[Blogging] Viral und illegal? Oder: Sponsoring auf Blogs...

20.07.2014

...und Youtube.

Es ist mal wieder Zeit für einen "Nachdenk"-Post ;) 

Eigentlich bin ich ja recht spät dran, denn die auslösende Debatte um Schleichwerbung auf Youtube und Blogs ist eigentlich schon wieder abgeebbt. Dass sie an mir mehr oder weniger vorbeigegangen ist, liegt wohl vor allem an dem Umstand, dass ich zwar liebend-gern Blogs lese, mir aber kaum Vlogs anschaue. Ausnahmen sind hier lediglich AllthingsJulchen und eben Blogger, die direkt auf ihrem Blog ein Video posten. 

Anlass meines heutigen Beitrages sind allerdings 3 Dinge: zum einen wurde ich gefragt, ob ich an einer Befragung hinsichtlich von Kooperationen mit Blogs teilnehmen würde, zwei Anfragen, ob ich Produkte testen möchte und einem höchstvergnüglichen Beitrag von Sunnivah von "The Life in front of my eyes", die fragt: Verkaufe ich für 35€ meine Seele? im Juni. 

Auch wenn der Kooperationspartner der Masterarbeit für die, der ich Rede und Antwort gestanden habe, sehr, sehr weit von Naturkosmetik entfernt ist ;), die Sozialwissenschaftlerin in mir, hat natürlich "ja" geschrien. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie furchtbar die Akquise von Datenmaterial sein kann (Rücklaufquoten und so^^). Das Interview hat, auch dank der Interviewerin, sehr viel Spaß gemacht und mich zum Nachdenken angeregt - und kam zum passenden Zeitpunkt; denn ich hätte mir nicht träumen lassen, dass ich tatsächlich mal dererlei Anfragen erhalte. 

Fangen wir aber mal bei Null an. Objektiv macht jeder Blogger natürlich immer 'irgendwie' Werbung. Allein in diesem Beitrag habe ich nun schon auf einen Videokanal verwiesen und zwei Links zu anderen Bloggern geteilt. Jedes Mal, wenn ich ein Produkt knipse und einen Beitrag dazu verfasse, rückt es in den Fokus der Aufmerksamkeit. Als kleiner Einschub: einen interessanten Beitrag gibt's dazu auch auf Ich bin eine Insel - "von mir kein Boykott". Interessant finde ich hier vor allem den Absatz darüber, dass Coco von einer ehemaligen Abonnentin in eine Diskussion verwickelt wurde, ob sie denn nicht ein schlechtes Vorbild sei, wenn sie die Produkte einer bestimmten Marke in die Kamera halte. Darüber, dass das mit tierversuchsfreien Produkten leider immer noch nicht so einfach ist, wie's sein könnte (oder wünschenswert wäre), habe ich bereits geschrieben (*hier*). Da stellt sich mir nun die Frage: bin ich als Blogger tatsächlich ein Vorbild? Irgendwie klammere ich mich da immer aus; zum einen, weil die Mailbox keine 1000 Abonnenten hat, zum anderen, weil ich tatsächlich die Erwartung habe (und das mag durch das Thema Naturkosmetik bedingt sein); dass Ihr als Leser mündig seid ;). Beiträge sind immer subjektiv: ich schreibe über ein Produkt, das ich getestet hab oder ein Thema, das mich beschäftigt und lege meine Gedanken dazu dar. Sicherlich spielt da bis zu einem gewissen Grad auch Beeinflussung eine Rolle, aber ich werfe ja auch niemanden vor, dass er meine Meinung nicht teilt oder dass ein Produkt, das bei anderen gut funktioniert, es bei mir nicht tut. Ob Ihr meine Ansichten teilt, ist ganz einfach Euch überlassen ;).

Zurück zur Werbung. Solange ich ein Produkt also ganz freiwillig in die Kamera halte und dies unentgeltlich tue, handelt es sich per Definition nicht um Werbung. Rechtlich anders sieht es aus, wenn ich es tue und dafür Geld erhalte; beispielsweise in den Printmedien (die sich in den jeweiligen Landespressegesetzen finden):

Hat die Verlegerin oder der Verleger eines periodischen Druckwerks für eine Veröffentlichung ein Entgelt erhalten, gefordert oder sich versprechen lassen, so hat sie oder er diese Veröffentlichung deutlich mit dem Wort „Anzeige“ zu bezeichnen, soweit sie nicht schon durch Anordnung und Gestaltung allgemein als Anzeige zu erkennen ist.

Ähnliche Regelungen gibt es inzwischen auch für Websiten, Blogs & Social Media: die E-Commerce-Richtlinie 2000/31/EG der EU und im deutschen Recht: §6 des Telemediengesetzes (TMG) und § 58 des Rundfunktstaatsvertrages (RStV). Allen ist gemein, dass sie besagen, dass Werbung klar von anderen Angeboten getrennt und erkennbar sein muss. Juristisch könnte alles so einfach sein. Tja, wenn Werbung nicht immer dann am besten funktionieren würde, wenn sie als solche nicht erkennbar ist. Also hat man es sich zur Aufgabe gemacht, da nach anderen Wegen zu suchen: gerade in Beauty-Kreisen verteilt man dann eben kostenlose Produktproben oder lädt zu Events ein. Dabei fließt kein Geld, als Blogger fühlt man sich aber geschmeichelt und umsorgt und hegt natürlich eine positive Grundstimmung gegenüber einer Marke. Mitunter führt die Suche nach Schleichwegen auch zu sehr dubiosen Angeboten wie im Falle Sunnivahs: nämlich die Aussicht auf Geld für Beiträge, nur mit dem Harken, dass man eben nicht darauf verweisen darf, dass es sich hierbei um eben solche handelt. Und auch wenn es moralisch und gesetzlich verwerflich ist; es wird sicher genügend Blogger geben, die solche Angebote annehmen. Dass hat man ja schon in der Debatte vor ein paar Monaten um diese Problematik gesehen.So ganz verdenken kann ich es auch niemanden; wer möchte möchte sich nicht ein bisschen Taschengeld dazu verdienen, im besten Fall eben mit etwas das man ohnehin gern tut? Da sind solche Angebote natürlich verlockend. Dass das dann allerdings auch steuerrechtlich relevant wird, weil mein bisher privat-geführter Freizeit-Blog nun kommerziell wird, ist sicher nicht jedem bekannt. 

Nun ist dies hier ebenfalls ein privater Blog; in meiner Freizeit schreibe ich meine Beiträge über Produkte, die ich mir selbst gekauft habe (oder ggf. vom Familien- und Freundeskreis geschenkt bekommen habe). Entsprechend investiere ich in den Blog (Zeit & Geld) und mir entstehen Oppurtunitätskosten. Wenn man dann auf anderen Blogs liest, dass diese Produkte "kosten- und bedingungslos" zur Verfügung gestellt bekommen haben, dann denkt man sich schon mal "ach, das wäre ja auch nett". Jetzt wo ich tatsächlich zwei Angebote erhalten habe,um dies tun können, frage ich mich allerdings schon: "möchte ich das eigentlich?" Von vornherein habe ich für mich ausgeschlossen, dass es jemals Werbebanner auf meinem Blog geben wird. Zum einen möchte ich mit der Mailbox unabhängig bleiben und kein Geld verdienen. Zum anderen finde ich diese Werbeeinblendungen selbst ziemlich nervig. Zumal ich es, wie es bei Ad Sense, der Fall wäre, die Werbung nicht mal unbedingt passig wäre. Vorstellbar wäre für mich inzwischen allerdings eine längerfristige Kooperation. Sprich eine Aktion, bei der Ihr als Leser einen Vorteil hättet, weil sie an ein Gewinnspiel oder eine Rabattaktion gekoppelt wäre. Auch von Anfragen hinsichtlich von Produkten nehme ich Abstand. Es sei denn sie sind für mich relevant; an Aubrey habe ich beispielsweise ganz zu Beginn geschrieben, weil ich die Shampoos gern testen wollte, mir aber unsicher war, welches das richtige für mich ist und ob meine Kopfhaut es vertragen würde. Kürzlich habe ich dann noch bei 100% Pure angefragt, ob ich Proben des Puders erhalten könnte (meine Unsicherheit hinsichtlich der Farbe ist ja nichts Neues ;)). Nennen könnte ich zudem noch die Hessnatur-Aktion, bei der es sich, zumindest lässt sich das philosophisch diskutieren, auch irgendwie um Werbung handelt. Im Grund aber Produkte, die für mich relevant sind und nicht "ich möchte Ihre Produkte testen, weil ich einen Blog habe". 

Klar, ich komme nicht ganz umhin mich geschmeichelt zu fühlen, dass eine durchaus größere Marke mir die Gelegenheit bietet, mir etwas aus dem Sortiment aussuchen zu dürfen. Und sich dort tatsächlich jemand meinen Blog angesehen hat und mich persönlich anschreibt. Nur, kann ich wirklich sicher sein, dass ich aufgrund dieses Umstandes nicht doch beeinflusst würde?

Deshalb meine Frage(n) an Euch: 

  • Ist es für Euch in Ordnung, wenn Blogger Produkte kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen und darüber berichten? Können solche Berichte glaubhaft sein? Lest Ihr solche Posts überhaupt? Ist das abhängig vom Thema des Blogs? 
  • Wie sieht es mit der Kennzeichnung aus? Genügt ein kleines Sternchen und die Bemerkung am Ende des Posts, dass dieses Produkt zur Verfügung gestellt wurde? 
  • Unterschied zwischen Blogs & Vlogs: welches Medium bevorzugt Ihr? 
Ihr merkt es schon; ich bin neugierig und erhoffe mir eine kleine Diskussion ! :)

Kommentare:

  1. Also grundsätzlich finde ich Sponsored Posts erst einmal nicht schlimm. Ich muss aber sagen, dass es mir auf das Wie doch sehr ankommt: Zum Beispiel möchte ich gleich zu Beginn wissen, ob das Produkt selbst gekauft ist oder nicht und wie genau es dazu kam. Denn dann gehe ich gleich mit einer ganz anderen Erwartungshaltung an den Beitrag heran – wahrscheinlich skeptischer. Zum anderen ist mir wichtig, dass die Produkte auch in das Konzept passen, welches mir der Blogger sonst mit seinen Beiträgen vermittelt, es muss also irgendwie ein glaubwürdiges Interesse für dieses Produkt spürbar sein. Ja und nicht zuletzt spielt auch die Häufigkeit eine Rolle: Wenn auf einmal in jedem Beitrag ein Produkt vorkommt, welches gesponsored wurde, dann wirkt sich dies doch irgendwie negativ auf den Gesamteindruck aus, den ich von diesem Blog habe – weil dann kommt er mir irgendwie so kommerziell vor, dann kommt es mir so vor, als ginge es nur noch darum, a) Geld zu verdienen oder b) möglichst viele Produkte für lau zu testen, Diesen Eindruck möchte ich nicht und solche Blogs lese ich dann auch kaum noch ... dann kann ich auch andere Werbung konsumieren, dafür brauche ich keine Blogs. Also zusammenfassend: Sponsored Posts ja, aber nicht zu häufig und auch nicht unauffällig gekennzeichnet.
    Vlogs gucke ich so gut wie keine, eigentlich auch nur Allerlei Julchen, aber da freue ich mich nach wie vor mehr, wenn der Beitrag auch in schriftlicher Form erscheint. Irgendwie sind Vlogs nicht so meins, ich finde meistens gelingt es vielen Vloggern auch nicht, sich tatsächlich auf die Produkte zu konzentrieren – für mich wirkt es oftmals viel mehr wie ein Selbstdarstellungs-Theater, ich glaube viele Vlogger hören sich auch nur einfach selbst gerne reden.

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    1. Da kann ich mich eigentlich nur vollumfänglich anschließen ;) Das sind die Dinge, auf die ich ebenfalls wert lege oder die ich eben nicht so mag. Weil ich meine Ansichten aber kenne, finde ich es umso spannender auch die von Anderen zu erfahren.^^
      Tatsächlich mag ich Vlogs auch nicht so gern; das war u.a. eine Frage im Interview. Scheinbar sind die Gucker da enttäuschter, wenn es um Schleichwerbung geht als wenn dies auf einem Blog geschieht. Das war zumindest unser Eindruck. Das Medium an sich finde ich spannend. Wenn ich mir Julchens Beiträge anschaue, bekomme ich ehrlich gesagt auch immer etwas Lust mal ein Video zu machen. Was nicht ganz ein gewissen Ironie entbehrt, denn ich zeige mich ja eigentlich nicht auf dem Blog. Das liegt natürlich vor allem auch daran, dass ich einfach gern rede *lach. Gerade bei Beiträgen jenseits von Produktreviews habe ich Angst, dass die Beiträge zu lang werden und ich trotzdem noch nicht alles "gesagt" habe, was ich hätte sagen wollen. Da wäre ein Video eine interessante Alternative. Andererseits ist das einer der Gründe warum ich mir Vlogs nicht so gern anschaue; weil ich mich ggf. durch 20 Minuten durchhecheln muss, während ich einen geschrieben Beitrag schneller durchlesen und entscheiden kann, was da für mich interessant und relevant ist.

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  2. Wieder mal ein toller Post, ich mag deine etwas nachdenklicheren und kritischen Beiträge wirklich sehr.

    Ich selbst bekomme Anfragen zu Produkten, Linktausch und Co. nur sehr selten, scheinbar passe ich nicht so ganz ins Schema, hoffentlich bleibt das auch so. Sponsoring und Linktausch wären für mich auch kein Thema, prinzipiell finde ich Sponsoring nicht schlimm, es ist aber nichts für mich.

    Als Blogger/Youtuber und auch als Leser/Zuschauer sind mir absolute Transparenz wichtig. Ist Geld geflossen, will ich das bereits aus dem Titel erfahren, wurde ein Produkt zugeschickt, sollte das oben im Post erwähnt werden, werden Affiliate-Links benutzt, ist eine kurze Erwähnung dessen auch gut. Auf lange Sicht kann meiner Meinung nach nur dieses Maß an Transparenz dafür sorgen, dass das Vertrauensverhältnis zwischen Bloggern und Lesern bestehen bleibt, leider scheinen das einige anders zu sehen und mauscheln so vor sich hin. Ich bin beim Thema Sponsoring mittlerweile davon überzeugt, dass verstecktes viel öfter geschieht, als ich es für möglich halte. Ich bin mal gespannt, ob es irgendwann einen großen Knall geben wird und dann Sachen herauskommen, die uns alle ein wenig schockieren werden.

    Ich lese Blogs gerne, schaue aber seit einigen Monaten auch sehr viele Videos auf Youtube, die Mischung aus beiden finde ich sehr angenehm und unterhaltsam.

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    1. Ich denke auch, dass vieles im Verborgenen geschieht! Gerade diese follow/no-follow Geschichte, die vor einigen Wochen so groß war (und wovon ich zuvor auch nichts wusste, Schande über mein Haupt) und die Youtuber, die Werbung nicht als solche kennzeichnen.

      Ich meine...wer rechnet mit sowas? Ich bin ein ehrlicher und gutgläubiger Mensch. Ich gehe bei anderen immer vom besten aus. Der Schock in solchen Momenten ist natürlich umso größer.

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    2. Ich weiß noch nicht mal, worum es bei dieser follow/no follow Geschichte überhaupt geht, ich bin scheinbar komplett uninformiert.

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    3. Ich freue mich sehr, wenn auch kritische Beiträge Beachtung finden und gern gelesen werden. Deshalb gucke ich mir Deine Videos auch gern an, Julchen. Ich schließe mich Euch beiden an; ich denke, dass das noch viel mehr im Verborgenen geschieht von dem wir bis dato noch nicht wissen. Blogs sind einfach ein sehr reizvolles Werbemedium. Ein interessanter Punkt hierbei wäre auch noch Popularität von Blogs; "machen" sie Trends oder sind sie deshalb populär, weil sie über diese berichten.

      Soweit ich weiß, hat diese follow/no-follow-Geschichte etwas mit der Linkpopularität zu tun. Jedes Mal, wenn auf Dich via Link verwiesen wird, steigt Deine. Da sind wohl auch Gelder geflossen, um die Popularität zu steigern. Ich müsste mich da aber auch genauer einlesen...vielleicht mache ich dazu noch mal einen Beitrag.

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    4. Es geht darum, dass man die "zur Verfügung Steller" nicht mit "follow" verlinken darf, weil die davon an Webseitenpopularität gewinnen.
      Rechtlich gesehen ist das eine Grauzone, aber die Google-Algorithmen erkennen das ganz gut und strafen dann die eigene Webseite ab.

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  3. Mittlerweile komme ich öfter in den Genuss, etwas zugesandt zu bekommen. Ich finde das völlig in Ordnung. Wenn ich da an größere Blogs denke, die wirklich noch viel mehr bekommen!
    Was eben wichtig ist, ist dass die persönliche Meinung widergespiegelt wird. Wenn ich zu einem gesponserten Produkt nur "toll, toll, toll" lese, werde ich skeptisch. Natürlich verlange ich auch die Transparenz, dass des Lesern sowas offen kommuniziert wird.
    Wie auch Ginni, ist es für mich wichtig, dass solche Produkte zum Blog passen. Sowohl bei anderen, als auch bei mir.

    Momentan und in den nächsten Wochen gibt es bei mir recht viele Berichte zu gesponserten Produkten zu lesen. Das hängt aber einfach damit zusammen, dass ich die Produkte ganz normal benutze und eben über das was ich verwende berichte. Für mich ist das legitim und ich denke auch für meine Leser.
    Generell tendiere ich aber dazu, Produkten die mir nicht gefallen nur Kurzreviews im Rahmen der Kosmetikmord-Posts zu widmen. Darum kommen in den großen Berichten eigentlich nur ganz gute Produkte vor - eben auch gesponserte.

    Youtube ist nicht so ganz meins. Bevorzuge auch ganz klar die Schriftform. Voll altmodisch! Hahaha! :D

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    1. Dann bin ich auch altmodisch ;)
      Mein Problem bei gesponsorten Produkten liegt ganz klar in diesem Bereich: ich schreibe zum einen auch am liebsten über Produkte, die ich klasse finde. Oder eben ganz schlecht. Eigentlich gibt's aber viele, die ich einfach nur okay finde. Zum anderen weiß ich nicht, ob ich mich bei diesen (also den Erhaltenen) nicht dann doch irgendwie verpflichtet fühle. Wenn ein Produkt totaler Mist is, wäre das jetzt kein Problem, wenn's aber so ein lala-Produkt wäre, bin ich mir nicht sicher, ob ich nicht - zumindest unbewusst - nach den positiven Aspekten suchen würde.

      Ich merke selbst, dass ich, wenn es um "Proben" geht, auch differenzierter bin. Bei Fashion-Bloggern beispielsweise finde ich sowas z.B. weniger schlimm. Vielleicht, weil man Kleidung objektiver betrachten kann?

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    2. Ich versuche generell immer das positive hervorzuheben, auch wenn ich das Produkt selbst gekauft habe. Wenns Schmu ist schreibe ich das auch in beiden Fällen. ;)

      Prinzipiell habe ich ja auch fast alle meiner Produkte selbst gekauft, aber ich brauch nu nicht zu jedem Duschgel ein Review schreiben, sondern lieber zu den spannenden Sachen und die hab ich halt zum Teil gesponsert bekommen...

      Ich habe mir aber durchaus schon Gedanken dazu gemacht, ob meine Glaubwürdigkeit leidet, wenn ich momentan doch eher Gesponsertes vorstelle. Ich hoffe nicht. Ich hoffe, dass meine persönliche Art und ehrliche Meinung das okay macht. ;)

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    3. Bei Dir bin ich mir sicher, dass Deine Glaubwürdigkeit nicht darunter leidet! Ich denke, dass man schon merkt, ob jemand eben nur versteckte Werbung betreibt...

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  4. Eins sehr interessante Thematik, die du da ansprichst. Ich ziehe Blogs den Vlogs vor. :D
    Mich stört es nicht, wenn ich auf Blogs, denen ich folge Sponsored Posts entdecke. Mit der Arbeit, die wir Blogger in unsere Posts stecken, ist das eine besondere Art der Anerkennung, wenn Firmen und Co. auf uns zukommen und etwas anbieten. Mir ist Ehrlichkeit aber immer wichtig und, wenn ich merke, dass der/die entspechende/r Blogger/in plötzlich einen ganz anderen Ton anschlägt, der nichts zur üblichen Haltung passt, werde ich stutzig. Ich sehe nichts Schlechtes daran, wenn man ein Produkt kostenlos zur Verfügung gestellt bekommt, dass soll für mich als Leser aber eindeutig klar gemacht werden und das Geschriebene der Wahrheit entsprechen, das erwarte ich von mir aber auch von anderen. Ein Sternchen und der kleine Hinweis "sponsored" reichen mir dabei vollkommen.
    Wenn gesponserte Posts jedoch zu häufig auftreten, werde ich skeptisch, besonders, wenn die vorgestellten Produkte so gar nicht zu den üblichen Themen passen.
    Ich denke durchaus, dass solche Posts glaubhaft sind, wenn die schreibende Person ihre Sache ernst nimmt (ich nehme mir jetzt mal heraus, zu behaupten, dass ich das meistens einschätzen kann). Ich lese sie auch gerne, wenn sie relevant für mich sind. Eine positive Grundhaltung zu haben, weil Firma auf dich zukam, kann sich ja in einem "Danke" zeigen, ganz unvoreingenommen ist man dann natürlich nicht, aber ich denke, jeder Leser ist sich dessen bewusst und somit sehe ich das dann auch nicht problematisch.

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    1. Weißt Du, warum Du Blogs Vlogs vorziehst?
      Ich würde auch behaupten, dass man das merkt oder einschätzen kann; zumindest bei den Blogs, die man schon eine Weile liest und die Schreibe des Bloggers kennt. Schwierig wird's allerdings bei Blogs, die viele solcher Beiträge bringen.

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  5. Ich habe in den letzten Monaten viele Blogs "entfollowed", auf denen nur noch PR Samples vorgestellt werden. Auch wenn die immer beteuern, es sei ihre eigene Meinung, ein sehr fader Beigeschmack bleibt.

    Mit der Zeit hat sich mein Blog auch leicht in die Richtung entwickelt, dass ich PR Sachen zugeschickt bekomme - aber immer auf Nachfrage und einer positiven Antwort meinerseits. Ich würde nichts mehr annehmen, dass nicht NK ist und das ich selbst nicht spannend finde.
    Dubiose Anfragen über bezahle Links und Co landen leider regelmäßig in meinem Postfach, werden aber sofort gelöscht. Kein Bedarf, selbst wenn ich mit meinem Blog nur Ausgaben habe.

    Wer mich liest, weiß dass ich kritisch gegenüber jedem Produkt rangehe und die Inhaltsstoffe genau auseinander nehme, ob selbst gekauft oder PR. Und da werden auch sehr teure Cremes von mir schlecht bewertet, wenn ich sie eben so finde, auch wenn sie kostenlos waren. Eine Kennzeichnung ist für mich Pflicht, ich habe dann in der Überschrift einen * und unten dann Fett als Erklärung, dass es sich um ein PR Sample handelt.
    Ich lasse mich auch nie auf Vorgaben ein, nur wenn es bedingungslos ist, passt es.

    Mein Eindruck ist, dass die NK Blogerinnen größtenteils völlig anders mit dem Thema umgehen und sowieso nicht komplett mit PR beworfen werden. Versteckte Werbung und so findet man meiner Meinung nach eher auf den konventionellen Blogs, vor allem den bekannteren.
    Kürzlich habe ich mich übrigens wegen Couleur Caramel geärgert, die haben ihre Neuigkeiten wohl auf irgendeinem K&K Event vorgestellt und eingeladen waren die typischen großen Blabla-Blogs, ausserJulie von beautyjagd und Jess von Alabastermädchen scheint niemand aus der NK Ecke da gewesen zu sein. Traurig, denn die Klientel der anderen Blogs kauft sich kein CC, die kaufen dann Dior und MAC.
    Manche Firmen haben eine seltsame Einstellung dazu.

    Toll finde ich, wenn Firmen Blogs für Verlosungen und so was versorgen!

    LG, Viktoria

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    1. Ich muss meine Leseliste auch mal wieder aufräumen; ich hab' so das Gefühl, dass sich da so langsam ein Trend entwickelt und immer mehr Blogs immer mehr gesponsorte Beiträge bringen. Liegt natürlich in der NK-Ecke daran, dass da die Popularität steigt. Den Eindruck habe ich aber vor allem im Bereich "veganer Lifestyle". Ist aber vielleicht nur mein persönlicher Eindruck. Ansonsten klar, bei den konventionellen Blogs ist das noch wesentlich schlimmer; vielleicht auch weil man unkritischer ist. Das ist etwas, dass ich speziell dem Subsystem Naturkosmetik in der Blogsphere zuschreibe: ein kritischerer Umgang was Produkte & Marken angeht (vielleicht ist das aber auch nur eigene Bauchpinselei^^).

      Was Deine Erfahrung mit CC angeht: der kann ich durchaus etwas Positives abgewinnen; wenn nämlich auf diesem Wege vielleicht doch ein bisschen ein Umdenken bei den Konsumenten stattfinden würde. Weg vom Öko-Image. Nur zwei NK-Blogger einzuladen, ist allerdings wirklich schwach. Und ehrlich gesagt, empfinde ich die Alabastermädchen auch als immer kommerzieller...

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    2. Ich glaube aber, dass CC nicht so ganz ökoich wahrgenommen wird und ich weiß auch nicht, ob sich das auf den grünen Bereich auswirkt und deren Popularität pusht. Wäre zumindest wünschenswert! :)

      Bei den Alabastermädchen finde ichs schade. Ich habe oft das Gefühl, dass viele Posts dort etwas fremd sind. Vor allem geht es kaum noch um organic beauty, wofür ich den Blog früher sehr, sehr geschätzt habe...

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  6. Es wurde schon geschrieben - Blogs sind dann für mich interessant, wenn sie auch wirklich "Tagebücher" sind, sprich, wenn man Gedanken und Überlegungen der Person erfahren kann. Das gilt für Kosmetiktests genauso wie für "Warum ernähre ich mich vegan" oder "Wie konsumiere ich grün" (oder auch ganz andere Themen). Wenn das getestete Produkt ein Pressesample war, so what - ich möchte ja eine Vielfalt lesen und kennenlernen. Aber ich möchte das eben auch wissen und(!) ich möchte einen fairen Test lesen. Den Eindruck, dass NK-Blogs das anders handhaben, habe ich auch. Konventionelle Blogs lese ich gar nicht mehr, aber dort ist mir das bei einem Beispiel besonders aufgefallen - dort wurde zunehmend, am Ende (gefühlt) nur noch über Samples berichtet. Recht ausführlich zwar, aber die persönliche Komponente viel mehr und mehr weg.

    Eine recht gute Werbestrategie fährt etwa Hilla Naturkosmetik - viele Kooperationen, Wettbewerbe, persönliche Treffen, es gibt wohl keinen NK-Blog, auf dem sie noch nicht erwähnt wurden. Könnte man auch als etwas zu viel empfinden, klar, aber dort nimmt man zumindest die Kundschaft ernst (anders als zB. Couleur Caramel, wie Viktoria schreibt). Zumal die Produkte auch noch stimmen! (Und ja, steht auch noch auf meiner Wunschliste, voll das Werbeopfer, ich! ;-) )

    Was mich allerdings stört: Dass die Werbestrategie für die Betriebe dadurch so billig wird. Blogger erhalten ein Leckerli, man spart sich große Anzeigen und Kampagnen. Gerade bei den Big Playern der KK finde ich sowas sehr unschön. Aber: Wie man dem gegensteuern könnte, das weiß ich auch nicht. Ablehnen? Journalistisches(! also keine 3 fuffzich) Honorar verlangen (dann aber wieder die Versteuern-Frage)? Und klar, es ist doch auch ein Hobby, ein schöner Zeitvertreib ...

    ((Da das für mich und meinen Baby-Blog nicht relevant ist, mache ich mir allerdings auch nicht zu viel Gedanken. Umgekehrt bin ich da auch nicht zu streng mit den anderen Bloggern, die ich lese. Reine Werbeblogs sind eh nicht auf meiner Leseliste.))

    Ah, die Kennzeichnung, danach fragst du noch - eine kurze, deutliche Nennung reicht mir, seis mit Sternchen und einem eingerückten "Pressesample" am Anfang/Ende, sei es mit einem kurzen Satz "Mir wurde xy zugeschickt".

    Und: Keine Vlogs, nur Texte! Auch wegen der Zeit - ich lese lieber in meinem Tempo, als dass ich in einer vorgegebenen Zeit zuhören "muss".



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    1. Das Persönliche ist ein interessanter Aspekt! Sowas mag ich auch gern lesen und inzwischen schreibe ich über sowas auch selbst gern. Irgendwie kommt man sich ja doch 'näher' ;) Witzig, dass man sowas mag, aber trotzdem nicht so gern Vlogs anschaut; eigentlich müsste da die Identifikation mit dem Vlogger noch höher sein. Ich habe da aber auch lieber "mein Tempo".

      Stimmt, Hilla Naturkosmetik ist da aktuell ein Paradebeispiel. Aber dafür mache ich auch gern unentgeltlich Werbung, denn die Produkte sind klasse und der Kundenservice toll. Liegt aber sicher auch an der Größe und der Ausrichtung.

      Im KK-Bereich empfinde ich Vieles auch als "billig"; siehe schon die Blogger-Newsletter der Drogerien und die passenden monatlichen LEs. Dann wird noch breit gestreut, weil man da auch noch schnell etwas abgreifen kann.

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    2. Ich sehe da auch einen Unterschied zwischen NK und KK Blogs. Das erfreut mich sehr! :)

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    3. Die alverde LEs mag ich aber. Aber ich steh ja bekanntlich auch auf die alverde Deko! :D

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    4. :D Ich finde da hält sich die Frequenz auch in Grenzen was das Erscheinen neuer LEs angeht. Ich mag ja durchaus konventionelle dekorative Kosmetik und da, zumindest mein Empfinden, geht Quantität vor Qualität.

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  7. Also ich hab kein Problem mit Produkttests weder auf meinem Blog noch auf dem von anderen.
    Als Fashionblogger bekommt man ja manchmal Kleidung zugeschickt, die man sich aussuchen darf. Heißt ja, dass ich die Produkte mri auch so gekauft hätte, da sie mrig efallen.
    manchmal darf ich auch Beauty Produkte testen und da schreibe cih auch meine ehrliche Meinung. Wenn mir was nicht gefällt, wirds gesagt. Man kanns ja nett umschreiben und nicht hinschreiebn "Istn Blödsinn" sondern zb "Mir hat es persönlich nicht gefallen!" :)
    Ich fidne es nur verdächtig wenn alles, was gesponsort wurde, super ist. Dann lese ich den Blog aber auch nicht mehr ;)

    Liebst
    Svetlana

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    1. Ich finde Sponsoring - beziehungsweise eben gestellte Kleidung - auch weniger "schlimm" im Vergleich zu Kosmetikartikeln. Ich könnte noch nicht mal genau sagen, warum.^^

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  8. Sehr interessantes Thema. Ich muss ehrlich sagen dass mich zu viel Sponsoring nervt... wenn mich ein ganz bestimmtes Produkt unheimlich interessiert dann frage ich mal an ob ich es eventuell testen könnte. Das habe ich bisher 5 mal gemacht und 2 mal hat es auch geklappt. Es muss aber auch zu einem selbst passen... zum Blog usw. Ich hatte zB auch schon eine Anfrage bekommen ob ich denn nicht gern irgendwelche Schokokekse vorstellen will...

    Ich weiß echt nicht wie ich das erklären soll, aber wenn ich in meinem Dashboard ständig Beiträge vorfinde die gesponsert sind, dann "entfolge" ich den Blog... weil der Blogger mir dann so seelenlos vorkommt... so unkreativ. Ach schwierig zu erklären^^

    Und ich finde schon, dass man als Blogger und Vlogger eine gewisse Verantwortung hat. Sehs an meinen kleinen Geschwistern die sich 16 jährige YTerinnen angucken wie die dort totalen Mist reden und empfehlen... und die machen den Quatsch dann nach.

    Ums kurz zu machen: Sponsoring nur in Maßen ohne seine Prinzipien über den Haufen zu werfen und natürlich gekennzeichnet als PR. :)

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    1. Ich finde, Du hast das ganz gut erklärt ;) Und scheinbar ergeht es ja den meisten hier so.

      Ich sehe mich nicht als Vorbild, aber schon als Verantwortungsträger; Unwahrheiten oder Halbwissen möchte ich auch nicht verbreiten.

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  9. Um auch noch kurz meinen Senf dazuzugeben: Ich finde PR Samples okay, in Maßen und wenn die Bloggerin einen vernünftigen Review schreibt. Oft merkt man ja was gerade so rumgeht (erstaunlich wie viele Fashionbloggerinnen plötzlich ein tolles Produkt gegen Hornhaut unbedingt mal zeigen mussten oder so) und kann sich seinen reim dann machen. Viele Blogs, denen ich eine Zeitlang folge, entfolge ich deshalb dann auch wieder. Aber als Gewinnspieljunkie finde ich z.B. Verlosungsaktionen toll...
    Ich lese übrigens auch lieber in BLogs und schaue nicht so gerne bei den Vloggern vorbei. Das liegt meist daran, dass ich nicht geduldig genug bin für 20-Minuten-Videos. Die sollen mal schneller auf den Punkt kommen. Wenn die letzten 5 Minuten dann Alles noch ein 3. Mal zusammengefasst wird und man kein Ende findet kriege ich die Hasskappe...

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    1. Vielen Dank für Deinen Senf ;)
      So wie's aussieht, scheint sich das Gros ja relativ einig zu sein: PR-Samples sind in Ordnung, so lange man sie als solche kennzeichnet, man ehrlich bewertet und es nicht Überhand nimmt. Dass man tendenziell eher Blogs bevorzugt, ergibt sich wohl aus der Stichprobe ;) Ich frage mich allerdings, ob das vor allem die Ansicht(en) derer sind, die NK-Möger/-Anhänger sind. Scheinbar sind ja viele große KK-Blogs extrem populär, auch wenn sie viel Werbung betreiben...

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Vielen Dank fürs Kommentieren :)

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