[Mit Proben toben *4] John Masters Organics Honey & Hibiscus Reconstructing Shampoo

09.10.2015


Eigentlich wäre heute ja mein Aufgebraucht & Nachgekauft-Post dran, hinsichtlich der Glamour Shopping Week und meines Vorhabens endlich mal meinen Probenberg zu reduzieren, habe ich genau dies mal wieder getan: mit einer Probe getobt. 

Inzwischen bin ich ja eigentlich kein Fan mehr davon, viel Geld in ein Shampoo zu investieren, da dies hauptsächlich aus Tensiden besteht und den Zweck verfolgen soll, Kopfhaut und Haare zu reinigen. In meinem Fall spielt der Faktor Kopfhaut jedoch eine tragende Rolle: viele Tenside quittiert meine Kopfhaut mit Trockenheit, Schuppen und Juckreiz. Dinge, die ich natürlich vermeiden möchte.

Im vergangenen Jahr habe ich bereits eine Probe des John Masters Lavender & Rosemary Shampoos getestet und war ziemlich begeistert. Denn: ich brauchte im Anschluss keine Spülung. Etwas, dass quasi nie passiert. Gerade bei milden Shampoos sind meine Naturwellen schon während des Waschens völlig verzottelt und der Nachgang mit einem Condi unumgänglich. Um Zeit zu sparen und die Umwelt nicht noch mit einem weiteren Produkt zu belasten, würde ich darauf jedoch gern verzichten. Nachteil der Probe: meine Kopfhaut war schon ziemlich trocken und am Hals- und Schulterbereich, also da wo die (feuchten) Haare aufschlugen, hatte ich kleine Pickelchen, was ich auf den enthaltenen Rosmarien zurückführte.
Trotzdem, die Wirkung ließ mich nicht los. Bei einer Bestellung hatte ich dann zufällig ein weiteres Probe-Sachet dabei, diesmal eben des Honey & Hibiscus Hair Reconstructing Shampoo, das gleich mal satte 10€ teurer ist und welches ich nun ausprobiert habe. 


Inhaltsstoffe: Aloe barbadensis (aloe vera) leaf juice*, aqua (water), babassuamidopropyl betaine, decyl glucoside, sodium cocoamphodiacetate, panthenol (vitamin B5), avena sativa kernel protein, hydrolyzed rice protein, sorbitol, hydrolyzed rodophicea extract, carageenan, citrus aurantium bergamia (bergamot) fruit oil*, chondrus crispus (irish moss) extract, hydrolyzed soy protein, borago officinalis (borage) seed oil*, helianthus annuus (sunflower) seed oil*, soy lecithin, linum usitatissimum (flax) seed oil*, mel (honey)*, potassium sorbate, simmondsia chinensis (jojoba) seed oil*, sodium benzoate, sodium chloride, soy tocopherols, triticum vulgare (wheat) germ oil*, guar hydroxypropyltrimonium chloride, sodium hyaluronate, citrus grandis (grapefruit) peel oil*, hibiscus rosa sinensis (hibiscus) flower extract*, copernicia cerifera cera, sulfur, limonene†, linalool†.
* Certified Organic
† A natural component of essential oil.

Wie war das Toben?

Erst mal war ich ziemlich über die Dünnflüssigkeit überrascht und hätte es fast daneben gekippt.^^ Anders als andere NK-Shampoos schäumt es sehr gut auf, so dass man tatsächlich nur eine geringe Menge benötigt und die Probe bei mir (schulterlange Haare) so für zwei Anwendungen reicht. Das Ausspülen war ein Traum: meine Haare waren weich und ich konnte absolut problemlos mit den Fingern hindurchfahren. Das klappt normalerweise nicht - bis so überhaupt nicht. Zudem waren sie direkt etwas geglättet. Allerdings habe ich schon beim Auswaschen gemerkt, dass das Shampoo meine Kopfhaut austrocknet. Kann natürlich nur Einbildung sein, aber ich habe oft den Eindruck, dass ich bereits beim Shampoonieren merke, ob ein Produkt diesen Effekt hat oder eben nicht. 

Der Duft ist übrigens anders als ich ihn erwartet hätte. Statt süßlich und/oder blumig, erinnert er mich an den einen Besuch im Afghanenshop; irgendwie krautig-orientalisch-zitrisch. Ich vermute das liegt am enthaltenen Bergamotte-Öl. Allerdings verfliegt er schnell und ist nach dem Waschen in den Haaren nicht wahrnehmbar. Deshalb ergibt die Zugabe der reizenden Duftstoffe für mich noch weniger Sinn. 

Die mega-leichte Kämmbarkeit meiner Locken hat es mir wirklich angetan! Dieser Effekt hält auch noch Tage später an. Nachdem Trocknen sind sie allerdings auch ziemlich fluffig, so dass ich zu ein wenig Öl greifen muss, um sie etwas zu bändigen. Hier merkt man dann schon den fehlenden (beschwerenden) Conditioner. Am nächsten Tag sind sie dann auch wieder ziemlich fluffig. 

Was mich am meisten stört: die Entfettung. Ich spüre meine trockene Kopfhaut einfach. Meine Vermutung: das mäßig irritierende Sodium Cocoamphodiacetate - es ginge eben auch milder - und Babussamidopropyl Betaine, da ich glaube, dass ich mit Cocamidopropyl Betaine ebenfalls nicht zurecht komme. Allerdings nimmt das trockene Gefühl am Tag nach der Haarwäsche ab und es hat nie gejuckt.

Kaufen oder nicht kaufen, das ist hier die Frage! ;) Die leichte Kämmbarkeit, das Nicht-Verzotteln und der, trotz des Frizzes, bestehende Glanz haben es mir wirklich angetan! Und lassen mich so ein bisschen die Vernunft über Bord werfen; denn für 118ml zahlt man um die 35€. Dafür entfiele allerdings auch die Investition in eine Spülung.

Die "Fluffigkeit" (wie ausgekämmte Locken) empfinde ich schon als etwas störend und nicht so schön. Dass es nicht juckt, stimmt mich versöhnlich, aber die Frage bleibt, was bei einer dauerhaften Reizung geschieht. Insbesondere jetzt in den kühleren Monate wo meine Kopfhautprobleme ohnehin immer zunehmen.

Die Vernunft siegt also ;).



Habt Ihr ein Produkt (oder mehrere), dass aus Vernunftsgründen abzulehnen wäre, es Euch aber dennoch total reizt/begeistert?

1 Kommentar:

  1. Davon hatte ich auch vor kurzem eine Probe. Ich fand es ganz okay, aber nicht herausragend bzw konnte jetzt keinen "Wow, das können andere Shampoos nicht"-Effekt feststellen. Gemessen am Preis daher kein Nachkaufprodukt für mich :-))
    Ich habe derzeit kein Produkt, was mich reizt .. oder doch. Die Cream Foundation von 100% Pure. Wäre aber unvernünftig, denn eigentlich bin ich mit der Healthy Foundation zufrieden und außerdem hat die keinen UV-Filter. Hm ... aber... hm.

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Vielen Dank fürs Kommentieren :)

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