[Skincare] Reizt Du noch oder pflegst Du schon?

25.01.2016

Leider habe ich heute kein Fo... ach halt, habe ich ja doch ;)

Ich gebe es zu: der Titel ist etwas reißerisch, aber so ist er gar nicht gemeint! Fast wäre es zu diesem Blogpost auch gar nicht gekommen und zwar aus zweierlei Gründen: 

Ich weiß, dass das Thema reizfreie Pflege nicht für jeden ganz "reiz-frei" ist ;). Der ein oder andere ist schon etwas genervt und predigen möchte ich nicht. Allerdings hat sich für mich, seit meiner Umstellung auf eben genau diese, sehr viel geändert und daran möchte ich Euch teilhaben lassen. Ich persönlich finde die "Hautgeschichte" hinter dem Blogger ja immer sehr spannend - auch um vergleichen zu können, ob verwendete Produkte wohl für mich in Frage kämen - und deshalb erzähle ich heute meine.

Der zweite Grund: ich finde, man kann immer viel behaupten, aber ich sehe gern Belege - und an diesen hat es bisher gemangelt. Im März 2015 hatte ich Euch, nach ewigen Zeiten, meine aktuelle Gesichtspflegeroutine gezeigt, die ich kurz vorher endgültig auf reizfrei umgestellt hatte. Nur an eine fotografische Dokumentation meines Hautzustands hatte ich nicht gedacht...

Zufällig bin ich nun auf ein paar Fotos meiner Haut vor der Umstellung gestoßen, so dass ich Euch heute einen Vorher-Nachher-Vergleich liefern kann. Denn: ein Bild sagt mehr als 1000 Worte (die schaffe ich allerdings bei dem Thema trotzdem ;)).

The Story of my (Skin-)Life...

In Kürze: während meiner Teenager-Zeit hatte ich alles, nur keine Teenie-Haut: pickelfrei, glatt, weich, unproblematisch. Anfang 20 änderte sich das: mein Hautzustand wechselte von "yay" zu "ney". Ich bekam Unreinheiten, Pickel, Unterlagerungen und trockene Haut. Ein schleichender Prozess der Verschlimmerung unter dem ich zu leiden begann. Mit Mitte - Ende 20 begann ich mich ein bisschen mehr mit Inhaltsstoffen auseinanderzusetzen, blieb aber an der "Wissenschaftlichkeitshürde" hängen und hinterfragte nicht sehr viel. Ich fing an einen Reinigungsschaum zu verwenden und liebte das squeaky-cleane Gefühl. Anfänglich nahmen die Unreinheiten auch ab, aber irgendwann wurde meine Haut fettig. Etwas, das ich von ihr überhaupt nicht kannte. Es wurde so schlimm, dass ich tagsüber sogar zu Blotting Papers griff, um den ständigen Glanz zu minimieren. Für einige nicht außergewöhnlich, kannte ich aber von meiner Haut so gar nicht

Ich besuchte das erste Mal eine Kosmetikerin und litt! Schmerzen! Hinterher sah ich furchtbar aus, aber nach einer knappen Woche besserte sich die Lage. Danach traute ich mich allerdings erst mal eine Weile nicht mehr zu einer Behandlung. Zum einen, weil ich es unangenehm fand jemanden so nah an mich & meine schlechte Haut zu lassen und zum anderen, weil es einfach dermaßen weh getan hatte. Ich lebte also weiterhin mit Spannungsgefühl, Unterlagerungen und Unreinheiten. 

Irgendwann wurde mir das sogar egal, einfach weil ich immer mehr Probleme mit meiner Kopfhaut bekam: trocken, Schüppchen und ein ständiges Jucken, das mich die Wände hochgehen ließ. Von den kühleren Monate kannte ich das bei mir zwar schon, aber es wurde immer schlimmer und quälte mich auch die restlichen Monate des Jahres. Ich begann zu recherchieren und auszuprobieren. Ich konnte SLS (Sodium Lauryl Sulfate) und SLeS (Sodium Laureth Sulfate) als die Hauptauslöser identifizieren; der Umstieg auf NK-Shampoos mit milderen Tensiden brachte Erleichterung. Ich wollte mehr: wenn das auf dem Kopf schon gut funktionierte, dann doch sicher auch im Gesicht. Zudem wollte ich ohnehin verstärkt auf tierversuchsfreie und umweltschonende Produkte achten. Für einen leichteren Umstieg - und die Gewissheit welchen Hauttyp ich eigentlich habe - suchte ich erneut eine Kosmetikerin auf, diesmal eine aus dem NK-Bereich und begann auf die Produkte von Martina Gebhardt umzusteigen. 

Dies brachte schon mal eine leichte Besserung. Ich ließ den Reinigungsschaum weg und meine Haut normalisierte sich; die Zeiten des permanenten Glanzes waren vorbei - den Zusammenhang zwischen fettiger Haut und der zu aggressiven Reinigung erkannte ich allerdings (noch) nicht. 
Die Sache mit den Hauttypen...

Das Angebot im Laden suggeriert einem, dass es nur eine kleine Auswahl verschiedener Hauttypen gibt: entweder hat man normale, trockene oder fettige Haut. Im Zweifelsfall dann Mischhaut. Lange fiel es mir schwer mich einer Kategorie zu zuordnen, weil ich mich mit verschiedenen Problemen quälte: meine Haut neigt zu Unreinheiten und Unterlagerungen, Mitesser habe und hatte ich jedoch nie. Ich glänze - im Normalfall -nicht oder nur kaum, habe aber auch keine typischen trocknen oder rauen Stellen. Dafür spannt meine Haut schnell,fühlt sich trocken an und reagiert auf mechanische Reize. Auch auf Sonne reagiert sie sensibel und ich bekomme schnell einen Sonnenbrand. Pickelmale und große Poren sind ebenfalls ein Thema.

Wer sich nicht gern Unreinheiten anschaut, sollte sich die folgenden Bilder überspringen! ;)

Diese zeigen meine Haut im August/September 2014. 


Man sieht hier ganz schön, dass die Poren im Wangenbereich recht groß sind und sich die Unreinheiten vor allem auf die Kinnpartie konzentrieren, aber schon langsam in den Wangenbereich übergehen. Die Bilder zeigen übrigens eine normale bis gute Phase!

Im Winter wurde es dann noch mal schlechter und auch schmerzhafter. Ich sah aus wie ein Streuselkuchen und das mit Anfang 30. Mit der Annahme, dass es nun auch nicht mehr schlimmer kommen könnte, begann ich chemische Peelings auszuprobieren. Tatsächlich brachte dies eine Verbesserung; nicht über Nacht, aber sukzessive. 

Ich hatte vorher zwar schon mild gereinigt, war aber in Sachen Pflege noch nicht so konsequent. Ich stellte noch einmal um und verbannte alles Reizende aus meiner Routine. Inzwischen sieht meine Haut so aus:


Die Bilder habe übrigens während einer eher schlechteren Phase aufgenommen, nachdem ich mit ein paar neuen Produkten experimentiert habe und im Urlaub eine Reinigungsmilch mit hohem Alkoholanteil verwendet, da ich meine reizfreie zu Hause vergessen hatte.

Ich finde man sieht aber trotzdem ganz gut den Unterschied zwischen nicht-reizfreier und reizfreier Pflege. Und um es sich noch mal auf der Zunge zergehen zu lassen; die Bilder der unreinen Version sind während einer normalen/eher guten Phase aufgenommen, die reine während einer eher etwas schlechteren!

Worauf achte ich? 

  • Ich versuche Irritationen, also Reize, auf die die Haut reagiert, zu vermeiden. Das ist natürlich nicht ganz so einfach, weil die Haut prinzipiell erst mal durch alles gereizt wird resp. gereizt werden kann; Wasser, Temperatur, Inhaltsstoffe, UV-Strahlung, Druck,...dabei kommt es natürlich immer auch auf die Intensität dieser an. Oft sind es schon Kleinigkeiten: ich hab' natürlich nicht aufgehört mein Gesicht mit Wasser zu waschen, achte aber beispielsweise auf eine lauwarme Temperatur. 
  • keine harschen Tenside in Reinigungsprodukten, wie die o.g. SLS oder SLeS oder Seife (basisch), da sie zwar hervorragend zum Entfernen von Schmutz, Talg, etc. geeignet sind, gleichzeitig aber eben auch die hauteigenen Lipide auswaschen. Die Folge: durch die geschwächte Hautbarriere verdunstet Wasser schneller und die Haut wird trocken(er), zugleich können Schmutz und Bakterien leichter eindringen. 
  • Kein übermäßiger Alkoholgehalt (zumindest kein "schlechter" wie Alkohol [denat] oder auch Witch Hazel/Hamamelis Wasser); dieser zieht die Poren zwar zusammen und wirkt antibakteriell, der Effekt ist aber nur von kurzer Dauer. Alkohol kann die Haut leicht penetrieren und andere Stoffe gleich mit. Er führt zu Irritationen und ist verantwortlich für Zellsterben. Wer fettige Haut hat, wird den Effekt erst mal mögen; das Problem liegt hierbei aber darin, dass durch die Austrocknung die Sebumproduktion angeregt wird und man damit genau das Gegenteil der eigentlichen Absicht erzielt: die Haut wird noch fettiger. "Gute" Alkohole wie Fettalkohole benutze ich. Und auch eine geringe Benzyl Alkohol-Konzentration zur Konservierung nehme ich in Kauf. Was direkt zum nächsten Punkt führt: 
  • keine (allergenen) Duftstoffe/ätherische Öle; diese findet man am Ende der INCI-Deklaration, wie Linalool, Citral, Menthol. Zur Zeit gibt es 26 deklarationspflichtige, die ein hohes allergenes Potential haben und deshalb gekennzeichnet werden müssen, um Allergikern die Möglichkeit zu geben, sie zu erkennen. Diese sind nicht nur für Allergien, sondern auch für Irritationen verantwortlich. 
  • Auch wenn ich ansonsten Irritationen meide, in Sachen chemisches Peeling mache ich sie mir zu nutze, da hierbei die Vorteile für mich überwiegen: trotz Säure ist diese Art des Peelings milder als mechanische und dabei gründlicher! Der Entstehung von Pickeln wird vorgebeugt, ausgedehnte Poren kehren wieder in ihre ursprüngliche Form zurück, Inhaltsstoffe und Sonnenschutz wirken besser, besserer Glow und die Kollagenproduktion, die mit dem Alter abnimmt, nimmt wieder zu (wenn man es über einen längeren Zeitraum verwendet). Wichtig ist allerdings 
  • täglicher Sonnenschutz. Für mich sogar ein Vorteil; da ich, wie bereits geschrieben, sehr empfindlich reagiere. 
Was hat sich für mich seit der Umstellung geändert? 

Allem voran: Ich kann wieder völlig entspannt und mit einem Lächeln in den Spiegel schauen. Foundation gehört zu den Produkten, die ich, bis auf wenige Ausnahmen im Jahr, nicht verwende. Im vergangen Jahr habe ich mich dann doch ausführlicher damit beschäftigt, obwohl es ein leidiges Thema für mich ist, weil sie sich meistens in den größeren Poren oder Mini-Narben absetzt. Vom Entfernen ganz zu schweigen. Gekauft habe ich dann eine, weil ich, wenn die Unreinheiten schon da sind, sie zumindest abdecken wollte. Das Thema hat sich für mich inzwischen wieder erledigt, weil ich mich wohl in meiner Haut fühle und nicht das Gefühl habe sie verstecken zu müssen. Früher konnte mir mein Freund, der sich Termine eher nicht so gut merken kann, richtiggehend am Gesicht lesen, wann ich meine Periode bekomme (und hat mich auch gern mit einem süffisanten "Na, ist es mal wieder soweit?" darauf hingewiesen...). 

Natürlich ist meine Haut nicht plötzlich perfekt: die in der Vergangenheit angerichteten Schäden sind da und Stress und Hormone zeigen weiterhin ihre Wirkung. Aber eben längst nicht so deutlich wie früher.

Auch das Spannungsgefühl ist verschwunden und damit das Brennen, das ich insbesondere immer Sommer,gbhhz häufig hatte. Egal wie oft ich mich eingecremt habe und Sonnenschutz nachgetragen; ich hab' ständig gefragt, ob ich schon einen Sonnenbrand hätte. Diesen Sommer hat meine Haut nicht gebrannt und wenn meine Haut nun spannt, kann ich es auf zwei Ursachen zurückführen und daran arbeiten: entweder ist meine Haut trockener oder sie reagiert auf einen Inhaltsstoff wie Parfum oder Alkohol. Nachdem ich ewig an einer Pflegeroutine herumlaboriert habe, habe ich sie nun endlich gefunden. Und wenn ein Produkt für mich mal nicht so gut funktioniert, ist es schnell identifiziert. Auch das Rätselraten auf welche Stoffe ich mit Unreinheiten reagiere hat nun ein Ende und einige meiner Annahmen konnte ich inzwischen widerlegen.

Ich habe ein Fläschchen Rosehip-Öl geleert! Was habe ich mich geärgert, dass das Öl bei allen so wunderbar funktioniert und ich Geld dafür verschwendet habe. Bei mir hat es nach dem Auftragen immer gespannt, ganz egal wie und mit wie viel Feuchtigkeit drunter ich es aufgetragen habe. Seitdem ich reizfrei pflege, sind wir Freunde und ich kann mir ein Gesichtsöl aus meiner Routine nicht mehr wegdenken.

Selbst mein Sorgenbereich Kinn ist soviel besser geworden. Unterlagerungen habe ich kaum noch und wenn, verschwinden sie schnell wieder und ich laufe nicht mehr ewig mit schmerzenden Stellen und Monsterpickeln herum. Mein verbesserter Hautzustand fällt auch meiner Umgebung auf - auch meiner Kosmetikerin, die immer wieder bestätigt, um wieviel besser sie geworden ist.

Ich trage täglich Sonnenschutz. Und ich find's gut! Vorbei die Zeiten in denen ich nicht mit der Sonneneinstrahlung gerechnet habe und Angst vor Sonnenbrand hatte. Außerdem neige ich zu Pigmentflecken; am Körper finde ich sie noch ganz nett, aber im Gesicht stören sich mich dann schon. Dank LSF vermehren sich diese nun nicht mehr. Und so'n bisschen Hautkrebsschutz ist ja auch ganz nett ;).

Ich bin mega-pingelig geworden und kaufe viel weniger. Ich habe mich sonst gern mal von der Euphorie Anderer anstecken lassen, wenn sie von Produkten geschwärmt haben. Inzwischen kann ich einigermaßen an den Inhaltsstoffen ablesen was zu mir und meiner Haut passt und was nicht. Damit haben die Verlockungen stark abgenommen. Dabei muss ich aber nicht völlig auf Neues verzichten: inzwischen gibt es auch im NK-Bereich immer mehr Produkte, die meine Kriterien erfüllen. 

Und natürlich war auch vorher nicht alles schlecht: auch da hatte ich durchaus gute Phasen! Aber gerade die letzten Monate und auch die Winterphase zeigen, dass mein Hautbild konstant ruhiger und wesentlich weniger unrein ist als zu den Zeiten in denen ich nicht auf die Inhaltsstoffe geachtet habe.




Wie sieht's bei Euch aus? Reizt Ihr noch oder pflegt Ihr schon? ;)

Kommentare:

  1. Was ist denn dein aktueller Sonnenschutz?

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    1. Die Skin Recovery mit LSF 30 von Paula's Choice (mineralisch). Im Anschluss teste ich dann eine neue NK-Sonnencreme.

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  2. Hallo Sandra,

    ich pflege schon :-)
    Toll, dass du den Artikel doch geschrieben hast und Respekt für die Beweisfotos. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass von mir keine Bilder mit schlechter Haut existieren. Nicht weil es die nicht gäbe, sondern weil sie von mir direkt gelöscht werden...aber du hast recht, so ein Beweisbild sagt schon alles!
    Ich bin im Sommer komplett auf reizfreie Pflege ungestiegen. Mit anfänglichen Schwierigkeiten, aber mittlerweile bin ich sehr zufrieden. Trotzdem werde ich hier und da noch ein paar Produkte (reizfrei) testen. Wenn was schief geht hab ich aber jetzt meine Basis, die meine Haut wieder ins Gleichgewicht bringt.

    Liebe Grüße
    Jenny

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    1. Ich lasse mich generell nur sehr ungern fotografieren...so direkte Close Ups gibt's dann sowieso nur für den Blog ;).
      Das ist das schöne an der reizfreien Pflege, finde ich; ich hab' prinzipiell keine wirklichen Schwierigkeiten, wenn ich da 'was Neues teste (ich probiere mich da ja z.B. durch die milden Reinigungsmilchen), merke aber schnell, was besser und schlechter ist. Und wenn man doch etwas dazwischen ist, das Unreinheiten verursacht, ist es schnell identifiziert. Früher habe ich auf alles mögliche getippt...

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  3. Oh wie schön, von dir zu lesen! *freu* Ich freue mich auch sehr für dich, dass deine Haut endlich besser geworden ist! Kenne das selbst ja nur zu gut und habe seit Teenie-Alter mit Unreinheiten gekämpft. Ich will irgendwann auch noch einen aktualisierten Post zu meiner Pflege posten, aber noch schraube ich an paar Stellen, aber dann ;)
    Auf Alkohol habe ich ja schon lange verzichtet und bin so endlich von dieser furztrockenen und schuppigen Haut weggekommen. Die Umstellung auf dufststofffrei plus chemisches Peeling (letzteres habe ich ja früher während starker Akne mal verwendet, aber nicht nachgekauft, da ich immer dachte, das gäbe es nur von nicht tierversuchsfreien Firmen) hat dann nochmal eine ordentliche Verbesserung punkto Unreinheiten und Ebenmäßigkeit gebracht. Perfekt ist meine Haut immer noch nicht, aber ich glaube, das wird sie auch nie sein. Bin so schon glücklich genug =)

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    1. :)
      Eigentlich erschreckend was man seiner Haut so zugemutet hat...aber, man wusste es halt eben nicht besser. Ich hätte auch nicht gedacht, dass Alkohol sich dann doch so stark auswirkt. Ich merke jetzt, welche Spannungsgefühle und Trockenheit er verursacht hat!

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    2. Mit Alkohol tat ich mich gar nicht schwer, den habe ich sofort abgesetzt, nachdem ich begann, mich mit Inhaltsstoffen zu beschäftigen und der Erfolg kam quasi sofort. Mit Duftstoffen tat ich mich etwas schwerer, aber ich habe es einfach mal für 2-3 Wochen als Test versucht und es half auch, wenn auch deutlich "dezenter".

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  4. Ich stelle auch auf reizarme Naturkosmetik um und benutze jetzt schon seit letztem Jahr täglich Sonnenschutz. Ich habe derzeit reine Haut, das konnte ich früher nicht behaupten.
    Liebe Grüße
    Nancy :)

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    1. Ah, noch eine reifrei Jüngerin ;) Freue mich, dass immer mehr so gute Erfahrungen machen!

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  5. Hallo,

    vielen lieben Dank für den tollen Artikel! Solche Geschichten wie die Deine lassen mich auch immer mehr in die Richtung "reizarm" tendieren, auch wenn ich das vor einiger Zeit ehrlicherweise ein wenig belächelt habe.
    Meine Haut ist sehr empfindlich, zugleich gern mal hier und da etwas unrein und Anti-Aging wird auch langsam ein Thema. Es ist also kompliziert! :-)
    Chemische Peelings wären da auch für mich ein Ansatz, die liebe Valandriel hat mir ein Pröbchen vom PC 5% AHA Daily Treatment geschickt. So sehr ich auch die Vorteile sehe, ich bin da einfach so NK fixiert und es sträubt sich etwas in mir, mir Silikone, PEGs, etc. auf das Gesicht zu tun. Vor meiner Umstellung zu NK, sprich vor einigen Jahren hätte ich mich für die INCIs null interessiert und somit gar nicht gewusst, was ich auf meiner Haut spazieren trage....Mit Silikon verbinde ich immer etwas, das die Haut abdichtet und nicht mehr atmen lässt...Argh. Kannst Du meine Zweifel etwas zerstreuen? Denn ein tolles Hautbild ist natürlich extrem verführerisch. :-) Deine Haut sieht wirklich schön aus!
    LG
    Meike

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    1. Das freut mich! Und ich muss zugeben; anfänglich hab' ich es auch ein wenig belächelt. Gerade weil Anti-Aging dabei immer so ein großes Thema ist. Ich bin jetzt 33, da kommen einfach Fältchen und das finde ich auch ok. Nur auf die Teenager-Haut würde ich gern verzichten. ;) Am letzten Sonntag waren wir beim Bloggergespräch bei Pure Schönheit in HH und da gab's auch eine Gesichtsbehandlung. Als dann vom Profi ein überraschtes "Ach, Du trägst gar kein Make Up" kam und "Deine Haut ist schön rein, nur 2, 3 Unreinheiten, aber die sind nicht der Rede wert" (na ja, einen dicken stress- und menstruationsbedingten Pickel^^), war das auch noch einmal eine schöne Bestätigung.
      Das ist dann der Teil, den ich an der NK nicht mag: die Panikmache; man lässt verinnerlicht das dann so, dass man nur schwer davon weg kommt. Obwohl ich es durchaus gut finde auf Silikon zu verzichten. Ich mache das aber, so gut ich kann, der Umwelt wegen. Mein Peeling enthält z.B. kein Silikon. Ich benutze allerdings BHA, das in NK gar nicht erst zugelassen ist (anders als AHA), weil ich vor allem gegen meine Unreinheiten vorgehen wollte. Leider enthält meine Sonnencreme Silikon, aber da habe ich ansonsten noch nichts Adäquates gefunden, weil ich gern einen mineralischen Filter hätte, meine Haut aber auf Zinkoxid stark reagiert.
      Ja, mit verbindet da schnell Fugenmasse mit ;). Aber ich kann Dich beruhigen: zum einen gibt es keinen Stoff in der Kosmetik, der die Haut so dicht abschließt, dass er absolut undurchlässig wäre. Zum anderen benötigen wir eine Hautatmung nicht. Diese macht beim Menschen gerade mal 1-2% aus, ist also nicht der Rede wert - wir atmen ja via unseren Lungen. Ich erinnere mich noch gut, dass meine Mama immer gesagt hat, dass ich irgendwann das Pflaster abnehmen muss, damit da Luft dran kommt. Das hat aber eher etwas mit dem feuchten Niveau zu tun, das sich darunter bildet und damit sich Schorf bilden kann. Wäre es so, dass Silikon abdichtet, würde das bedeutet, dass Menschen, die Foundation tragen, ja irgendwann Nekrosen im Gesicht hätten.

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    2. Ich kann Sandra da nur zustimmen, Silikon ist nicht schädlich für die Haut, nur für die Umwelt. Aber da ich es nur in Peelings (je nach Produkt) und einer Sonnencreme verwende, ist das iO. für mich...
      Ich bin ja auch ein großer NK Verfechter und es gibt so viele Produkte, wo ich absolut keinen Bedarf nach KK habe, aber manches gibt es so wie ich es haben möchte nicht bei NK und das kaufe ich dann eben in tierversuchsfrei und konventionell. So kann ich ganz entspannt damit umgehen, denn aus der Zeit, wo alles zwingend NK sein musste und ich mich mit bröckelnden und nervigen Mascaras (als Beispiel) gequält habe, bin ich raus =)

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    3. Danke für Eure Antworten! :-)
      Jup, das mit der Art "Panikmache" kann ich wirklich bestätigen. Da muss ich auch (wieder) lernen, dass es wenig entspannter zu sehen....
      Eine Frage habe ich noch: Was ist mit den PEGs? Da habe ich immer wieder gelesen, wie böse die sind...Ist da was dran?

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    4. Ich muss zugeben, dass ich mich mit PEGs noch nicht so ausführlich beschäftigt (also Studien gelesen) habe. Ich nutze ja noch immer hauptsächlich NK und da findet man sie ja normalerweise nicht, weil sie aus Erdöl gewonnen werden. Tendenziell würde ich das aber auch eher als Panikmache kategorisieren, vermutlich, weil der Ausgangsstoff zur Gewinnung Ethylenoxid ist, welches Chromosomenaberrationen hervorrufen kann. Aber das bezieht sich dann eben auf das Gas und ist dann wieder davon abhängig von Konzentration und Dauer. Das ist so ähnlich wie Talkum; klar, kann das zu Granulomen führen, aber dazu müsste ich aber dauerhaft und viel einatmen, damit das zu Entzündungen der Atemwege führt und dann in einem Fremdkörpergranulom endet. Deshalb halte ich so eine generelle Talkum-Scheu für absolut übertrieben...ich inhaliere meinen Puder ja nicht täglich ;). Irrational wird es dann, wenn man Talk generell meidet, also in Cremes...
      PEGs machen die Haut durchlässiger, aber das gilt für Alkohol in den Produkten ja ganz genauso.
      Wie immer; die Dosis macht das Gift...und ich erwähne immer wieder gern, dass man sich auch mit Wasser umbringen kann ;).

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    5. Ich meide PEG nicht grundsätzlich, aber in meiner täglichen Gesichtspflege hat es nichts zu suchen, da ich eh schon davon ausgehe, dass meine Hautbarriere recht gestört ist, auf Alkohol verzichte ich ja ebenfalls.
      Ansonsten seh ich es wie du, die Menge macht das Gift.
      Ich habe mich mit Peg zumindest oberflächlich schon mal hier beschäftigt:
      http://das-beschaeftigt.jimdo.com/2015/09/26/peg/

      Lg Jenny

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    6. Vielen Dank Mädels! Ich werde mich zu dem Thema mal intensiver belesen. Aber so einen Austausch hier finde ich super. Habt vielen Dank für die Antworten!

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  6. Liebe Sandra,
    ein toller Bericht! Und er hat mir auch nochmal einige AHA-Momente gebracht.
    Hamamelis-Wasser! Ha! Ich hatte mir auf Rügen eins von CMD gekauft, weil ich dachte - Hydrolat zur Klärung, da kann eigentlich nichts schief gehen. Seitdem ich wieder in der Heimat bin, kaum an der frischen Luft bin (jaja, der gute Bürojob) und dann auch letzte Woche plötzlich Winter war, ist meine Haut regelrecht explodiert und ausgebrochen. Ich habe heftige Unterlagerungen, meine Haut fühlt sich so rauh und trocken an, wie schon lange nicht mehr. Dir Ursache ist mir eigentlich nicht ganz klar. Aber so ist das, wenn man nur oberflächlich auf die Produkte guckt. Das Hydrolat werde ich so schnell erstmal nicht anfassen und auch mein Reinigungsöl von Joik (natürlich mit ätherischen Ölen wie Teebaumblatt-Öl, citral, geraniol, limonene) muss ich wohl einfach sein lassen. Schade um das Geld :(.

    Ich glaube, dass immer noch ein Hauptproblem ist, dass man schnell wieder zu seinem guten Hautzustand gelangen will und allerhand mit der Haut macht, anstatt sie einfach in Ruhe zu lassen und sich selbst zu regnerieren. So geht es mir jedenfalls manchmal.

    Für Dich freue ich mich sehr, dass Du nun so glücklich mit Deiner Haut bist. Es klingt wirklich toll, dass Du schreibst, dass Du Dich in Deiner Haut wohlfühlst!

    Grünste Grüße

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    1. Das mit dem Hamamelis-Wasser wusste ich auch lange nicht. Aber bei dem Inhaltsstoff- und Bezeichnungsjungle ist das ja auch nicht wirklich leicht durchzusteigen.

      Das stimmt! Die Haut wird ja schon genug "von aussen" gereizt; ob Wetterumschwünge oder die Arbeit drinnen. Wir haben sowohl zu Hause als auch bei der Arbeit einen Kamin; das ist natürlich schön warm, aber auch trocken und dann geht man raus in die Kälte...das macht sich bei mir schon bemerkbar.Deshalb denke ich, dass man helfen sollte so gut es geht: von der fettfreien Nachtpflege bin ich ja beispielsweise ganz abgerückt, weil ich merke, dass meine Haut auch einfach mal Fett benötigt und benutze reizfreie Pflege (abgesehen vom Peeling alle 3 Tage), versuche aber auch nicht zuviel zu machen und sie zu überpflegen. Bei einer gesunden Haut sind die Mechanismen zur Regeneration ja da.

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  7. meine haut hat sich auch verändert :) zum positiven. allerdings ist sie auch empfindlicher geworden, gegenüber reizenden stoffen. früher hatte ich damit keine probleme, nun nutze ich seit fast einem 3/4 nur reizfreie produkte und als ich mir neulich ein öl, welches ich mal sehr mochte (enthält u.a. ätherische öle) ins gesicht schmieren wollte - bekam ich sofort einen art ausschlag. fand das sehr interessant.

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    1. Toll!
      Das finde ich auch spannend! Ich merke reizende Stoffe inzwischen auch sehr schnell. Und ich bin auch der Beduftung gegenüber extrem empfindlich geworden. Ich teste gerade eine neue Reinigungsmilch und da habe ich sofort gerochen, dass da Rosenwasser drin ist. Früher wäre mir das vielleicht gar nicht aufgefallen, aber inzwischen riecht es, obwohl der Anteil eher gering ist, wirklich extrem für mich.

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  8. Es freut mich, dass du einen Weg gefunden hast deine Haut zu beruhigen. Ich habe auch erst mit 20 richtig unreine Haut bekommen, dann wenn man denkt, jetzt kommt nichts mehr. Schon echt fies, dann ist man erwachsen und schlägt sich mit Teenager-Haut herum.
    Ich verwende auch nur noch reizfreie Produkte fürs Gesicht und habe damit den Glanz einigermaßen in den Griff bekommen. Unreinheiten sind auch besser, wobei ich eher der Typ unruhige Haut bin, als dass ich viele Pickel hätte. Unruhig ist meine Haut immer noch etwas, das hängt aber auch viel mit wenig Schlaf, zu wenig getrunken und Stress zusammen.
    Ansonsten achte ich darauf so wenig wie möglich und so viel wie nötig zu pflegen und reinigen. Heißt für mich: 1x am Tag mit Wasser reinigen, 1x am Tag mit reizfreier Lotion, 1x am Tag Gesichtscreme und momentan noch 1x am Tag Öl, 1x die Woche eine Maske, 1x die Woche ein Dampfbad. Und so gut wie nie Puder oder Foundation.
    Liebe Grüße
    Mari

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    1. Ja, alle Ursachen kann man leider nicht verhindern. Bei mir ist das, ganz typisch, die Hormone...aber damit kann ich mich abfinden, zumal die Auswirkungen jetzt nicht mehr so krass sind: meine Haut sieht nicht mehr so unruhig aus und zwei Pickel kann ich überlegen ;).
      Ich reinige inzwischen wieder zwei Mal täglich; morgens mit Reinigungsmilch, abends mit Öl bzw. Öl-Emulsion. Abends, damit der Sonnenschutz , morgens, damit das überschüssige Serum herunterkommt. Ich habe eine zeitlang morgens nur Wasser benutzt, weil ich Angst hatte, dass das zu reizend ist. Aber die Produkte sind ja mild formuliert und es hilft besser gegen die Unreinheiten. Wegen des Sonnenschutzes benutze ich einen transparenten Puder; auch da hatte ich lange Angst, dass Mica oder Zinkoxid meine Unreinheiten verschlimmern. Dank reizfrei merke ich aber, dass meine Vermutung diesbezüglich falsch war.

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  9. Wahrlich eine Erfolgsstory =)
    Vielen Dank für die ausführlichen Einblicke, ich speicher mir das direkt mal ab ^^

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  10. Ein toller Beitrag! Auch ich habe auf reizfreie Pflege + täglichen SPF umgestellt und deutliche Verbesserung festgestellt,insofern kann ich dir da einfach nur beipflichten... die Umstellung lohnt sich allemal und es geht doch nichts über eine Hautpflege-Routine, die wirkt. :)

    LG
    Kat

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  11. Hey Strawberrymouse,

    welche Produkte verwendest Du den für deine Gesichtspflege?

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    1. Hallo Anonym ;),

      ich experimentiere und optimiere derzeitig noch. Morgens verwende ich eine milde Reinigungsmilch. Getestet habe ich schon die Shea von MG, I+M Freistil, Mysalifree und Urtekram No Perfume. Sind alle toll, unterscheiden sich lediglich in Punkto Konsistenz und Rückfettung. Danach verwende ich ein einen Feuchtigkeitsspender; z.B. das Aloe Vera Gel von der CremeKampagne. Zum Abschluss kommt ein okklusiver Sonnenschutz; ich verwende gerade den Alba Maris mit LSF 30 von Les Laboratoires de Biarritz. Abends habe ich bisher auch die Reinigungsmilch verwendet. In den kühleren Monaten bin ich zur Ölreinigung übergegangen und werde wohl dabei bleiben, weil sich der Sonnenschutz damit besser entfernen lässt. Da werde ich noch etwas rumprobieren, bisher war es das Reinigungsöl-Fluid von Balea. Im Anschluss wechsle ich: entweder das 2% BHA Peeling Liquid von Paula's Choice und darüber ein Öl (lange habe ich das Pai Rosehip verwendet, derzeitig das von Mysalifree) oder eine Nachtcreme; häufig habe die Shea Cream und Lotion von Martina Gebhardt gemixt. Einfacher und noch angenehmer finde ich die Nachtcreme von Mysalifree. Aktuell benutze ich die Tagescreme T von Myrto.

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  12. Ich finde es total interessant, was du schreibst, denn meine Schwester hat eine ähnliche Geschichte hinter sich. Auch sie hatte mit unreiner Haut zu kämpfen und hat alles mögliche probiert. Auch Sachen vom Hautarzt usw. Damit wurde ihre Haut aber nur immer schlimmer. Ich hab ihr damals schon gesagt, dass sie wahrscheinlich einfach nur eine empfindliche Haut hat und lieber schonende Sachen benutzen soll. Bis die Erkenntnis zur ihr durchgedrungen ist, dauerte es zwar noch ein wenig, aber seit einigen Jahren benutzt sie nun Pflege für sensible Haut, achtet auch auf Duftstoffe etc und auch ihre Haut ist extrem besser geworden seitdem.

    Liebe Grüße
    Michaela

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  13. Zu dieser Erkenntnis zu kommen, ist auch wirklich nicht einfach. Bei hat es auch erst Dank der Skincare-Community geklappt. Das Angebot auf dem Markt ist einfach so groß und es werden so viele Versprechungen gemacht, denen man dann eben glaubt. Und oft wird ja auch bedient was eben nachgefragt wird und das ist mein ein toller Duft :/

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Vielen Dank fürs Kommentieren :)

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