eine im Anflug ist, dann springe ich in eben dies. Leider hat es diesmal nicht geholfen und sie ist bereits gelandet. Sommergrippe oder doch schon herbstbedingt; bei diesem Wetter kann man das wohl nicht so recht sagen. Die Version von Real Quality fand ich ganz gut, merke aber auch nicht so einen großen Unterschied zwischen den verschiedenen Marken.
Nachkauf? Prinzipiell schon, allerdings nicht gezielt. Ich kaufe da, wo ich gerade bin.

Wirklich viel gebadet habe ich während des Sommers nicht. So ist dann auch erst nach längerer Zeit ein Klassiker meiner Aufgebraucht-Beiträge leer geworden: die Badekristalle Gelenke & Muskel Wohl von Kneipp. Ich mag das Entspannungsbad wahnsinnig gern, weil ich mir einbilde, dass es tatsächlich die Muskeln entspannt, gleichzeitig nicht zu krautig riecht. Nachgekauft habe ich es schon unzählige Male.
Nachkauf? Da bin ich mir inzwischen tatsächlich nicht mehr so sicher. Die Badekristalle gehören zwar nicht zur NK-Linie von Kneipp, allerdings bereitet es mir ein bisschen Bauchschmerzen, dass in einen Bädern Mikroplastik enthalten ist.

Geduscht habe ich dafür häufiger. Das Enjoy Duschgel von Charlotte Meentzen war Teil meines Gewinnes auf dem Beautypress Event in Köln. Die Marke hatte ich in Sachen Körperpflege bisher nicht auf dem Radar und war sehr positiv überrascht, dass es nach meinem liebsten Sommerduft - Grapefruit - gerochen hat. Und Mandarine und Orange. Zudem ist es vegan.
Nachkauf? Eher nicht, auch wenn es mir gefallen ist. Duschgel besteht hauptsächlich aus Tensiden und dafür sind mir 10€ einfach zu teuer.

Nicht auf dem Foto zu sehen, da ich die leere Verpackung nicht aus dem Urlaub mitschleppen wollte: das Pflege Duschgel Sanddorn Pfirsich von Eco Cosmetics, das beim Blogger-Event bei Pure Schönheit im Goodie-Bag hatte. Das Duschgel ist deutlich dickflüssiger als andere Produkte, was ich beim Duschen sehr angenehm fand. Aufgrund meiner Pfirsich-Duft-Abneigung hatte ich erwartet, dass mir eben dieser nicht unbedingt zusagen würde, aber Sanddorn überwiegt.
Nachkauf? Mochte ich. Vegan ist es auch. Aber wie beim Enjoy-Duschgel: 10€ sind mir für ein Duschgel einfach zu teuer. Deshalb nicht.



Eigentlich hatte ich ja angenommen, dass ich mit meiner "Testreihe" NK-Zahnpasta mit Fluorid durch bin - so viel Auswahl gibt es da ja nicht. Aber weit gefehlt. Ich konnte zwei weitere ausfindig machen!

Auf die Kingfisher Min Natural Toothpaste with Fluoride aus den UK, bin ich bei einer Bestellung auf Alles-vegetarisch.de gestoßen. Ironischerweise habe ich vor allem eines gekauft: Süßigkeiten :D. Ich habe mich monatelang nach vegetarischen Marshmallows verzehrt, die plötzlich nirgends zu kriegen waren. Für meinen Freund, der (bisher) weder Vegetarier noch Veganer ist, gab's Vego-Riegel. Laut seiner Aussage übrigens die beste Schoko-Nuss-Schoki ever. Und das muss schon was heißen. Mit 3,99€ im preislichen Mittelfeld - ich habe schon mehr Geld in derartige Zahncremes investiert (aber eben auch weniger ;)). Vorweg: ich mag es lieber etwas schärfer und minziger und die Kriterien hat sie erfüllt. Auch das Putzgefühl war durchaus angenehm. Etwas weniger gut gefällt mir, dass sie mit 1050ppm eher im unteren Bereich der empfohlenen Dosis (1000 -1500ppm) liegt. Ich hatte schon andere Zahncremes, die dann zusätzlich Xylitol enthalten haben. Dies ist hier leider nicht der Fall. Auch in Bezug auf das enthaltene Sodium Lauryl Sarcosinate bin ich etwas unsicher. Das Tensid wird es als aus Palmöl gewonnen. Leider konnte ich nicht ausmachen, ob es sich dabei um Bio-Palmöl handelt. Bei der Recherche bin ich dann darauf gestoßen, dass das Tensid überwiegend aus Kokosöl gewonnen wird (was zwangsläufig auch nicht besser ist, aber das wäre vielleicht mal ein Thema für einen anderen Post). Trotz der selben Initialen scheint es jedoch milder als SLE (Sodium Lauryl Sulfate) zu sein.
Nachkaufprodukt? Grundsätzlich mochte ich die Zahnpasta richtig gern. Ich merke allerdings mal wieder, dass ich mich mit der Sache mit dem Palmöl noch mal eindeutig genauer auseinandersetzen muss und erst dann eine endgültige Entscheidung treffen kann.

Am Wochenende des Beautypress Events in Köln, habe ich mich auch in den dortigen Bioläden umgeschaut. Lustigerweise war die Neobio Zahncreme, die erste NK-Variante, die ich nach meiner Umstellung gekauft habe und damals auch ganz gern mochte. Allerdings beschloss ich dann, dass ich nur Zahncremes mit Fluorid benutzen möchte und so habe ich sie nicht wieder nachgekauft. In Köln entdeckte ich dann, dass es davon sehr wohl noch eine zweite Variante gibt. Kostenpunkt etwa 1,70€. Hierbei handelt es sich um eben so ein Kombiprodukt mit Fluorid und Xylitol. Allerdings fand ich hier überhaupt keine Angaben zum Gehalt. Enthalten sind hier gleich zwei, wenn auch sehr milde, Tenside, Alcohol und Titanium Dioxide. Auf Letzteres möchte ich bei meinem Sonnenschutz nicht verzichten, muss ich in meiner Zahnpasta aber schlichtweg nicht haben.
Nachkaufprodukt? Klares nein. Die Inhaltsstoffe gefallen mir nicht, zudem war sie mir geschmacklich zu lasch und zu bröckelig im Mund.


Nach dem Mund geht es nun weiter mit dem kompletten Gesicht ;).
Das Balea Reinigungsöl ist inzwischen ein Klassiker in meiner Gesichtspflegeroutine und wird immer wieder nachgekauft (da es ja glücklicherweise im Sortiment geblieben ist). Anders als Reinigungsmilchen, bekomme ich damit problemlos Schminke und Sonnenschutz vom Gesicht (nur für die Augen benutze ich einen Extra-Entferner). Es ist mild formuliert und günstig. Und hat für mich den Vorteil gegenüber reinem Pflanzenöl, dass es auch Emulgatoren enthält, die für mich die Reinigung einfach angenehmer machen. Nachteil: es enthält Palmöl.
Nachkauf? Aufgrund der Palmöl-Problematik sollte ich nicht. Leider habe ich bisher aber noch keine für mich funktionierende Alternative gefunden.

Die Reinigungsmilch Pur von der Cremekampagne habe ich während unseres Besuches des Heldenmarkts in Berlin gekauft. Während ich das Öl am Abend verwende, ist Reinigungsmilch bei mir immer morgens im Einsatz. Sie ist deutlich pflegender/rückfettender als z.B. die I+M Freistil, aber nicht ganz so sehr wie z.B. die Myrto Cleansing Cream T.
Eine Review und die Gründe warum man morgens und abends reinigen sollte, findet Ihr bei Beautyjungle
Nachkauf? Prinzipiell schon, allerdings habe ich gesehen, dass sie ein wenig umformuliert wurde. Austesten werde ich die neue Version aber mit Sicherheit.

Ein weiterer Klassiker in meinen Aufgebraucht-Posts: die Skin Recovery Daily Moisturizing Lotion mit SPF 30 von Paula's Choice. Ich kaufe sie jetzt sicher schon seit gut 2,5 Jahren und sie ist bei mir täglich im Gebrauch. Mineralischer Filter, der nur beim Auftrag minimal weißelt, dann aber gut wegzieht. Kein Sonnenbrand, kein Brennen wie bei chemischen Filtern, nichts. Ich liebe sie. Abgesehen von dem Umstand, dass sie Silikon enthält. Was für meine eher trockene Haut auch super ist, nur leider nicht für die Umwelt. Jetzt werdet Ihr Euch sicher fragen, warum ich ansonsten immer schreie, dass Alga Maris der beste NK-Sonnenschutz ist. Ist er auch. Kein anderer kommt für mich an ihn ran. Dennoch: PC ist eben noch ein Hauch angenehmer, zieht einen Hauch besser weg und weißelt etwas weniger. Und die Silikone sind in Sachen Okklusion einfach besser, weshalb ich dann immer noch ein wenig lieber zu der umweltrelevanten Version gegriffen habe. Immer mehr stört mich jedoch, die Preissteigerung. Inflation, Entwicklungskosten, etc. verstehe ich. Ich habe allerdings mal nachgerechnet und in meinem Fall ist das eine Preissteigerung von knapp 14 %. Da habe ich keine Lust mehr drauf.
Nachkauf? Ich kann nicht ausschließen, dass ich nicht vielleicht doch mal wieder einknicke, aber eigentlich möchte ich nur noch meine aktuelle Tube aufbrauchen und dann nur noch Alga Maris kaufen.

Apropos schlechter Kundenservice: seitdem ich Prime-Kundin bei Amazon bin, habe ich immer öfter das Gefühl, dass genau dieser versagt. Etwas zu spät ist mir nämlich aufgefallen, dass mein Aloe Vera Gel von Aubrey fast leer ist. Mein Allround-Feuchtigkeitsmittel im Urlaub. Da wäre eine Prime-Lieferung die Rettung gewesen, tja, wäre sie wie angekündigt angekommen. So nahm ich also stattdessen die Probe des High Droxy Hydro Sprays mit. Und bin inzwischen verliebt, auch wenn mir der Preis für die Mischung eigentlich etwas zu teuer war. Es enthält Aloe Vera,  4% Niacinamid (das ich mir normalerweise in mein Aloe Vera Gel von der Cremekampagne mixen lasse),  Panthenol, Hyaluronsäure und Grüntee-Extrakt. Tolle Inhaltsstoffe, keine Frage, findet man prinzipiell aber eben auch NK. Trotzdem mochte ich den Feuchtigkeitsspender wahnsinnig gern und er hat mich super vor trockener, spannender Haut geschützt, wie ich sonst immer im Urlaub habe. Und die Anwendung ist denkbar einfach: ein Serum ist Sprayform!
Nachkauf? Schon geschehen. Nachdem ich auf Insta schwärmte, habe ich ein super Angebot zur großen Vollgröße erhalten und hab' direkt mal zugeschlagen.


Als hätte ich es beim Fotografieren geahnt: jetzt kann ich den Bogen ganz wunderbar zurück zur Hyaluronsäure und der Cremekampagne schlagen. Ebenfalls auf dem Heldenmarkt, habe ich nämlich eine Probe des Hyaluronserums gekauft. Eigentlich benutze ich da - und speziell für den Augenbereich - das Balea Beauty Effect Serum für Augen und Lippen bzw. den Booster, die preislich einfach unschlagbar sind. Hier haben mir die Inhaltsstoffe allerdings deutlich besser gefallen. Der Effekt ist allerdings der selbe: die Haut fühlt sich angenehm gekühlt und durchfeuchtet hat.
Ida hat auf Herbs and Flowers schon über das Serum geschrieben.
Nicole// Nur mal kurz gucken hat es sich auch zugelegt und Fräulein Immergrün schwärmt ebenfalls.
Nachkauf? Aufgrund der milden Inhaltsstoffe und nicht umweltrelevanten Inhaltsstoffe, tendiere ich tatsächlich nun zur Cremekampagne. Netterweise habe ich zum Highdroxy Spray gleich noch einen Spender dieses dazubekommen :)


Schließen wir das Thema "Aufgebraucht" nun mit dem restlichen Körper ab.

Geleert habe ich eine 50ml Dose der Chaya Körpercreme von Styx, die ich mir mal auf der Bionord gekauft habe, weil mich der Duft sofort angesprochen hat - was bei NK ja nicht so oft passiert ;). Beschrieben wird er als frühlingshaft, irgendwie hatte ich ihn aber als orientalisch in Erinnerung. Körpercreme ist hier auch die passende Bezeichnung: sie ist in der Tat ziemlich cremig, lässt sich aber gut auftragen und zieht schnell ein. Hinterher fühlt sich die Haut gut gepflegt an.
Nachkaufprodukt? Wenn ich nicht noch eine ganze Reihe an Dosen der Variante "Solantha" hier hätte, dann bestimmt.

Mein derzeitiges Hassthema: Antitranspirant. Nicht, weil ich Aluminiumchlorid scheue - ganz im Gegenteil. Es ist inzwischen unmöglich noch eines zu finden, dass möglichst nicht oder kaum beduftet ist, keinen Alkohol enthält, tierversuchsfrei und nicht umweltrelevant. In der Marke Aveo hatte ich dies endlich gefunden. Aber auch diese Zeit sind vorbei; es wurde umgestellt D:.
Nachkaufprodukt? Nicht möglich :(

Nach Sante und Benecos, habe ich nun den Terra Naturi Nagellackentferner ausprobiert. Allen ist gemein, dass sie ohne Aceton auskommen und in der Zusammensetzung ziemlich ähnlich sind. In der Anwendung ebenfalls. Sie funktionieren im Prinzip genauso wie konventionelle Entferner, allerdings benötigt man hier mehr Zeit und Geduld, denn man muss hier deutlich länger rubbeln. Dafür ist der Geruch auch angenehmer.
Nachkaufprodukt? Trotz der Ähnlichkeit, hat mir Sante doch ein wenig besser als die anderen gefallen.

Die Regenerierende Handcreme Bio-Lavendel & Bio-Vanille habe ich, wenn ich mich recht entsinne, auf der Vivaness bekommen. Lavendel ist immer so eine Sache für mich: es gibt Produkte, da liebe ich ihn, bei anderen mag ich den Duft gar nicht. Hier fand ich ihn ganz okay, für mich hätte man aber die Vanille gern deutlicher riechen können. Die Pflegewirkung fand ich ganz gut, allerdings mag ich es am Abend lieber noch etwas reichhaltiger.
Nachkaufprodukt? Ich mochte sie zwar, aber nicht so sehr als dass ich sie direkt noch mal kaufen müsste.


washing-green.com

Kommen wir nun zu den Produkten, die ich zudem nachgekauft habe.
In Sachen Antitranspirant und meinen Kriterien bin ich bei Edeka fündig geworden: allerdings auch nicht 100%, denn es enthält Silikone. Irgendwas ist ja immer... Ebenfalls dort gekauft habe ich die Alviana Zahncreme Minze und das Erkältungsbad. In Sachen Duschgel ist es dann wieder Grapefruit geworden. Die Pink Energy-Edition wurde ja noch mal aufgelegt und aktuell will ich mich noch nicht mit dem Herbst anfreunden.

Seid Ihr auch Prime-Kunden? Klappt das nur bei mir nicht?
Was habt Ihr denn so aufgebraucht und nachgekauft?
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