Geständnisse einer NK-Beautybloggerin...

30.09.2015

...oder warum ich manchmal Probleme mit Naturkosmetik habe...

Vielleicht habt Ihr Euch ein bisschen gewundert, dass ich die Vivaness damals zwar besucht, aber nicht darüber geschrieben habe. 
Das lag zum einen daran, dass meine Bloggerkolleginnen da einfach schon viel vorweg genommen haben und ich Doppellungen für unnötig halte, zum anderen aber auch daran, dass die Messe auch eine Art Feuerprobe für mich war.

Ich erwische mich nämlich immer wieder dabei, dass ich mit mir hadere und mich frage, ob ich diesen Naturkosmetik-Ansatz so noch vertreten kann. Ein stück weit liegt das ganz sicher an meinem eigenen Idealismus und meiner Naivität: als ich umstieg, habe ich
schlichtweg angenommen, dass in der Welt der Naturkosmetik alles besser ist. 

Hier kommt das Problem der Alltagsheuristiken zum tragen: eine Heuristik ist die Kunst mit begrenzten Informationen zu einem guten Ergebnis zu gelangen. Uns steht i.d.R nie vollständiges Wissen über einen Bereich zur Verfügung, also müssen wir das Beste aus dem machen, das wir haben. Typisch sind hier z.B. Versuch und Irrtum oder das Ausschlussverfahren. Letzterem bedienen sich vor allem Ärzte. Man denke an Symptome
wie Schwindel und Kopfschmerz, die für eine Vielzahl von Krankheiten stehen können. Um herauszufinden um welche es sich schlussendlich handelt, werden  häufig sukzessive eben die Krankheiten ausgeschlossen, die es nicht sind, bis man eine Diagnose stellen kann. 
Eines meiner eigenen Beispiele war damals: "es ist ja auch viel gesünder einen frischgespressten Saft zu trinken als eine künstliche Limonade". Einleuchtend? Ja. Übertragbar? Nicht unbedingt...Denn damals hatte ich noch  gar nicht ausreichend Informationen oder das Wissen darüber, dass die Haut sehr wohl auf ganz "natürliche" Stoffe reagieren kann - und das eben nicht nur positiv. Inzwischen weiß ich, dass meine Haut ätherischen Öle eben nicht so wohlwollend gegenüber steht.

Zudem habe ich angefangen mich weiter mit Inhaltsstoffen auseinanderzusetzen. Kein leichtes Unterfangen, denn leider gibt es kein Buchn "INCIs für Dummies" und ich bin weder Biologin noch Chemikerin. Und auch wenn Google normalerweise mein Freund ist, ist das manchmal eher Fluch denn Segen. Frei zugängliche Studien sind schwer zu finden, häufig muss man sich mit "Sekundärliteratur" begnügen. Eher noch Tertiär- oder n-, denn irgendwo steht etwas dazu, das irgendjemand irgendwie umformuliert hat. Garniert von subjektiver Meinung - entsprechend des Lagers, dem sich der Autor verschrieben hat. Es kostet also viel Zeit und Mühe verlässliche Quellen zu finden. Denn das Schlimme ist ja: Vieles klingt so einleuchtend (siehe mein Saft-Beispiel), dass man gar nicht auf die Idee kommt es zu hinterfragen.

[Mit Proben toben *3] Go & Home: Wash & Go

22.09.2015

Mir scheint, als wäre der Herbst prädestiniert für Projekte aller Art. Zumindest ist das aktuell bei mir so. Eigentlich wundert es mich nicht, denn ich bin ein großer Freund von To Do-Listen und dem Abhaken dieser. Neben meinem, im letzten Post bereits erwähnten, "Blogilates-Fit-durch-Herbst-und Winter"-Projekt, habe ich mir jetzt eine "Trink-App" heruntergeladen, angeregt durch die Challenge von Ein bisschen vegan & Wo geht's zum Gemüseregal?, da ich zwar stets bemüht bin, aber es trotzdem oft nicht schaffe, genügend Flüssigkeit zu mir zu nehmen. Abhaken, durchstreichen, Knöpfen drücken sind meine Lieblingsbeschäftigungen. Mein nächstes persönliches Projekt: 2 Wochen vegan fasten. Unser nächstes großes gemeinsames Projekt: Hausumbau. Obwohl auch das vermutlich eine persönliche Herausforderung wird. Ich prophezeie schon jetzt, dass mein Freund und ich danach entweder für immer zusammen bleiben oder uns trennen ;). Darüber stimmen wir übrigens überein^^, genauso wie über die Regenwalddusche. Das war's dann leider auch schon. Während das Aussuchen der Möbel für den Rest des Hauses völlig reibungslos von statten ging, können wir uns partout nicht auf ein Badezimmer einigen. Während ich eine Wand vor der Toilette als unsinnig empfinde, kann er meinen Wunsch nach einer freistehenden Badewanne nicht nachvollziehen, usw. usf. 

Fakt für ihn ist, ich besitze einfach zu viele Beautyprodukte, denn er wüsste gar nicht wie er sich drehen und wenden sollte, wenn er aus der Dusche stiege, weil er einfach immer etwas umstoßen würde. Das stimmt so natürlich nicht ;). Klar, ich nenne schon einige Produkte mein Eigen und sicherlich mehr als der Durchschnittsmann so verbraucht, aber wenn ich mir so manchen Youtube-Haul anschaue, wird da mehr gekauft als ich besitze. Wir haben einfach entschieden zu wenig Stauraum!

[Review] Cremekampagne: Körperfluid 2

18.09.2015

Woran erkennt man, dass der Herbst nun endgültig Einzug gehalten hat? Wenn man morgens das Wohnzimmer betritt (oder wie in meinem Fall in dieses 'schlurft'), findet man die Katze leise schnarchend auf dem Sofa. Und da bleibt sie auch bis zum Mittag liegen. Oder auch mal den ganzen Nachmittag. Ähnlich stimmungsaufhellend wirkt sich das aktuelle nass-kalte Wetter auf mich aus und ich könnte morgens noch ein paar Stündchen länger schlafen. Immer wenn es kühler wird, könnte ich direkt in den Winterschlaf fallen und so bis zum Frühling verweilen. Kälte ist wirklich nicht mein Ding. Deshalb läute ich im Herbst auch immer die Badesaison ein ;). Aus der warmen (heißen) Dusche ins kühle Badezimmer steigen; genau, auch nicht so mein Ding ;). 

Ich bin ich ja immer ein bisschen cremefaul am Körper und im Sommer klappt das auch ganz gut, aber durch die sinkenden °Grade in Verbindung mit Heizungsluft, merke ich einfach, dass meine Haut trockener wird. Besonders betroffen ist da immer meine Kopfhaut, die dann anfängt zu jucken, aber auch am Körper werden jegliche Pflege dankbar angenommen.

Allerdings habe ich diesen Monat auch mein Programm "Fit durch Herbst und Winter" gestartet und mache nun 6x mal die Woche Blogilates. Wenn ich das so lese, klingt das als wäre ich ein Sportfanatiker.^^ Die Realität: ich mache das jetzt seit 2 Wochen... ;). Was dabei allerdings nicht ausbleibt: das Duschen und Eincremen. 

In meinem CremeKampagne-Haul hatte ich ja bereits das Körperfluid 2 gezeigt, welches ich mir in der duftneutralen Variante bestellt hatte. 

Hersteller: CremeKampagne

Inhalt: 100 ml

Preis: 6,90€ 

Inhaltsstoffe: AQUA (Wasser), MACADEMIA TERNIFOLIA SEED OIL* (Macadamianussöl), ORBIGNYA OLEIFERA SEED OIL* (Babussuöl), HELIANTHUS ANNUUS SEED OIL* (Sonnenblumenöl), LYSOLECITHIN (Emulgator auf Soja-Basis), BETA-GLUCAN (Pflanzenfasser; Vielfachzucker; Viskositätsregeler), PECTIN (pflanzlich; Vielfachzucker; Konsistenzgeber), PHENOXYETHANOL (Konservierungsmittel), ETHYLHEXYLGLYCERIN (Konservierungsmittel), LACTIC ACID (Milchsäure; Feuchtigkeitsspender, pH-Regler)
[ *=kbA]

Siegel: vegan

Die Inhaltsstoffe sind übersichtlich; auch ohne Zertifizierung entstammen die Öle dem kontrolliert-biologischem Anbau. Hinzu kommen Emulgator, Konsistenzgeber und Konservierungsmittel. Bei Frischekosmetik kann man sich nun, insbesondere aufgrund der verringerten Haltbarkeit, natürlich fragen, warum dennoch Konservierungsmittel eingesetzt werden. Da es sich hierbei um eine Emulsion handelt, also Wasser eingesetzt wird und eben jenes Existenzgrundlage von Mikroorganismen ist, bedarf es auch eines Mindestmaßes an Schutz. 

Toll, finde ich, wie immer^^, den Airlessspender, der das Fluid ebenfalls vor Verunreinigung schützt und die Entnahme bis zum letzten Tropfen ermöglicht. Auf dem Foto lässt sich gut erkennen, dass ich schon einen Teil verbraucht habe - ohne lästige Reste, die sich am Boden absetzen und dann immer zu einer "Entnahme-Fummelei" führen. Noch schöner wäre natürlich, wenn es sich dabei nicht um Plastik handeln würde...

Die Konsistenz ist flüssig-dünn, typisch für ein Fluid und riecht etwas cremig-pappig. Für die Arme benötige ich einen Pumpstoß, für die Beine zwei. 

Das Fluid lässt sich wunderbar - streifenfrei! - verteilen und zieht sofort ein. Das wird das Eincremen selbst für mich zum Vergnügen, weil es einfach so schnell geht. Meine Haut fühlt sich sofort gut befeuchtet an. Auch die Pflegewirkung ist top! Ich hatte ein wenig Sorge, dass es zu bei den kühleren Temperaturen zu leicht sein könnte, das Gefühl habe ich nach der Anwendung allerdings nicht. Für den Winter könnte es dann tatsächlich ein wenig zu leicht sein, aber meine Annahme, dass es ein Sommerprodukt ist, hat es nun widerlegt. Die Öle pflegen, gleichzeitig ist es nicht zu fettig, spendet aber Feuchtigkeit.

Einziges Manko: das Körperfluid von der Cremekampagne werdet Ihr wohl ziemlich bald in einem Aufgebraucht-Post widerfinden, weil ich momentan nach dem Duschen einfach am liebsten zu ihm greife und die 100ml so schnell geleert sind. Das Gute: es ist auch in der 250ml-Variante erhältlich und kostet dann 13,90€. Wegen der kurzen Haltbarkeit (4 Monate), meines Körperprodukt-Vorrats und der Annahme, das es sich vielleicht für den Herbst nicht so gut eignet, habe ich aus Testzwecken zu der kleineren Größe gegriffen. Beim nächsten Mal wird's dann aber die Große. Und dann vermutlich mit Vanille-Duft ;).


Passt Ihr Eure Körperpflege den Jahreszeiten an? Habt Ihr schon umgestellt?

[Green-Washing] Wie rar ist Rahua?

12.09.2015

Heute möchte ich dem Blogtitel Washing-Green mal alle Ehre machen und einen entsprechenden Beitrag verfassen. Ich habe für mich festgestellt: je länger ich Naturkosmetik nutze desto kritischer werde ich auch. Zum einen, was Inhaltsstoffe anbelangt, zum anderen aber auch was Werbeversprechen angeht.

Vielleicht (oder eher vermutlich) ist Euch die Marke Rahua [gesprochen "Ra wa"] schon einmal begegnet; eine ganze Reihe an Blogs hat über eben jene bzw. deren Shampoo geschrieben. Und auch ich war neugierig auf dieses Wundershampoo, das all meine Haarprobleme auf einen Schlag lösen sollte. Frei von Sulfaten, Gluten und synthetischen Stoffen (wie z.B. Silikon) soll es nicht nur sanft reinigen, sondern auch direkt schwaches und kraftloses Haar reparieren und gleichzeitig Kopfhaut und Haarwurzeln pflegen, damit das Haar länger und kraftvoller wachsen kann. Welche Superkraft steckt also in dem Shampoo? Ein hochpotentes Öl, welches die Frauen der Quechua-Shuar-Stämme seit Jahrhunderten herstellen und in dem für sie das Geheimnis ihres wunderbaren Haares liegt. Glücklicherweise haben sie genau jenes Geheimnis mit dem New Yorker Stylisten Fabian Lliguin geteilt, einem Ecuadorianer mit Quechua-Herkunft (genauer nachlesen könnt Ihr das aber auf der Homepage).

Ein kritischer Konsument hätte vermutlich da vermutlich abgewunken, spätestens aber wohl bei einem Preis von 32€ für 275ml. 

[Shopping] Weit wie das Meer...

07.09.2015

Mein heutiger Beitrag ist quasi auf den Mist der Ahnungslos Wissenden gewachsen...und Instagram...und Frantasta. Bei Letzterer bestaunte ich nämlich einen Kaputzenpulli (oder neudeutsch: Hoodie) und wie es der Zufall so wollte, befand ich mich in der Nähe einer Filiale. Den Pulli gab's leider nicht in meiner Größe, dafür habe zwei andere schöne Oberteile gefunden. Und da gewünscht wurde, dass ich diese mal zeige, dachte ich mir, ich mache da doch gleich mal einen Beitrag draus.

Unseren diesjährigen Urlaub haben wir, familienbedingt, an der Ostsee verbracht. Und ich gebe es zu: im Vorfeld habe ich ganz schön gejammert, denn Urlaub an der Ostsee entspricht nicht unbedingt dem, was ich mir unter meinem Wunschurlaub so vorstelle. Ich bin ein ausgesprochenes

Sommer- und Sonnenkind und verbringe meinen Urlaub gern bei verlässlichen (mind.) 28°C. Auch Städtetrips kann ich durchaus etwas abgewinnen und unsere USA-Reise, inklusive Roadtrip, vorletztes Jahr war ein echtes Highlight. Mein guilty pleasure sind aber Pauschalurlaube im Süden. Ja, ich schäme mich ein wenig dafür, aber ganz ehrlich: Nichts entspannt mich mehr als wenn ich lediglich damit beschäftigt bin mich morgens aus dem Bett zu hieven, immer genügend Sonnenschutz aufzutragen und mir zu überlegen, welches meiner 10 mitgebrachten Bücher ich zuerst lese ;).

Nun gut, es ließ sich also nicht vermeiden, dass wir eine Woche an die Ostsee fuhren. Ich geb's zu: Luxusproblem, denn ich sollte eigentlich dankbar sein, dass ich überhaupt in den Urlaub fahren kann. Außerdem hat Deutschland wirklich schöne Ecken und ich liebe das Meer - und so hatte ich schließlich die Gelegenheit dieses zu sehen (todesmutig habe ich mich auch in die viel zu kalte Ostsee gestürzt!). 

Und wenn man vom Bett aus diesen Anblick hat, ist das auch nicht zu verachten...

Du bist der Baum! ;)

04.09.2015

Ich glaube, mir fällt gerade zum ersten Mal auf, dass ich in meinen Posts nie eine Anrede verwende (und das schon nach 130 ;)). Empfindet Ihr das eigentlich als unhöflich? 

Vielleicht liegt es daran, dass ich den Blog immer eher als nicht-endenden Dialog sehe... oder stammt noch aus der Anfangszeit als ich mich noch fragte, ob da draußen überhaupt (oder je) jemand ist, der mein Geschreibsel liest (lesen wird). Eine Anrede für den luftleeren Raum erschien mir irgendwie komisch...

Inzwischen weiß ich; so ganz "luftleer" ist er nicht und dafür möchte ich mich heute ganz herzlich bedanken und ein Versprechen einlösen, welches ich bereits vor längerer Zeit gegeben habe. 

Bei meiner 1. Amazingy-Bestellung hat mich der Teil mit der "ein Baum für jede Bestellung" sehr angesprochen: dabei geht ein Beitrag von 10 Cent ($) an die Organisation Trees for the Future, die davon eben einen Baum pflanzt. Ich komme originär aus der Non-Profit-Ecke und finde vielleicht auch deshalb Projekte spannend, die sich um Bereiche kümmern, die wichtig sind, aber nicht unbedingt ein hohes Aufmerksamkeitspotential inne haben. Damals "keimte" in mir die Idee, dass ich gern etwas Ähnliches für den Blog machen wollen würde; nämlich einen Baum für jeden Abonnenten pflanzen. Mein Fernziel waren damals 200 Abonnenten.

Das ist es knapp 2 Jahre her; damals waren es 37. Inzwischen ist die angestrebte Zahl geknackt (und sogar etwas höher), trotz einer Pause von gut einem halben Jahr. Ich hatte mir viel vorgenommen, setzte mich unter Druck und fiel so in das berühmte Tief. Dennoch kehrte ich zurück; irgendwie fehlte mir das Bloggen und heute macht es mir mehr Spaß denn je. Dank meines Hobbies durfte ich ganz wunderbare Menschen kennen lernen, habe viel gelernt und konnte tolle Erfahrungen sammeln. Heute weiß ich: es spielt keine Rolle, ob ich einen Beitrag oder zehn in einem Monat schreibe, wichtig ist nur, dass es mir Spaß macht. Genauso wenig spielt es eine Rolle wie viele Follower ich habe...ich habe lieber 5 Abonnenten als 50 oder gar 500, wenn diese tatsächlich lesen was ich schreibe und wir miteinander in Kontakt treten. Denn das ist die größte Freude am Schreiben. Auch wenn ich mich wie Bolle über jeden freue, der dazu kommt (und ein kleines Wäldchen toller ist als 5 Bäume ;)). Aber auch das ist ein Grund dafür, warum ich mich nicht an "Follow me, follow you"-Spielen beteilige und auch zukünftig auf die obligatorische "Seid Follower meines Blogs/Social Media-Kanals"-Regel bei Gewinnspielen verzichte.

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