[Beautygeplänkel] Liebster Blogaward...oder: es wird mal wieder Zeit für ein Gespräch...

29.05.2016

Fräulein Immergrün hat mich nominiert: und zwar für den liebsten Blog-Award. Ich habe mich sehr gefreut, muss aber leider gestehen, dass ich zwar schon bei dem ein oder anderen Tag mitgemacht habe (zuletzt z.B. bei 7 Fakten über mich), aber noch immer zwei angefangene Posts, sprich zwei Nominierungen, in meinem Entwurfs-Ordner schlummern... 

Das liebste Fräulein hat aber ganz wunderbar passende Fragen zu Themen gestellt, über die ich mir schon länger Gedanken mache und über die ich ohnehin schreiben wollte. Und solche Schneeball-Geschichten sind ja auch immer etwas schwierig. Deshalb wandele ich das nun einfach ein wenig um; denn einen Beautygeplänkel-Post gab es auch schon ewig nicht mehr. Und mache es mir einfach, denn ich lasse die Fragen einfach mal so stehen - vielleicht hat ja noch jemand Lust diese zu beantworten?

Ich warne schon mal vor; dieser Beitrag wird etwas länger ;)

1. Warum bloggst Du? 

Diese - auf den ersten Blick - so einfache Frage, hat es ganz schön in sich, finde ich. Klar, ich könnte mit einem lapidaren "weil es mir Spaß macht" antworten und läge damit auch nicht falsch. Es macht mir nämlich großen Spaß und ich habe schon immer gern geschrieben - nur nicht von Anderen lesen lassen :D. Zurecht könnte man sich also fragen, was die sonstigen Beweggründe sind. Berühmtheit, Reichtum? Denn natürlich ist es schön, wenn andere Menschen das lesen, was man schreibt und man Feedback erhält. Und hier passiert das natürlich in einem anderen - meinem - Rahmen, ohne Wichtigkeit für die Zukunft, ohne Benotung. So dass ich mich schon manchmal frage, warum ich nicht eher damit angefangen habe...Aber manchmal auch mit einem anderen Druck, nämlich; interessiert es überhaupt jemanden, ob und was ich hier schreibe? Gefällt Anderen überhaupt was und wie ich schreibe? Sollte ich mir nicht endlich mal wieder die Zeit zum Posten nehmen? 

Mein eigentlicher Beweggrund mit dem Bloggen zu beginnen, war übrigens mein Kopf bzw. die Probleme, die ich mit meiner Kopfhaut hatte. Ich suchte im Internet und würde nicht so recht fündig. Der Umstieg auf NK-Shampoos brachte Erleichterung, also beschloss ich komplett umzustellen und dachte mir, dass es vielleicht auch andere Menschen gibt, die daran interessiert wären. Inzwischen habe ich weiter recherchiert, bin bei reizfreier Pflege angelangt und möchte zeigen, dass sich diese beiden Bereiche durchaus vereinen lassen: aus den richtigen Beweggründen und nicht aufgrund von Panik. Ich lerne immer noch dazu und möchte Andere daran teilhaben lassen. 

Zudem ist das Bloggen ein wunderbarer Ausgleich zu meinem Job, der mir unglaublich viel Freude bereitet, der aber sehr zeitintensiv ist, manchmal belastend und bei dem sich Berufliches und Privates sehr vermischen. 

Und der u.a. dafür verantwortlich ist, warum ich mich hier nicht zeige. Vieles wäre sicherlich einfacher, wenn ich das tun würde und ich finde es selbst sehr spannend das Gesicht hinter dem Blog zu sehen, aber dann wäre der Blog auch bald nicht mehr mein Refugium und diese Grenzziehung erlaubt es mir, den Blog eben als den Ausgleich zu nutzen, der er ist.

Übrigens wäre es gelogen, wenn ich sagen würde, dass ich am Anfang nicht auch mal gedacht hätte, dass so ein Presse-Sample toll wäre ;). Inzwischen habe ich dazu aber ein anderes Verhältnis...aber dazu kommen wir noch...











2. Bist Du zufrieden mit Deinem Blog oder würdest Du gern etwas ändern? Hast Du Ziele mit Deinem Blog?
Als Perfektionistin bin ich natürlich immer unzufrieden! ;) Das fängt bei der Formatierung an, geht weiter über das Layout und endet in der Auswahl der Themen. Es gibt so viele Bereiche über die ich gern noch bloggen würde oder die ich vertiefen möchte, aber manchmal mangelt es an den Skills (irgendwann schaffe ich das aber noch mal mit dem AMU ;)), viel häufiger aber an der Zeit. Auch wenn mein Schreibstil eher zwanglos ist, wenn ich etwas schreibe, dann muss das auch Substanz haben. Klar, ich könnte auch Beiträge á la "10 Beauty Hacks gegen Cellulite" verfassen oder an irgendwelchen "Detox Challenges" teilnehmen, aber ich möchte hinter dem stehen was ich schreibe. Und natürlich ist da ein Aufgebraucht-Post schon mal schneller getippt als ein Skincare- oder ein "ich räume mit irgendwelchen Beautymythen auf"-Post. Aber selbst die schreibe ich nicht innerhalb einer halben Stunde runter, weil ich mir Gedanken mache, Inhaltsstoffe noch mal prüfe und recherchiere, ob meine Annahmen so stimmen. Das ist mein eigener Anspruch: ich möchte nicht irgendwelche Behauptungen aufstellen, die so vielleicht nicht stimmen, nur um Content zu produzieren. 

Insofern bin ich aber mit einer Sache inzwischen sehr zufrieden: nämlich, dass ich für mich meine Nische gefunden habe. Ich finde Naturkosmetik nach wie vor toll und kaufe sie vor allem aus Umweltgründen, aber ich muss nicht den kompletten Bereich verteufeln, weil ich mich inzwischen für Skincare interessiere. Gleichzeitig muss ich nicht alles toll finden und meine konventionellen Produkte verstecken, weil ich ja NK-Bloggerin bin und fürchten, dass ich mich andernfalls unbeliebt machen könnte. 

Best of both worlds, eben. 

Deshalb ist auch die Frage nach den Zielen so interessant. Für mich war auch die Entscheidung, dass ich das genau so handhaben möchte und damit den Blog nicht monetarisieren, eine ganz wichtige. Ich muss nicht gefällig schreiben und so tun als würde ich Marken toll finden, obwohl ich nicht dahinter stehe, weil sie groß sind und im Zweifelsfall Reputation und Kooperationen bedeuten (ich möchte auch niemanden unterstellen, dass er das tut). Könnte ich auch gar nicht. Und natürlich sehe ich was bei anderen Blogs gut funktioniert, könnte das übernehmen und mehr Follower und Reichweite erzielen. Aber das möchte ich gar nicht, denn das wäre nicht ich. 

Soll nicht heißen, dass ich nein schreien würde, wenn eine Marke auf mich zu käme und sagen würde: "Mensch, Du schreibst immer begeisterte Reviews über unsere Produkte, hier, wir bezahlen Dich mal dafür" ;). Da das aber mit Sicherheit nicht passiert, könnte es durch aus passieren, dass ich irgendwann mal einen Affilate-Link einbaue, weil ich bei dem Shop ohnehin bestelle oder mal einen Rabatt-Code veröffentliche, weil das einen Mehrwert für den Leser hat. Aktiv bemühe ich mich aber nicht um so etwas. 

3. Was war Dein schönstes Blog-Erlebnis bisher?

Puh, das ist ganz schön schwer zu beantworten, weil es da eigentlich recht viel gibt. Jede Form der Anerkennung ist immer ein schönes; sei es ein Kommentar, eine eMail oder ein neuer Abonnent. Ich finde es einfach immer wieder unfassbar, dass es Menschen gibt, die das lesen was ich schreibe - insbesondere wenn man bedenkt was für eine Vielzahl an Blogs es gibt. Und dann nimmt sich auch noch jemand Zeit dafür! Aber auch wenn eine Firma einem einfach mal eine "Danke"-eMail schreibt, weil man sie erwähnt hat oder man, zwischen all den generalisierten PR-Mails eine bekommt, bei der man wirklich merkt, dass jemand den Blog gefunden und tatsächlich gelesen hat.

Zu den schönsten Erlebnissen gehört es aber auch immer wieder andere Blogger zu treffen und festzustellen, dass es oft auch im wahren Leben passt. Jeder der ein Hobby hat, wird wohl nachvollziehen können, wie schön es ist, wenn man auf Gleichgesinnte trifft. Noch schöner, wenn man nicht nur "Blogger-Kolleginnen" trifft, sondern "Blogger-Freundinnen" findet. Da erscheint einem eine spontane über 300km weite Fahrt zu einem Beautyevent mit Menschen, die man noch nie gesehen hat, plötzlich gar nicht mehr so komisch ;).

4. Welcher Bloggerin (oder Blogger) würdest Du gern einmal persönlich sagen, dass Du Ihren Blog ganz besonders gerne liest?

Auch diese Frage ist gar nicht so leicht beantworten - ich hoffe ja, dass die Blogger deren Blogs ich regelmäßig lese und kommentiere, das wissen. Und ein einige konnte ich ja auch schon persönlich kennen lernen. Du, liebes Fräulein Immergrün, fehlst noch. Ich mag nämlich nicht nur die Fotos ;). Ansonsten wohl Heli, die inzwischen so ein bisschen ein Rollen-Vorbild geworden ist, weil sie zeigt, dass man sich sehr wohl für Inhaltsstoffe und Naturkosmetik interessieren kann und sich auch als Blogger nicht zwangsläufig zeigen muss - und trotzdem Menschen erreichen kann. Und weil ich, Snapchat sei Dank, denke, dass sie einen großartigen Humor hat und wir ähnliche Ansichten teilen.

Außerdem Pia von SkincareInspirations wegen ihres unglaublichen Sonnenschutz-Wissens (und Inhaltsstoffe generell), weil ich gern mal ihr Bücherregal durchstöbern würde und wir beide Popper toll finden.^^ Aber da gibt es auch noch eine Reihe anderer.

5. Gibt es etwas, das Dich an der deutschen Blogosphäre stört?

Ich weiß nicht, ob es die deutsche Blogosphäre gibt, weil es so viele Themenbereiche gibt über die man schreiben kann. Ich bin ziemlich vom Systemdenken geprägt und gehe daher davon aus, dass es da eher mehrere "Systeme" gibt. Ich lese z.B. keine Technik-Blogs, also kann ich die Lage dort nicht beurteilen. In Sachen Beautyblogs empfinde ich den NK-Bereich auch eher als Subsystem. Und ich finde,ein ganz tolles. Ich lese ja auch ein paar konventionelle Kosmetik-Blogs und da bekommt man schon eher mit, dass es Zwistigkeiten gibt, weil sich untereinander nicht geholfen wird. Ich empfinde das "bei uns" als anders: da gibt es nicht den Druck Mitbloggern Dinge vor zu enthalten, weil man als Erstes darüber berichten möchte; auch Artikel werden gern geteilt und auf Blogs hingewiesen. In meinem Post zur Vivaness habe ich ja das Miteinander auch schon beschrieben. Ich empfinde uns eher als Community. Aber das ist nur mein Eindruck und könnte auch daran liegen, dass der Anteil an Freizeit-Bloggern hier noch überwiegt.


Was mich generell stört - und manches schleicht sich leider auch in unserem Bereich ein - ; wenn nicht richtig gekennzeichnet wird. Das fängt bei Affiliate-Links an und endet bei bezahlten Artikeln. Ich habe nichts gegen solche Links; im Gegenteil, wenn ich ohnehin etwas kaufen möchte, dann klicke ich auch gern auf eben diesen und unterstütze denjenigen. Nur, wissen möchte ich das eben schon - und nicht nur an der URL erkennen. Bei PR-Samples und Sponsored Posts sieht's ähnlich aus. Und obwohl ich eher ein "Blöggchen" unterhalte, im Zweifelsfall bekomme ich die selben Anfragen...oder man tauscht sich aus und daher erkenne ich die fehlende Kennzeichnung schon. Das stimmt mich dann traurig und ich empfinde das - insbesondere -Lesern gegenüber, die nicht selbst bloggen, als unfair. Und mir letztlich auch...

6. Wie stehst Du zu Pressesamples?

Hach, wo fange ich da nur an?^^ 

Vielleicht bei der Definition. Bei mir hat sich im Laufe der Zeit da tatsächlich eine Differenzierung eingeschlichen. Ich kann gar nicht so genau den Finger drauf legen, aber für mich macht es schon einen Unterschied, ob man etwas bei einer Messe bekommen hat (und da könnte man auch noch mal unterscheiden zwischen dem Tütchen, das standardmäßig jeder bekommt oder man sich länger unterhalten hat und dann gezielter ein Produkt in die Hand gedrückt), etwas ungefragt zugeschickt oder tatsächlich eine Anfrage per eMail erhält und sich im Zweifelsfall etwas aussucht. Das ist wohl auch der Grund, warum ich immer erwähne woher ein Produkt genau stammt. Anfangs hatte ich immer die Befürchtung, dass ich ein Produkt nicht wirklich objektiv beurteilen könne, weil ja jemand so nett ist und mir etwas "umsonst" schickt. Gerade wenn es sich um hochpreisigere Artikel handelt. Diese Befürchtung habe ich inzwischen nicht mehr, weil man das durchaus kann. 

Allerdings sehe ich da eine andere Gefahr: nämlich, dass nur noch über tolle Produkte geschrieben wird. Klar, eine begeisterte Review macht mehr Spaß als eine negative, aber führt eben auch zu Wettbewerbsverzerrungen. Liv hat vor einiger Zeit mal einen Flop-Artikel geschrieben, der auch PR-Samples enthielt, was ich absolut großarig fand, dafür aber auch negatives Hersteller-Feedback erhalten. Und das ist so eine Sache, die ich für nicht hinnehmbar halte und die zu weiteren Verzerrungen führt, wenn sich dann eben gescheut wird solche Artikel zu verfassen...

Zudem sind PR-Samples, sobald ich sie öffentlich zeige, so gar nicht mehr umsonst, weil ich Fotos mache, etwas schreibe und es auf sozialen Kanälen teile. Wenn man dann Kosten und Nutzen - gerade, wenn es sich um ein günstigeres Produkt handelt, in Relation setzt...ihr könnt es Euch ausrechnen. Deshalb finde ich Sponsored Posts auch völlig legitim (solange sie auch so gekennzeichnet sind, versteht sich ;)). Auch wenn ich diese manchmal etwas unfair finde; ich verstehe durchaus, dass man sich sein Taschengeld damit aufbessern möchte. Nur, wenn es sich dabei dann um ein Produkt/Marke handelt, das/die ich ja "ohnehin toll finde", folglich ich sowieso darüber geschrieben hätte, dann finde ich das auch irgendwie unfair. Aber das mag dann an meiner Einstellung liegen und zeigt, dass ich als professionelle Bloggerin ungeeignet bin ;)

Unschön finde ich PR-Samples dann, wenn sie mir unaufgefordert zugeschickt werden. Letztens habe ich bei Instagram ein Blogger-Päckchen von Weleda gezeigt. Ich kann mich übrigens nicht erinnern, dass ich mich jemals in den Blogger-Newsletter eingetragen hätte, den ich nun bekomme. Klar, Überraschungen können etwas Schönes sein und in diesem Fall habe ich mich auch gefreut. Und ich hoffe ja insgeheim, dass da jemand etwas geguckt hat. Denn ich hätte auch die Tagespflege bekommen können, die nicht reizfrei ist. Und ich habe jetzt schon die Stimmen im Ohr, die immer tadelnd erklingen, wenn ein Blogger sich genervt über solche Päckchen zeigt; schließlich könne man sich ja darüber freuen, dass man etwas umsonst bekäme. Ich hab' aber auch schon konventionelle Fußpflegeprodukte zugeschickt bekommen ohne, dass ich darum gebeten hätte oder gar gefragt worden. Und so stapeln sich dann eben genau diese Produkte, die man natürlich nicht wegwerfen will und sucht "Opfer" um das dann umzuverteilen. Natürlich wird sich darüber gefreut, aber es hat ja einen Grund warum ich diese nicht benutzen möchte und ich habe dann immer so ein leicht schuldiges Gefühl, auch wenn die andere Person auf sowas gar nicht achtet.^^ 

Und da wären wir wieder bei "Blöggchen"; ich unterhalte einen unter vielen NK-Blogs, durch die Verortung in der "reizfrei"-Abteilung noch nicht mal für alle so klar positioniert ist, ich trage mich in keine Blogger-Newsletter ein oder schreibe PR-Agenturen an und dennoch bekomme ich Anfragen und Produkte. Wenn ich das so hochrechne, habe ich 5 Messen besucht (2x Vivaness, 3x BioNord) und war auf 2 Events, das ist gar nicht mal so viel und dennoch hatten sich hier zeitweilig Mengen angesammelt, die ich selbst schon erdrückend fand. Soviel also auch zur Erklärung, warum sich im Laufe der Zeit auf den Blogs auch immer mehr PR-Samples einschleichen. Und wenn ich an meine geringe Reichweite denke, möchte ich gar nicht wissen wie es da bei großen Bloggern aussieht...

Und ich finde, dass sich das mit dem Grundgedanken hinter NK beisst. Inzwischen bin ich dazu übergegangen Produkte auf Messen abzulehnen. Ich trage mich weiterhin nicht bei Newslettern ein und nehme auch nur dann Angebote an, wenn sich das mit meinen Vorstellungen deckt. 

Trotz aller Kritik finde ich nicht, dass PR-Samples etwas Schlechtes sind. Man kann diese objektiv beurteilen und natürlich ist es eine gute Gelegenheit neue Produkte auszuprobieren. Solange sich alles in Maßen hält. Wenn ich also welche auf dem Blog zeige, dann könnt Ihr sicher sein, dass ich mir da im Vorfeld sehr Gedanken darüber gemacht habe.

7. Was hat sich Deiner Meinung nach in den letzten Jahren in der Kosmetikindustrie bezüglich Naturkosmetik verbessert?

Tatsächlich fällt es mir etwas schwer dies wirklich zu beurteilen, schließlich nutze ich NK erst seit gut 3 Jahren. Grundsätzlich finde ich, dass sich schon einiges getan hat; die Auswahl ist enorm gewachsen und man wird je nach Bedürfnislage fündig. Ja, auch reizfrei pflegen klappt inzwischen sehr viel besser ;). Trends der konventionellen Kosmetik werden aufgegriffen und in vielen Bereichen muss sich NK nicht mehr verstecken. Man denke z.B. an den dekorativen Bereich. Gerade im höherpreisigen Segment halten Marken locker mit den konventionellen Konkurrenten mit. Aber Abstriche wird man immer machen müssen. Eine Benecos-Mitarbeiterin hat es auf der Vivaness letztes Jahr schön ausgedrückt: der Kunde wünscht sich die selbe Performance, erwartet gleichzeitig aber, dass die Inhaltsstoffe minimalistisch sind. Geht natürlich nicht, hinzu kommen die Restriktionen des Feldes. Auf matte liquid Lipsticks und maximal haltbare Mascara werden wir wohl noch länger warten müssen ;).

8. Welche Tipps würdest Du NK-Neulingen mit auf den Weg geben?

Glaubt nicht alles was Ihr hört oder lest!

9. Auf welche drei Kosmetikprodukte möchtest Du bei Deiner Pflege- und Schminkroutine auf keinen Fall mehr verzichten?

Ein mildes Reinigungsprodukt, Sonnenschutz und ein gutes Hautöl.

10. Welche Marken reizen Dich besonders und warum?

Kommt drauf an wie man "reizen" definiert ;). Es gibt so einige Marken, deren Werbeversprechen und Pflegetipps mich reizen...negativ^^.

Alles was nicht leicht erhältlich ist: Coleur Caramel, Studio 78, UndGretel, einfach weil ich davon kaum oder kein Produkt habe und keine Möglichkeiten sie mal auszuprobieren. Von HIRO würde ich auch gern mehr testen. Und Veg Up, weil ich die bei der Vivaness völlig übersehen habe. 

11. Was sind Deine drei Lieblingstipps für eine schöne, gesunde Haut?

Tensid-, Duftstoff- & Alkoholfrei ;). Auch wenn ich mich diesbezüglich wiederhole, aber nichts tut der Haut besser als eine milde Pflege. 




Vielen Dank für's Durchhalten! :)

Und, wie seht Ihr das mit den PR-Samples?


Kommentare:

  1. Ich nehme gern PR-Samples an, die ich interessant finde und freue mich auch über unangeforderte Produkte soweit sie zu meinem "Fachgebiet" passen (also Naturkosmetik). Bei mir kommt das aber nur selten vor - und übrigens schreibe ich nie selbst Unternehmen an sondern reagiere nur auf Anfragen. Aber ich blogge nicht wegen der PR-Samples. Seit ich blogge kaufe ich dummerweise viel mehr und viel teureres Zeug als ich ohne den Blog konsumieren würde, weil ich darüber schreiben will oder auf anderen Blogs angefixt wurde. Von daher sehe ich PR-Samples als kleinen Auslgeich. Und klar ärgert es mich auch ein bisschen, dass ich unbezahlt Werbung mache und fühle mich ausgenutzt, aber andererseits wäre es auch blöd, aus Trotz nicht über Produkte zu schreiben, die ich gut finde.

    Und dann ist da noch die rechtliche Grauzone, in der man sich als Blogger bewegt: ab wann wird man steuerpflichtig? Da ich noch keine klare Antwort gefunden habe (im Netz kursieren unterschiedliche Meinungen und mein Finanzamt hat meine Anfrage dazu einfach ignoriert) interpretiere ich es für mich so: solange ich kein Geld einnehme, sondern nur unverbindlich zugeschickte Produkte erhalte, sind das für mich Geschenke. Damit fühle ich mich sicherer und lehne alle darüber hinausgehende Kooperationsanfragen und auch Affiliat-Links ab (manchmal schweren Herzens). Ich blogge aus Spaß. Sobald Steuer-Papierkram dazu kommt, habe ich schon keine Lust mehr - das lasse ich nicht zu!

    Danke für die Gedanken-Anstöße! Ich könnte noch viel mehr dazu schreiben. Flop-Artikel finde ich übrigens auch sehr lesenswert - schade, dass manche Unternehmen sich dann gleich auf den Schlips getreten fühlen.

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    1. Vielen Dank für Deine Gedanken!

      So halte ich es auch und ich muss gestehen; dass ich eine zeitlang diese Produkt-Euphorie auch verspürt habe. Man kauft tatsächlich eher etwas, weil man darüber eben auch bloggen kann. Inzwischen habe ich das aber glücklicherweise im Griff. Ich bin neugieriger geworden, probiere mehr aus und das macht mir Spaß - so soll es ja auch sein. Aber ich hinterfrage eben auch, ob ich das wirklich benötige. Ansonsten wird m.E. der Sinn von NK ad absurdum geführt.

      Oh ja, der Papierkram spielt auch eine Rolle. Ich hatte z.B. eine Anfrage, ob ich als Beraterin tätig werden möchte, aber das würde eben einen Gewerbeschein und eine zweite Steuererklärung bedeuten. Und darauf habe ich wirklich keine Lust :D

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  2. Sehr unterhaltsam :)
    [Und bei Heli kichere ich auch bei den Snaps sehr, ein toller Humor!]

    Ich finde eine offensichtliche Kennzeichnung wichtig, wenn irgendwo ganz am Ende des hochgelobten Produkts ein minimales "kostenlos zur Verfügung gestellt" auftaucht...hinterlässt das einfach einen schalen Beigeschmack.
    Die Firmen finde ich allerdings auch etwas heuchlerisch, PR Samples in einer Art Gewinnspiel zu vertreiben. Ist es dann Gewinn oder PR Sample? Schließlich könnten auch Nicht-Blogger gewinnen.
    Schwierig. Alles in allem: Irgendwie schwierig.
    Deswegen schreibe ich auch immer in knappen Worten dazu, wo ich Sachen her habe, sollte ich tatsächlich etwas bekommen.

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    1. Gott sei Dank! Bei der Wall of Text ;)

      Sehe ich auch so und stimmt, wenn ganz unten erst irgendwo die Kennzeichnung auftaucht, fühle ich mich auch veralbert. Dabei sind PR-Samples ja nichts Schlimmes.

      Stimmt, das wäre noch eine weitere Unterscheidung. Man nimmt ja auch mal an Gewinnspielen teil - was ist dann damit? Gefühlsmäßig werte eMail-Anfragen und daraus dann das Zusenden als PR-Samples...alles andere ist so eine Grauzone...

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  3. Ja! Bei PR- Samples bin ich auch schlecht aufgelegt, was da manchmal so verlangt wird. Da soll man innerhalb weniger Tage eine riesige Review zu einem Produkt schreiben ... obwohl man noch 5 gleichartige angebrochen hat. Wäre ich mit meinem Blog steuerpflichtig, ginge keine PR- Anfrage unter 500 € in die engere Auswahl. Und da mir das keiner bezahlen würde, probiere ich es gleich gar nicht erst. Und schreibe auch unliebsame Fail-Postings, denn die gehören für mich dazu.

    Bei Hobbybloggern stört mich gewaltig der Nachsatz: "Ich schreibe nur über Produkte, die mir gefallen haben. Was mir nicht gefällt, taucht nicht auf." Ja hallo, und wenn mir was nicht gefällt, darf ich auf dem Blog nicht drüber schreiben, werde aber mit PR- Samples zugemüllt? Das ärgert mich. Ich bin ziemlich sicher, dass mein Blog bei vielen Firmen auf einer schwarzen Liste steht, weil ich auch mal unangenehme Sachen schreibe. Dabei gäbe es bloß eine Handvoll Firmen, von denen ich Samples haben wollte, weil ich sicher bin, dass mir die Produkte gefallen. Den Rest bräuchte ich gar nicht.

    Ich freue mich immer über Transparenz, das kennzeichnen von Beiträgen gehört für mich zur Pflicht, nicht zur Kür.

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    1. Das ist ein guter Punkt, den ich mit Wettbewerbsverzerrung meine. PR-Sample bekommen ist ja gut und schön, aber immer nur gefällig über die schreiben, die mir gefallen? Gerade, wenn man dann vielleicht auf Instagram gezeigt hat, was man bekommen hat...und ein Bild bleibt ja oft besser im Gedächtnis...und dann taucht nirgends auf, dass das Produkt eigentlich unsagbar schlecht ist.
      Bei professionellen Blogs finde ich das fast noch schlimmer...

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  4. Eine sehr schöne Abendlektüre, die du da verfasst hast!
    Ich bin ja noch sehr neu unter den Bloggenden und habe deshalb keine Erfahrung, wie das so mit PR-Samples abläuft. Ich hätte insofern Angst, als, dass ich schon bei Pröbchen, die jedem gegeben werden, den Drang zur Reziprozität habe und mein Gewissen erst dann beruhigt ist, wenn ich das irgendwo erwähne.
    Ich finde es sehr schön, dass du aus Spaß bloggst und merke das auch an deinen Texten. Ich habe bei deinen Reviews immer den Eindruck, dass sie ehrlich und differenziert sind.
    Liebe Grüße,
    Leela

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    1. Mein Wort zum Sonntag ;)

      Das freut mich!

      Ja, die Sache mit der Reziprozität. Inzwischen denke ich, dass man sich schon davon frei machen kann. Aufgrund der Bloggröße bekomme ich vermehrt generalisierte eMails und da kommt schon eher das Gefühl auf, dass eben vermehrt ums Geschäft geht. Das gibt einem die nötige Distanz, denke ich.

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  5. Einfach Danke =)
    Ich habe den Award auch erhalten, kam aber noch nicht zum Antworten. Wie immer sind wir uns in so vielem einig (ich glaube, ein Treffen wäre sehr unterhaltsam).
    Das mit den PR-Samples sehe ich auch kritisch. Ich kennzeichne ja relativ weit oben in dem "Fakten" Bereich, wenn es sich um ein Sample handelt, damit der Leser einfach Bescheid weiß. Da ich aber fast nur abgesprochene PR-Samples erhalte, kann ich kaum klassische Flops zeigen, nur eben manchmal irgendwelche Nachteile am Produkt selbst.
    Das stört mich nämlich auch sehr: ungefragte Samples! Gerade von Alviana bekomme ich ab und an was und meist kann und will ich das noch nicht mal benutzen und beschenke dann eben Freundinnen damit.

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  6. Ich fand Deinen Artikel sehr unterhaltsam liebe Sandra, Danke dafür!
    Ich kennzeichne PR-Samples stets mit einem Sternchen bereits in der Überschrift des Blogposts und schreibe dann unter den Post die Erklärung des Sternchens, also dass es sich um ein PR-Sample handelt.
    Ich sehe das genau wie Karin, dass für mich auch Negatives und Flops dazugehören, vollkommen gleichgültig ob es sich dabei um ein PR-Sample handelt oder nicht und bin auch immer ein wenig verwundert, wenn ich den Spruch lese, dass nur Sachen auf den Blog kommen, die einen überzeugt haben. Ich finde es enorm wichtig, auch die negativen Erfahrungen mitzuteilen, denn jeder weiß ja, dass es eine subjektive Meinung ist. Mich würde es dann doch langweilen, stets nur Jubelberichte auf Blogs zu lesen.
    LG!
    Meike

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  7. Ach toll, ich freue mich sehr über Deine Antworten und habe ganz leicht durchgehalten :) Aber ich mag deinen Schreibstil auch, dass habe ich ja schon geschrieben.
    Du hast mir in einigen Punkten sehr aus der Seele gesprochen und wir teilen da ganz ähnliche Gedanken.
    *Wie machen das eigentlich große Beautyblog?!* Ich habe keine Ahnung! Die müssen einfach mehr Körper haben als wir ;) Wir "Hobbyblogger" leisten ebenfalls einen tollen Beitrag zur Blogosphäre, wie ich finde, vielleicht auch, weil wir uns eher trauen, Flop-Produkte zu zeigen und zu erwähnen.

    Bei PR-Samples bin ich anfangs auch ähnlicher Meinung gewesen wie du: Kann ich überhaupt objektiv drüber schreiben? Am Anfang habe ich mich regelrecht gezwungen und hinterfragt, mag ich das Produkt jetzt wirklich oder eher nicht?!
    Ich hoffe, dass ich für meine Leser meine PR-Samples gut genug kennzeichne - ausbaufähig ist es allerdings mit Sicherheit und ich mag deinen Ansatz, genau zu beschreiben, woher das Produkt kommt. Manchmal hat da schon Erwähnung auf dem Blog gefunden.

    Ich danke dir für deine tollen Antworten - schönes Wortspiel mit den reizenden Produkten ;) Soweit habe ich nicht gedacht, sondern meinte durchweg positive.

    Grünste Grüße

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  8. Ganz toller Artikel! Da ich über mein Leben mit Depression blogge, hab ich keine Erfahrungen mit PR-Samples.

    Allerdings hab ich eine hier vllt untypische Frage. Auf dem einen Bild hast du ein schönes Heftchen abgebildet, mit dem Vermerk BLOG. Darf ich wissen, was du so alles in dein Heftchen schreibst? Ideen zum Bloggen oder ?
    Vielleicht kann ich ja noch was lernen *g

    Lächelnde Grüße
    Melle von Seelentief

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  9. Ich schick Dir einen dicken Schmatzer!
    Danke für dieses schöne Kompliment.

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Vielen Dank fürs Kommentieren :)

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