Cleaning Out My Closet

31.10.2016

Auch wenn es im Sommer ziemlich ruhig auf dem Blog war; untätig war ich nicht. 
Nicht erst seit dem Minimalismus und Magic Cleaning groß in Mode sind, weiß ich: ich bin eine hoffnungslose Sammlerin. Das kann durchaus ein schönes Hobby sein, wenn es sich denn auf einen bestimmten Bereich beschränkt. Leider ist das bei mir nicht der Fall: Zeitungsausschnitte und Papierreste, die man ja irgendwann mal zum Basteln benutzen könnte, Kosmetikproben, die man für Kurztrips aufhebt, Schmuck, den man zwar nie trägt, der einen aber an die Klassenfahrt in der 4. erinnert und Kleidung mit der man sich in der Öffentlichkeit nie blicken lassen würde, die man aber irgendwann mal ganz sicher zum Tapezieren anziehen wird. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie selbst tapeziert...aber dann eben zum Streichen ;)

Schon länger fasziniert hat mich das Konzept der Capsule Wardrobe, von dem Ihr sicher schon gehört habt: Ziel ist es, eine überschaubare Anzahl an Kleidungsstücken zu besitzen, die sich vielfältig miteinander kombinieren lassen. Dabei begrenzt man Kleidungsstücke, Schuhe und Accessoires auf eine Summe x. Je nach Ansatz erstreckt sich dies auf das ganze Jahr, manche brechen die Anzahl auf ein halbes Jahr oder viertel Jahr herunter. Vorbei die Zeiten mit einem vollen Kleiderschrank und dem Gefühl nicht zu wissen man anziehen soll. Die Vorteile liegen auf der Hand: man spart Platz, Zeit und Geld.

Abgesehen vom Platz - vor unserem Umbau habe ich meine Kleidung tatsächlich an 3 verschiedenen Orten gelagert -, habe ich mich jedoch gefragt, ob so eine strenge Begrenzung für mich überhaupt Sinn ergibt. Ich hatte morgens noch nie das Problem, dass ich vorm Schrank stand und eine halbe Stunde überlegen musste, was ich anziehen soll. Lassen sich die häufig genannten "Key Pieces" überhaupt in meinen Kleidungsstil integrieren? Und, ist das nötig? Ich arbeite im Sozialwesen; selbst bei offiziellen Terminen kann ich tragen was ich möchte. Ich liebe den Zwiebellook und trage meine Kleidung ohnehin das ganze Jahr hindurch. Und manchmal trage ich auch einfach gern mal mein T-Shirt vom Stader Turnfest '96 ;).



[Review] Lily Lolo Nailpolish Temptress*

26.10.2016

Ich bin ein Sommerkind. Folglich kann ich den Monaten, in denen die Tage kürzer und kälter werden, nicht viel abgewinnen. Jetzt ist es aber nicht so, dass ich dem Herbst nicht versöhnlich gegenüber stünde; Spaziergänge im bunten Herbstlaub, leckere Heißgetränke und Sonnenstrahlen, die die Felder in goldenes Licht tauchen. Da macht selbst mir die dritte Jahreszeit Spaß.

Nur in den letzten Tagen ist davon wirklich nicht viel zu merken. Tagein und -aus grau, neblig und nass ist es. Herr Herbst, ich bin enttäuscht!

Zeit also, selbst ein wenig Farbe ins Spiel zu bringen. Von Najoba habe ich den Lily Lolo Nagellack in Temptress zur Verfügung gestellt bekommen. Seit ich auf Naturkosmetik umgestiegen bin, bin ich regelrecht zu einem Nagellackjunkie mutiert. Böse Stimmen behaupten, ich könne mir die Nägel jeden Tag in einer anderen Farbe lackieren. Soweit ist es dann doch (noch) nicht und so war ich über diesen neue Schätzchen in meiner Sammlung sehr erfreut. Seit Lancierung der 6 Lacke der Londoner Marke, wollte ich diese nämlich unbedingt ausprobieren.


Die Lacke der Cruelty Free- und UK Vegan Society zertifizierten Marke sind 8free, also frei von Toluene, Formaldehyd, Dibutyl Phthalate, Formaldehyd-Harz, Formaldehyd, Parabene, Xylen, Camphor und Kolophonium.  8ml kosten 8,95€. Preislich liegen die Lacke also im Mittelfeld.


Die Pinsel hat eine angenehme breite; nicht zu schmal, aber auch nicht zu breit, so dass der Auftrag gut gelingt und einigermaßen präzise ist. Der Lack deckt in einer Schicht und trocknet auch relativ schnell. Das Finish ist sehr glossy.


Anders als die Promobilder und Beschreibungen es vermuten lassen, ist Temptress nicht so "purple", "plum" oder "violett" wie beschrieben. Ich finde Fuchsia trifft es viel besser.


So toll die Deckkraft ist; was die Haltbarkeit betrifft, würde ich dennoch zwei Schichten lackieren, da mit einer naturgemäß schneller Tippwear auftritt (bei mir nach etwa einem Tag, das ist aber natürlich auch davon abhängig wie viel und was Ihr mit den Händen so macht).

Ablackieren lässt sich der Lack mühelos - auch mit NK-Entfernern (ich benutze zur Zeit den von Terra Naturi).

Temptress ist für mich eine schöne Herbstfarbe, denn sie bringt Licht ins Dunkel ohne zu sommerlich zu wirken. Das Lackieren geht schnell von statten und die Entfernung ebenfalls. In Sachen Haltbarkeit könnte er einen Tick ausdauernder sein, aber bei kräftigeren Farben fällt Tippwear einfach auch schneller auf. Den Preis empfinde ich als moderat. 
Temptress ist definitiv meine liebste Farbe der 6. Ich hoffe, das Sortiment wird noch erweitert, denn ich fühle mich 'verführt' meine Sammlung um den ein oder anderen Lily Lolo Lack zu erweitern ;)


Seid Ihr auch so Nagellack-verrückt? Wie bringt Ihr Farbe in den grauen Herbst?

Und zum Abschluss noch einmal in güldenem Licht: ;)




Der Lack wurde mir kosten- und bedingungslos von Najoba zur Verfügung gestellt. Der Rest ist meine Meinung ;) Der Post enthält keinerlei Affilate-Links.

[OnTour] BioNord 2016

22.10.2016

Anfang Oktober war es wieder einmal soweit: BioNord in Hannover. Der Name verrät es schon; dabei handelt es sich um Biomesse für den Fachhandel, also eigentlich für Hersteller, Lieferanten und Abnehmer in Form von Naturkostläden, Biosupermärkten etc.. Diese findet 4x im Jahr, quasi in jeder Himmelsrichtung statt. Spannend dabei: alle Messen sind komplett klimaneutral! Kompensiert werden die Emissionen, die durch das Betreiben der Messehallen und die An- und Abreisen der Besucher und Aussteller entstehen, durch Humusaufbau auf Bio-Bäuernhöfen. 
Dieser tollen Idee habe ich mich quasi angeschlossen und bin auch diesmal wieder mit dem Zug statt des Autos angereist. Die Rückreise war allerdings mehr als beschwerlich; erst habe ich mich bei den Abfahrtszeiten geirrt (seit wann gibt es Züge, die nur Mo-Do verkehren!?) und dann ist mein Zug gleich komplett ausgefallen. Am Ende hat mein Freund mich dann - mit dem Auto - aus der nächstgrößeren Stadt abholen müssen. Eine Sünde mehr in meine CO2-Bilanz...

Wintersonnenblende

Nichtsdestotrotz habe ich wieder einmal einen interessanten und lustigen Tag verlebt. "Mitschuld" daran tragen Pretty Green Woman und Mexicolita. Es war also wieder einmal "Beauty-Klassenfahrt" angesagt ;). Obwohl die Messe im Gegensatz zur Vivaness recht überschaubar ist, haben wir es dennoch verpasst, Nur mal kurz gucken (via Link geht's auch direkt zu ihrem Bericht) über den Weg zu laufen :(. Dafür hatten wir dann Verstärkung der anderen Art dabei; nämlich unseren persönlichen Fotografen. Schaut auf jeden Fall mal bei Wintersonnenblende vorbei: die Fotos sind großartig! Kudos für's Aufnehmen mit der Schminkbande, dem Ertragen des Mädchenkrams und natürlich den tollen Fotos - und das sogar auf fremden Terrain!
Event-Berichte scheitern bei mir ja immer an der visuellen Umsetzung; bei Messen habe ich spätestens am dritten Stand nämlich entweder keine Lust mehr zu fotografieren oder vergesse es, weil die Gespräche und Produkte so interessant sind...

Im Change Management-Post habe ich ja bereits angedeutet; bei mir hat sich in letzter Zeit so eine gewisse NK-Müdigkeit breit gemacht. Nicht ganz unschuldig daran ist sicher auch meine Umstellung auf reizfreie Pflege und auch diesmal musste ich feststellen, dass alle neuen Produkte, die speziell für sensible Haut ausgelobt waren, eben genau dies nicht sind. Zwei Herzen in meiner Brust: zum einen fehlt mir natürlich die Varianz und damit die Euphorie sich auf neue Produkte zu stürzen, andererseits eben auch nicht, weil ich so nicht den inneren Druck verspüre möglichst viel Neues auszuprobieren, um darüber bloggen zu können. Aus diesem Grund kann ich auch gar nicht so viel in Sachen NK berichten. Ich hoffe, meine kleine Führung gefällt Euch trotzdem...

Wintersonnenblende

[Review] Myrto Naturalcosmetics Bio Argan Cleansing Cream T*

18.10.2016

Passend zum kalendarischen Herbstanfang hat auch mein Körper den inneren Schalter umgelegt; dufttechnisch finde ich alles Vanillige auf einmal viel ansprechender als Zitrusdüfte und Zimt ist plötzlich mein Lieblingsgewürz. Ich bin ständig müde und könnte nur noch schlafen oder wahlweise in der Badewanne liegen. Und meine Haut wird auch wieder trockener.

Im Mai habe ich schon mal die Day Cream T von Myrto Naturalcosmetics vorgestellt. Vor einiger Zeit durfte ich mir erneut zwei Produkte aussuchen. Seit der Ankündigung der Gesichtsmaske, wollte ich diese, weil reizfrei, unbedingt ausprobieren. Und da das Testen reizarmer NK-Reinigungsmilchen quasi zu meinem Hobby geworden ist, fiel meine zweite Wahl auf die

Myrto Naturalcosmetics Bio Argan Cleansing Cream T


Change Management

11.10.2016

Beruflich habe ich es jeden Tag mit Veränderungen zu tun.
Die einzige Konstante ist wohl, dass sich der Tag nie so gestaltet, wie ich es ursprünglich geplant habe. Die Ironie daran; privat mag ich Veränderungen überhaupt nicht. Und das ist vermutlich noch die Untertreibung des Jahrzehntes. 

Ich halte an Menschen, Dingen und Situationen fest und möchte, dass alles so bleibt wie es ist. Anders kann man es wohl nicht erklären, dass ich meine beste Freundin bereits aus im Kindergarten kenne, mein halbes Leben Vegetarierin bin und selbst für's Studieren nie aus meinem Heimatbundesland herausgekommen bin. Was mir beruflich leicht von der Hand geht; Neuerungen einzuleiten, spontan und flexibel zu agieren und Veränderungen herbeizuführen, fällt mir privat unglaublich schwer. So schwer, dass ich oft genug länger an etwas festhalte als es mir gut täte.

Natürlich ist Beständigkeit an sich, nichts Schlechtes und zeugt von Treue und Loyalität. Manchmal tut es aber einem auch einfach mal gut, los zu lassen und sich zu verabschieden. Zum Beispiel von "Energie-Vampiren"; Menschen, die einem nicht gut tun und an denen man festhält, weil man irgendwann mal eine schöne gemeinsame Zeit hatte, auch wenn von der inzwischen nicht mehr viel zu spüren ist. Inzwischen kann ich das, auch Dank meines Berufes, wesentlich besser. 

Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel
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