Aufgebraucht & Nachgekauft April 2017

04.05.2017

"April, April, der macht was er will" - treffender lässt sich ein Monat kaum zusammen fassen. 
Und das meint nicht nur das Wetter. Meine anfängliche Vorfreude, immerhin hatte ich 10 Tage
am Stück frei und das auch noch passend zu Ostern (in meinem Job nicht unbedingt die Regel),
glich bald beruflich und privat eher einer Talfahrt. Kurz: ein Monat, der zwar seine schönen Momente hatte, insgesamt aber lieber abgehakt werden möchte. Aber nach Regen kommt ja bekanntlich Sonnenschein und so freue ich mich umso mehr auf den Mai, der auch schon deutlich besser begonnen hat und mit einigen Events aufwartet. U.a. geht's für 4 Tage nach Mallorca. Ich bin schon voller Vorfreude, denn nichts "erdet" mich mehr als der Duft nach Sonne, Sand und dem Rauschen des Meeres. 
Und jetzt geht's los mit den geleerten Produkten des Aprils und dann wenden wir uns ganz schnell dem Mai zu ;)



Ein bisschen wehmütig verabschiede ich mich allerdings schon von den Produkten des Aprils. Z.B. vom Pflegeöl von Mysalifree*, das ich als PR-Sample zugesandt bekam und das mich eine gefühlte Ewigkeit begleitet hat, weil es so unheimlich ergiebig war. Benötigt habe ich nämlich nur wenige Tropfen. Am liebsten in Kombi mit meinem flüssigen BHA-Peeling. Seit ich reizfrei pflege, klappt es mit mir und Gesichtsölen ganz ausgezeichnet und die Mysalifree-Variante war der Einsatz für das Pai Rosehip Oil, das ich zwar auch sehr gern mochte, mich von der Wirkung aber nicht so ganz überzeugen konnte. Wem dieses zu sehr nach Tee riecht (was bei mir der Fall war, obwohl ich den Duft nun manchmal doch vermisse ;)), für den könnte das Bio-Reiskeimöl - ja, hierbei handelt es sich nicht "nur" um Naturkosmetik - ebenfalls eine Alternative sein. Für mich riecht es eher nussig. Besonders gut gefällt mir, dass das Reiskeimöl via CO2-Extraktion gewonnen wird und so besonders reichhaltig an Linol-, Linolensäuren und Tocopherolen ist. Es enthält zudem Maiskeim- und Sojabohnenöl. 

Nachkauf? Definitiv! Testen möchte ich vorab noch das Rosehip + Öl von Trilogy mit Antioxidantien, danach werde ich aber wieder zu Mysalifree zurückkehren.


Ich gebe es zu: wenn es um Deo geht, hätte ich gern die eierlegende Wollmilchsau. Zumindest gemessen am Marktangebot: Antitranspirant, duftneutral und in Sprayform. Das gibt es zwar in dieser Kombination, aber wenn man dann gern noch einen tierversuchsfreien Produzenten hätte, dann ist man verloren. So ging es mir bis ich Aveo bei Müller entdeckte. Kurz wurde meine anfängliche Euphorie getrübt als ich feststellte, dass die Compressed-Variante Silikone enthält, aber die Normalgröße tut dies nicht und so war ich glücklich. Bis zu dem Moment des letztens Nachkaufens und der Feststellung, dass man nun auch hier die Dosen neuerdings mit einem "Aluminiumfrei"-Aufkleber versehen hatte. Hektisch habe ich also im Regal herumgewühlt und die letzten Dosen - in beiden Größen - gekauft.

Nachkauf? Nicht möglich...liebes Müller-Team, ich trage Trauer und frage mich warum??!


Den Stress des letzten Monats konnte man mir, für mich inzwischen eigentlich eher ungewöhnlich, direkt am Gesicht ablesen: zwei fette Pickel auf der linken Wange und eine dermaßen fiese Unterlagerung an der Nase machten es möglich. Bisher habe ich mit geringen Retinolkonzentrationen gute Erfahrungen gemacht; zumindest bilde ich mir ein, dass Unreinheiten damit schneller verschwinden. Ausprobiert habe ich deshalb das Resist Retinol Skin Smoothing Body Treatment von Paula's Choice. Genau, eine Bodylotion mit 0,1 Retinol-Anteil, die ich dann als Nachtcreme verwendet habe. Und auch hier bilde ich mir ein, dass der Abheilungsprozess deutlich schneller von statten ging. Insbesondere die Unterlagerung an der Nase, die gefühlt schon ewig vor sich hinbrütete, ist nun gänzlich verschwunden. 

Nachkauf? Nein, da die Bodylotion Silikone enthält, auf die ich eigentlich verzichten möchte. Meine Lust auf Retinolprodukte hat sie allerdings entfacht, so dass ich da nun auf der Suche nach Produkten bin, die umweltverträglicher sind.


Paula's Choice - die Zweite. Ich glaube zu meinem liebsten Sonnenschutz, der Skin Recovery Daily Moisturizing Lotion mit LSF 30 muss ich nicht mehr viel schreiben: mineralisch, gut verträglich, reizfrei und die etwas dickere Konsistenz ist für meine eher trockene Haut optimal. Einziger Wermutstropfen: auch sie enthält Silikone, auf die ich aufgrund ihrer Umweltrelevanz normalerweise verzichte. Bisher habe diesbezüglich eine Ausnahme gemacht, werde dies zukünftig aber nicht mehr tun. Zum einen gibt es im NK-Bereich inzwischen tragbaren mineralischen Sonnenschutz, zum anderen missfällt mir die Preispolitik der Firma zunehmend. Vor 1,5 Jahren habe ich die Skin Recovery zum ersten Mal bestellt: da kostete sie 29,90€, inzwischen bezahle ich 34€ für 60ml - eine Preissteigerung von fast 14%!

Nachkauf? Aktuell habe ich noch ein Back Up, danach wird nicht mehr nachgekauft.


Und noch mal Paula's Choice Skin Recovery, diesmal die Hydrating Treatment Mask. Absolut eine meiner liebsten Gesichtsmasken. Auch hier bin ich bisher konventionell fremd gegangen, weil es im Naturkosmetik-Bereich einfach zu wenige reizfreie Masken/Packungen für trockene Haut gab. Diese ist sowohl feuchtigkeitsspendend als auch reichhaltig. Sie enthält viele tolle Öle und eine ganze Reihe an Antioxidantien und sie funktioniert einfach hervorragend. Wenn man Haut besonders trocken ist, merke ich es spätestens dann, wenn es nach dem Auftragen ein wenig kribbelt, was allerdings nicht unangenehm ist, sondern sich anfühlt als würde die Haut nun endlich ausreichend versorgt. Am liebsten verwende ich sie als Nachtcreme und lasse sie so ihre Wirkung verrichten. Leider enthält sie auch ein Silikon, das ich bisher aber in Kauf genommen habe. Was mich zudem stört: die Tube. Für die anfängliche Entnahme ist sie toll, aber da die Konsistenz doch eher dickflüssig/zäh ist, wird genau dies zum Ende schwieriger. Ich habe dann die Tube aufgeschnitten, um festzustellen, dass noch jede Menge Produkt enthalten ist, allerdings ist man dann gezwungen, die Packung sehr zügig aufzubrauchen, da sie andernfalls eintrocknet. Beim nächsten Mal versuche ich dem Entgegenzuwirken in dem ich den Rest umfülle.

Nachkauf? Auch hier habe ich noch ein Back Up, bin was den Nachkauf angeht, aber etwas zwiegespalten. Einerseits würde ich gern ausweichen, mag die Maske aber auch wirklich gern.


Zuguter letzt dann kein PC, sondern QMilk. Ein Probe des Gesichtsserums, die ich auf der Vivaness im letzten Jahr geschenkt bekommen habe. Leider war die Firma diesmal nicht vertreten; ich hätte gern zurückgemeldet, wie gut mir dies gefallen hat. Auch dieses basiert auf einer Reihe von Ölen, zudem Ghee und Bisabolol. Es ist angenehm leicht, hat gleichzeitig aber eine recht silikonige Konsistenz, die mich sehr überrascht hat, da genau dies nicht enthalten ist. Gerade für Umsteiger - oder diejenigen, deren Haut Silikone genauso gern mag wie meine - ist das Serum ideal. Es enthält ätherische Öle, allerdings sind diese nicht genauer deklariert. Danach werde ich mich noch mal erkundigen; meine Haut, die da ja doch empfindlich und gern mit Unreinheiten reagiert, hat aber überhaupt nicht gezickt.

Nachkauf? Kann ich mir sehr gut vorstellen



Und Euer April? A month to forget or to remember?



Couleur Caramel Limited Edition: La Dolce Vita*

28.04.2017


Bereits im Februar konnten wir auf dem Couleur Caramel-Event in Nürnberg  die neue Frühjahr- /Sommer-Limited Edition bestaunen. Und uns mal so richtig durch die Produkte und das Sortiment swatchen und schminken. Ein besonderes Fest, da ich die Marke sehr schätze, sie aber leider nicht überall erhältlich ist. Gerade die Limited Editions empfinde ich immer als gut durchdacht; sie bieten eine besondere Ergänzung zum Standard-Sortiment - mit dem kleinen "Extra Pfiff" - und müssen sich gewiss nicht hinter den konventionellen Kollegen verstecken. Ich denke da vor allem an die Liquid Eyeshadow Sticks aus der Zanzibar-LE, die nicht nur durch ihre Farben, sondern vor allem auch durch ihre Haltbarkeit überzeugen (mehr zu diesen findet Ihr z.B. bei Ida//Herbs & Flowers). Und von denen ich inzwischen 3 von 4 Farben besitze ;).

Quartalsfavoriten 2017 - die Erste

11.04.2017


Mein erster Jahresfavoriten-Post bestand noch aus zwei Teilen: Pflege und dekorative Kosmetik, im Jahr darauf gab es nur noch einen und für das Jahr 2016 dann schon keinen mehr. Nicht, weil ich diese Art Posts nicht mag; im Gegenteil! Ich finde sie sehr spannend. Und auch wenn das liebste Fräulein Immergrün fürchtet, dass man es so langsam satt hat ein Produkt zum 20. Trillionsten Mal zu sehen, geht es mir überhaupt nicht so! Zeigt es doch, dass man ein Produkt auch über die Review hinaus liebt. Gerade in der Blogger-Welt neigt man doch dazu immer wieder Neues ausprobieren zu wollen (und dies auch zu tun ;)). Wirklich nützlich sind aber gerade die Produkte, die sich immer wieder bewähren. Offenbar teile ich die Sorge jedoch; denn auf den Jahresfavoriten-Post habe ich verzichtet. So richtig viel geändert hat sich bei mir im Laufe der Jahre nämlich nicht. Ein paar Produkte habe ich zu Gunsten der reizfreien Pflege aufgegeben; in Sachen dekorativer Kosmetik wechseln meine Farbvorlieben manchmal. Im Großen und Ganzen verwende ich aber viele Produkte und Marken noch immer; die Frantsila Fußcreme z.B. das Aloe Vera Gel von der CremeKampagne oder der UncoverUp von RMS Beauty sind inzwischen echte Alltime-Favourites. Viele meiner Standard-Produkte zeige ich zudem immer in den Aufgebraucht & Nachgekauft-Posts

In den letzten Wochen haben sich jedoch ein paar Produkte herauskristallisiert, die ich zur Zeit richtig gern und häufig - wenn ich nicht sogar täglich - benutze. Oft zeige ich diese auf Instagram, aber dann dachte ich mir, dass vielleicht ganz schön wäre, diese mal gesammelt zu zeigen. Deshalb heißt es heute: Vorhang auf für meine Quartalsfavoriten:


Aufgebraucht & Nachgekauft März 2017

05.04.2017


Ein neuer Monat, ein neuer Aufgebraucht-Post. Und damit ist auch schon das 1. Quartal des Jahres vorbei. War nicht gerade erst Weihnachten?

Aufgebraucht


Verwendet habe ich jetzt auch meine zweite Lush Badebombe "Lord of Misrule", die ich im Jahressale erstanden hatte. Eigentlich meide ich Sodium Laureth Sulfate. Am meisten Schwierigkeiten bereiten sie mir zwar am Kopf, weshalb ich entsprechende Shampoos aus dem Badezimmer verbannt habe, und nicht unbedingt am Körper, aber ein regelmäßiger Gebrauch führt auch hier zu trockener Haut. Der Preis hat mich dann aber doch gelockt; ich gebe es zu. Und der Duft. Hach...mit so orientalischen, eher schweren Düften (Patchouli und Vanille) kriegt man mich einfach. Jetzt ärgere ich mich sogar, dass ich nicht doch noch ein oder zwei Kugeln mehr gekauft habe. Und das Grün-Rotpinke-Farbspektakel tat ihr übriges.
Nachkauf? Wenn es sie wieder gibt, ja!

[Review] Auf der Suche nach dem verlorenen Schatz...oder: die Alverde Med Serie

02.04.2017

Seien wir mal ehrlich, dass ich hier auf dem Blog mal eine Serie von Alverde loben werde, damit hat doch niemand gerechnet - ich wohl am allerwenigsten. Ein Duschgel oder eine Bodylotion, ja das liegt schon im Bereich des Vorstellbaren, denn da bin ich weitaus weniger pingelig. Aber eine Pflegecreme?! 
Und ja, ich geb's zu: mit so etwas richtig Neuem komme ich da jetzt auch nicht um die Ecke, schließlich wurde die Alverde Med Serie bereits im letzten Sommer gelauncht. Aber ich finde, sie verdient einfach mehr Aufmerksamkeit! Zumal sie einfach dermaßen versteckt platziert ist. Meine anfängliche Euphorie geriet schnell in Vergessenheit, einfach, weil ich sie nie richtig entdecken konnte - und sie so immer wieder vergaß. Dabei würde ich behaupten, dass ich das Sortiment und die Stellplätze unserer örtlichen DM-Filialen ziemlich gut kenne. Darauf gestoßen bin ich dann wirklich nur, weil ich nach einem Duschgel für meinen Freund gesucht habe, der mit trockener Haut zu kämpfen hatte, seines Zeichens Diabetiker ist und ich dann ausnahmsweise mal bei den medizinischen Produkten schaute.


[OnTour] Schminkberatung im Salon 2

30.03.2017

Wenn man sich mit einem Thema intensiv auseinandersetzt, dann hat das zumeist zur Folge, dass man eine gewisse Expertise entwickelt. So auch beim Bloggen bzw. hinsichtlich des Themas über welches man bloggt. Neue Marke oder Produkt? Schon gehört, gesehen oder gar getestet. 

Ich kann mich noch gut an den Kauf meines ersten Lippenstiftes erinnern, obwohl das jetzt schon 20 Jahre her ist: zusammen mit meiner besten Freundin im Kaufhaus und in einer Farbe bei der uns unsere Mütter hinterher fragten, ob wir jetzt einen neuen Berufswunsch hätten ;). Das Kaufhaus gibt es nicht mehr und inzwischen kauft man dekorative Kosmetik in Drogerien und Parfümerien - oder im Internet. Während das Angebot früher auf Foundation, Abdeckstift, Wimperntusche und Lidschatten beschränkt war, gibt es heute "Blush", "Concealer", "Bronzer" und "Highlighter". Und ungefähr 1000 andere Dinge (*hier*  habe ich übrigens schon mal über die 3 Produkte geschrieben, die wirklich kein Mensch braucht ;)) Und wer damit nichts anfangen kann, dem helfen Frauenzeitschriften und Youtube-Videos dabei, zu verstehen wozu man diese braucht. Ketzerisch könnte man nun fragen, ob eine Schminkberatung überhaupt nötig ist. Vielleicht nicht, aber bei dem Spaß, den ich im Salon 2 hatte, kann ich sie nur wärmstens empfehlen! Und das mache ich jetzt ;) - und ein paar Beautyhacks gibt's oben drauf.

Seit ich auf Beautyjagd über den Salon 2 in Köln-Ehrenfeld (in der Gutenbergstraße 2) gelesen habe und Julias dortige Schminkberatung, liebäugelte ich mit eben genau so einer. Klar, prinzipiell kann ich mich schminken, aber bei den ganzen Tutorials und Make Up Tipps, frage ich mich immer: mache ich das wirklich richtig und passt das überhaupt zu mir und meinem Gesicht? Als dann die Einladung zum Beautypress-Event in Köln kam und alles geregelt war, schrieb ich Claudia Schaaf, Visagistin und Ladeninhaberin, einfach mal an - in der Hoffnungen einen Termin vereinbaren zu können. Und ich hatte Glück: trotz eigenen und Kunden-Terminstresses (und dem Verschieben jenes) konnte ich am Freitag vorm Beautypress-Event in der Schminkecke Platz nehmen. 


Der Salon

Etwas aufgeregt und überpünktlich, obwohl es dank des, nennen wir es unübersichtlichen, Öffentlichen Verkehrs erst nicht danach aussah, stand ich dann kurz nach 12 Uhr vorm bzw. im Ladengeschäft. Der Salon 2 ist der etwas andere "Concept Store"; untergebracht in einem ehemaligen Herrensalon, versprüht er noch immer dessen gediegenen Charme. Eine bessere Location für einen "Kaufladen und Schminksalon" hätte man kaum finden können. Neben High-End-Marken wie Kjaer Weis, Ilia und Zuii, finden sich auch Marken wie Burt's Bees und Uoga Uoga. Und zwischendurch das Lidschatten-Trio von Logona und die Lidschatten-Base von Sante. Warum das so ist, dazu später mehr... (Übrigens: vegane Produkte sind entsprechend gekennzeichnet)



Anders als der aktuell so angesagte minimalistische Chic, der auf mich immer so wirkt als dürfe man nichts anfassen, lädt hier alles zum Stöbern und Ausprobieren ein. Wenn man denn kurz mal die Ehrfurcht vor den bisher nur online bestaunten Marken überwinden kann ;). Vom Frisieren bis hin zum Schminken und einkaufen ist hier alles möglich. Und das Einkaufen beschränkt sich dabei nicht nur auf dekorative Kosmetik und Pflege; alle Papier-affinen werden hier zusätzlich glücklich gemacht: Stempel, Postkarten, Blöcke,...vielleicht habe ich kurz leise vor Freude gequietscht ;).



Und prompt vergessen, vernünftige Fotos vom Laden zu machen, so produktgeblendet war ich. Diese findet ihr aber zum Glück auf der Homepage und in Fräulein Immergrüns Post zum Beautypress-Event ;)

Aber nicht nur Einrichtung und Produktauswahl sind einladend, überhaupt das Innen"leben"; während einer Kundin die Haare frisiert wurden und Claudia alles für die Schminksession vorbereitete, wurde gleichzeitig über neue Produkte gefachsimpelt. Und so verstärkte sich der positive Eindruck, den ich bereits durch eMails und ein Telefonat gewonnen hatte. Ich erwähne das deshalb, weil ich eine gewisse Sympathie als immens wichtig erachte, wenn man jemanden doch so nah an sich heran lässt. Meine anfängliche Zurückhaltung verflog dann auch bald.

Die Beratung

Die Schminkecke - hinterher
Ich durfte also Platz nehmen und wir besprachen was ich mir vorgestellt hatte. Ich erklärte Claudia, dass ich mich bei den ganzen Tipps, Tricks und Trends immer frage, ob ich das alles so richtig mache und gern ein paar Basics lernen möchte. Nicht zu basic, weil ich mich durchaus schminken kann, aber eben ein paar neue Kniffe. Ich erzählte ihr von meiner Routine und nuschelte etwas vom Contouring. Wäre mir Claudia nicht ohnehin sympathisch gewesen, wäre sie es spätestens beim Auslassen über diesen Trend geworden ;) Und Recht hat sie: was bei Fotos und Film durch gleichbleibendes Licht durchaus Sinn hat, hat es im täglichen Leben nicht, denn da ändern sich die Lichtverhältnisse ständig. Contouring-Paletten & Co sind jetzt also von meiner Wunschliste gestrichen. Nicht, dass man nicht auch ein wenig mit Schattierungen arbeiten kann, abhängig von der Gesichtsform, oft ist der Einsatz eines Highlighters aber viel vorteilhafter. Bisher habe ich mich da ja nicht so herangewagt und war noch im Findungs-Stadium welcher es denn nun werden soll.
Zurück zur "Basis" - im Post zur Vivaness beklagte ich noch, dass ich noch immer nicht wisse, welcher Mineral Foundation Ton von Uoga Uoga zu mir passe. Jetzt weiß ich es! Während Claudia die eine Seite meines Gesichts "bearbeitete", durfte ich dann an der anderen ran und es selbst probieren. Und fühlte mich direkt wie zu Kaufhaus-Zeiten und als hätte ich mich noch nie geschminkt. Es ist aber auch fies, wenn der Profi es einem vormacht und dann zuschaut, wie man es im Anschluss nachmacht. Aber eben auch toll, weil man das Gelernte direkt selbst anwenden und üben kann.
Ich musste ja erst 30 werden, um die Vorzüge eines Blush' zu erkennen und bin da noch immer etwas unsicher. Nun kenne ich mich mit Rouge-Grenzen und der richtigen Auftragsart aus. Und habe direkt einen super Kniff gelernt: ein wenig Rest-Blush auch über der Lidfalte auftragen. Sieht überhaupt nicht krank oder verheult aus; im Gegenteil es wirkt gleich viel frischer!
Apropos Auge: wenn ich mich schminke, ziehe ich am liebsten einen Lidstrich. Ich habe jetzt allerdings schon des öfteren gelesen, dass man das bei Schlupflidern eher nicht machen sollte. Also fragte ich Claudia danach. Weitere Punkte auf der Sympathie-Skala!
Make Up soll Spaß machen und es ist völlig egal, was einem Zeitschriften & Co diktieren wollen, wenn Du es magst, dann tu' es! 

Wenn ich mich allerdings vorher noch darüber gefreut habe, dass mein Gesicht nicht so breit ist, wie ich immer fürchte, weiß ich jetzt, dass ich sehr fleischige Lider habe ;D. Vorbei nun aber auch die Zeiten, in denen ich mich gewundert habe, dass mein Lidstrich oft eine schmale Lücke zum Lid aufweist: ich habe eine Kante! Die ich aber zu meinem Vorteil nutzen kann: mit Hilfe eines schmalen Pinsels kann ich mit der Farbe gegen die Lidkante "stipsen" und zaubere so einen passgenauen Lidstrich.
Nachdem ich jahrelang meine Augenbrauen eher vernachlässigt habe, ist inzwischen ein Augen-brauenpuder das Mittel meiner Wahl, um diese zu optisch aufzufüllen. Und auch hier habe ich einen "Beautyhack" für Euch: mit einem Bürstchen die Brauen erst mal nach unten kämmen. So lässt sich die obere Kante viel einfacher nachzeichnen und formen. Anschließend dann zurecht bürsten und auffüllen.
Während der Beratung notiert Claudia alles auf einem Facechart; die verwendeten Produkte, das how to und zeichnet ein, wo genau diese aufgetragen werden. Nebenbei plauderten wir über Marken, Produkte und Werkzeuge. Und kamen natürlich auch auf das Thema NK-Mascara. Was mir wahnsinnig gut gefällt; Claudia erklärte mir, dass sie nur Produkte im Laden verkauft, die genau so gut wie konventionelle Produkte funktionieren. Solange sie kein entsprechendes Pendant findet, bietet sie es nicht an. Das fand ich durchaus beeindruckend, denn letztlich lebt ein Geschäft ja vom Verkauf. Wenn man sich das Sortiment anschaut, zeigt dies allerdings auch, dass der Naturkosmetik-Sektor erfreulicherweise inzwischen schon sehr viel bietet. Und nun auch die Erklärung zu den beiden Produkten von Sante und Logona, obwohl das eigentliche Marken-Sortiment im Geschäft nicht erhältlich ist; beide Produkte funktionieren einfach wunderbar und werden deshalb auch angeboten.

mein Facechart
Was hat mir die Schminkberatung gebracht? Ich habe einige Erkenntnisse gewonnen, z.B. dass die Anatomie des eigenen Gesichts schon viel vorgibt und man sich einfach daran orientieren kann. Dazu muss ich gar nicht wissen, ob ich jetzt ein rundes oder herzförmiges Gesicht habe; Wangenknochen, Lidfalte und Co. helfen mir beim richtigen Auftrag. Deshalb muss ich auch nicht alles nachmachen, was gerade angesagt ist. Oder mir Trends diktieren lassen. Oder was ich nicht tun sollte. Mir muss es gefallen und dabei helfen mir die Tipps und neuen Kniffe. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die tolle Effekte haben. Tatsächlich schminke ich mich auch nun viel öfter im Alltag, einfach weil es mir Spaß macht. Wir sind einfach alle perfectly imperfect ;).
Ich habe neue Produkte kennen gelernt, die farblich zu mir passen. Bisher habe ich mich nicht so recht an die gut pigmentierten Zuii Blushes gewagt, aber jetzt weiß ich, dass das einfach eine Frage der richtigen Technik ist. Die ich während der Schminkberatung selbst ausprobieren konnte und die mir so auch im Gedächtnis geblieben ist. Und für alles andere habe ich mein Facechart, um es noch mal nachzuschauen.
Ein bisschen angefixt bin ich jetzt von der Kjaer Weis Mascara. Claudia hat nicht zuviel versprochen; das ist wirklich die allererste Wimperntusche, die ich abends problemlos und ohne Rubbelei abnehmen konnte. Aber auch wenn es eine preisgünstigere Nachfülloption gibt, der erste Anschaffungspreis von etwa 34€ ist mir dann doch zu hoch.  Aber so ganz mit leeren Händen, habe ich den Laden dann doch nicht verlassen:

Mein kleiner Einkauf: bisher fehlte mir ein Augenbrauen-Bürstchen, der Kabuki mit langem Stiel konnte mich während des Schminkens überzeugen, ich liebe Winkekatzen - da musste der Stempel einfach mit und in Sachen Highlighter ist es der Polka Dots & Moonbeams von Ilia geworden

Für die einstündige Schminkberatung habe ich 75€ bezahlt und würde dies jederzeit wieder tun!
Solltet Ihr die Gelegenheit haben und in Köln sein, schaut unbedingt mal im Laden vorbei. Es lohnt sich; auch ohne Schminkberatung!

[Fair Fashion] Stell Dir vor: es ist Glamour Shopping Week und niemand geht hin - Version 2017

26.03.2017

Vielleicht kommt Euch der Titel bekannt vor; vor knapp einem Jahr, gab es nämlich bereits einen Post mit eben diesem. Entstanden aus der Enttäuschung darüber, dass das Angebot an nachhaltigen und fairen Produkten während der Glamour Shopping Week, egal ob Kosmetik oder Kleidung, doch eher mau ausfiel. Quasi als Gegenstück hatte ich im Avocado-Store gestöbert und Euch eine Auswahl reduzierter Stücke präsentiert.

Wenn ich die Ausbeute im vergangen Jahr mau fand, so empfinde ich sie in diesem Jahr als noch 'mauer'. Muss man deswegen enttäuscht sein? Sicher nicht. Muss man sich darüber wundern? Vermutlich auch nicht. Die Glamour ist ja nun nicht gerade ein Magazin, in dem es um einen nachhaltigen Lebensstil geht. Und wenn man sich genau für diesen interessiert, führt das Fröhnen so eines Shopping-Spektakels nicht genau dies ad absurdum? Jein. Konsum macht glücklich; das hat wohl jeder schon einmal erlebt. Und vielleicht auch schon durch litten, nämlich, wenn man sich hinterher über den Spontankauf oder das vermeintliche Schnäppchen ärgert. Oder wenn man die Dinge, die man gekauft hat, eben nicht konsumiert: das T-Shirt, in dem man sich in der Umkleidekabine noch so chic gefühlt haben, im wahren Leben dann aber doch nicht mutig genug ist, um es zu tragen oder das fünfte Shampoo, das nach einmal Haare waschen zeigt, dass man mal wieder auf die Produktversprechungen der Hersteller hereingefallen ist und dann sein Dasein in der Ecke fristet.

Konsum ist Macht

Dieser Post ist soll kein Plädoyer dafür sein, den Konsum einfach zu verlagern, um sich besser zu fühlen. Aber Konsum bedeutet Macht. Auch wenn diese oft unterschätzt wird - was soll ich schon als Einzelner ausrichten? Ein Beispiel wie gut dies gelingen kann, liegt schon ein paar Jährchen zurück: 1995 als ein Boykott der Konsumenten "Shell" dazu brachte, eine ausrangierte Bohrinsel nicht zu versenken. Ein Unterlassen ist jedoch nicht zwingend für den Erfolg, denn jeder Kauf eine Entscheidung: für ein Unternehmen, dass seine Mitarbeiter fair entlohnt, umweltverträglich und nachhaltig arbeitet und damit gegen eines, das dies nicht tut.

Und deshalb habe ich Euch auch in diesem Jahr ein paar Stücke herausgesucht, auch um zu zeigen, dass sozial, fair und nachhaltig nicht zwingend auch teuer bedeuten muss.




Aufgebraucht & Nachgekauft Februar 2017

17.03.2017


Auch wenn der Februar ziemlich kurz war, ein paar Produkte habe ich dann doch aufgebraucht. Zeit für eine Kurzreview.


[On Tour] Vivaness 2017 Tag 3

13.03.2017


Heute ist es nun endlich soweit: mein Bericht zum dritten und letzten Tag der diesjährigen Vivaness. Könnt Ihr noch? ;)

Der Freitag begann mit dem alljährlichen Bloggerfrühstück. Da der Fokus immer auf dem Wiedersehen, Quatschen und Produkte austauschen liegt, habe ich es mal wieder versäumt Fotos zu schießen - und wie immer verging die Zeit wie im Flug.

Da der Tag ziemlich durchgetaktet war, ging es im Anschluss schnell auf die Messe und direkt zu PuroBio. Die italienische Marke hatte uns bereits im vergangenen Jahr ziemlich begeistert und der Stand war auch dieses mal wieder toll dekoriert.


Noch schöner aber, die Herzlichkeit und Euphorie mit der uns die neuen Produkte vorgestellt wurden. Die Spring/Summer Kollektion (siehe Bild unten) "Beleza" ist sommerlich bunt und orientiert sich an der Farbwelt des Amazonas. Beleza ist übrigens portugiesisch und bedeutet Schönheit.
Sie wartet mit 4 gut pigmentierten Blushes auf, die zudem alle vegan sind! Unten auf dem Foto habe ich sie für Euch geswatched. Der ein oder andere wird wohl bei mir einziehen dürfen. Zwei neue Lidschattenfarben, die ebenfalls vegan sind: ein ockergelb und intensiver Grünton, zwei neue Kajalstifte in blau sowie creme (Cremetöne finde ich persönlich immer super, weil sie nicht so hart auf der Wasserlinie wirken wie weiß) und 2 pinkige Lippenstifte, die nicht vegan sind. Zudem kommt ein neuer Pinsel, der etwas abgeschrägt und super-weich ist und mein Highlight: ein transparenter Primer-Stift. Bisher setze ich immer auf meinen Purobio-Lipliner in Rose um die Lippenkonturen nachzuziehen und ein Auslaufen zu verhindern, bevor ich Lippenstift auftrage, aber es gibt doch den ein oder anderen Ton, zu dem er nicht ganz so gut passt. Sowas hat bisher im NK-Bereich gefehlt! Dr. Hauschka wird  im überarbeiteten dekorativen Sortiment ebenfalls einen transparenten Lipliner anbieten, aber mein Herz schlägt klar für Purobio ;). Die Produkte gehen übrigens ins Standard-Sortiment über und ich warte darauf, dass sie endlich bei Ecco Verde eingelistet werden ;D
Bei Julia von Tried it Out findet ihr übrigens tolle Swatches der neueren Lippenprodukte.
Und auf meinem neuen Instagram-Account habe ich eines der Geschenksets (mit dem besagten Lipliner) aus dem Goodie Bag gezeigt. 


Apropos italienische Marken; im vergangenen Jahr habe ich es total versäumt, den Stand von Veg Up aufzusuchen, also haben wir das diesmal nachgeholt. Der Name lässt es erahnen: hier sind alle Produkte vegan ;). Neben der dekorativen Kosmetik, sind auch Pflegeprodukte erhältlich, mein Fokus liegt aber auf Ersterem.


Ganz neu sind die flüssigen Eyeliner; mir hat es die No.5 "Antracite" angetan. Bisher hat die Marke leider noch keinen Vertrieb in Deutschland gefunden und die Produkte sind bisher nur über den hauseignenen Onlineshop erhältlich. In diesem kosten die Eyliner z.B. 14€, die Duo-Lidschatten 17,50€. Allzu viel Zeit zum Umschauen hatte ich allerdings nicht, denn ich hatte um 12 Uhr einen Schmink-Termin.


Und zwar bei Marie W. Im letzten Teil habe ich Euch nämlich völlig verschwiegen, dass Jenni und ich zufällig über den Stand "stolperten" und einen kleinen Euphorie-Moment hatten, denn wir wussten nicht, dass die Marke vor Ort vertreten sein wird. Ich bin zwar im Vorfeld die Aussteller-Liste durchgegangen und hatte mir Marken notiert, die ich mir gern näher angucken wollte, aber oft schließen sich mehrere Marken zusammen und haben einen gemeinsamen Stand (dann unter einem Dachverband u.ä.). Über die Marke habe ich schon viel Gutes gelesen, aber wie das häufiger so ist: sie ist 'offline' nirgends in der Umgebung erhältlich. Und wir hatten richtig Glück: so konnten wir nicht nur die Produkte näher bestaunen, jemand erschien nicht zum vereinbarten Schminktermin und Jenni durfte dann einfach mal Platz nehmen und sich verwöhnen lassen. Ich bekam meine Chance dann am Freitag. Ich bin zuvor schon 3 Mal geschminkt worden, aber verwöhnen trifft es hier richtig. Trotz der Messe (schlechtes Licht, Lärm, viele Leute) konnte ich mich wirklich entspannen. Nicht zuletzt wegen der extrem angenehmen Pinsel, vor allem aber auch wegen der sympathischen Frau Larmann, die mich schminkte und der man die Begeisterung für ihre Arbeit und Produkte einfach anmerkte. Extrem angetan bin ich vor allem von der Mineral Foundation. Normalerweise trage ich einen transparenten Puder über meinen Sonnenschutz oder maximal Concealer und Kompaktpuder. Alles andere ist mir zu anstrengend: vom Finden des richtigen Tones bis hin zum vom Gesicht waschen. Und so einen wahnsinnigen Unterschied habe ich bisher auch nicht gesehen. Hier war dies allerdings anders: der Weichzeichnereffekt war sogar für mich sichtbar.
Die MF hätte ich auch schon direkt bestellt, wäre da nicht eine Kooperationsanfrage gekommen. Und das, obwohl ich noch nicht mal auf dem Blog geschwärmt habe. Und natürlich wollte ich gern Produkte testen. Ein kleines Unboxing findet ihr heute in den Insta-Stories und nach einer ausgiebigen Testphase, dann auch mehr hier auf dem Blog.


Ganz unkosmetisch und obwohl ich ja eigentlich Kaffee-Trinkerin bin, ein kurzer Besuch bei Pukka Herbs durfte nicht fehlen - auch wenn ich meine zweite Pukka-Liebhaberin vermisst habe.
Sind die Teedosen nicht toll!?


Einmal Pflege habe ich dann noch: einen weiteren Termin gab es nämlich und zwar bei Santaverde. Einer Marke, der ich bisher etwas zwiespältig gegenüberstand. Einerseits liebe ich Aloe Vera in der Hautpflege, ich mag das Konzept und dass es die Produkte auch in einer duftstofffreien Variante gibt. Was mich bisher abschreckte: es wird Alkohol eingesetzt. Dieser irritiert und trocknet die Haut aus. Da ich ohnehin eher trockene Haut habe, nicht gerade angenehm. Eine hohe Alkoholkonzentration merke ich recht schnell: meine Haut beginnt zu spannen und schuppt sich stellenweise. Nicht jeder wird diese Symptome spüren. Gerade für Menschen mit fettiger Haut ist dieser Effekt anfangs sehr angenehm. Und da eine alkoholfreie Pflege meist von Anti-Aging-Anhängern propagiert wird, habe ich den Eindruck, dass der Ansatz eher belächelt wird. Durch die wiederkehrende Entfettung wird die Hautschutzbarriere jedoch in Mitleidenschaft gezogen. Und Alkohol wirkt Wunder in Sachen Penetration. Während man ja gern mal zu NK greift, weil man Angst vor Stoffen hat, die über die Haut aufgenommen werden, erzeugt man mit alkoholhaltigen Produkten ironischerweise genau das. Womit wir dann wieder bei den deklarationspflichtigen Duftstoffen wären ;).
Beim Blogger-Event bei Pure Schönheit bin ich allerdings in den Genuss einer Behandlung mit den Santaverde-Produkten gekommen und hatte im Anschluss keine Probleme. Bei der Terminvereinbarung hatte ich schon angemerkt, dass mich genau dieses Thema näher interessiert und war dann sehr positiv überrascht darüber, wie gut man mir darüber Auskunft geben konnte und sich schlau gemacht hatte. Der Alkoholgehalt ist tatsächlich niedriger als ich gedacht hätte und liegt bei etwa 4% (bei der Ampullen-Kur jedoch bei 8%, weshalb ich diese für mich ausschließe). Hinzu kommt natürlich noch Verdunstung, wobei dies natürlich vom Medium abhängig ist. Bei einer fettigen Gesichtscreme verdunstet weniger als bei einem Toner. Interessant fand ich, dass der Alkohol nicht vergällt wird wie bei allen anderen Firmen, die ich so kenne. Auf vergälltern (denaturierten) Alkohol muss man keine Alkoholsteuer zahlen. Santaverde nimmt dies in Kauf, da man keine weiteren Stoffe hinmischen möchte. Problematisch ist dies z.B. im konventionellen Bereich, wo häufig Phthalate dafür eingesetzt werden. Bei NK fällt das natürlich weg, da diese nicht zugelassen werden, aber den Ansatz finde ich nachvollziehbar.
Schaut man in die Literatur, wird häufig von problematischen Konzentrationen ab 5% oder 10% gesprochen. Es gibt eine Studie, die besagt, dass der Zelltod bereits ab 3% einsetzt (in vitro).
Ich habe für mich beschlossen, dass ich Alkohol in großen Mengen weiterhin meide, aber die 4% im Aloe Vera Gel, das es jetzt auch in einer duftstofffreien Variante gibt, mal im Selbstversuch testen werde. Ich werde berichten.

Der Rest des Nachmittags war dann gekennzeichnet von kurzen Stopps. Z.B. am Stand von Biobrush. Über die Zahnbürste hatte ich ja bereits berichtet und konnte nun endlich die Geschäftsführerin persönlich kennen lernen, mit der ich bereits so nette eMails ausgestauscht hatte. Und die in Natura genauso sympathisch ist.


Bei Lakshmi wurde ebenfalls geplaudert. Neue Produkte im Sortiment gibt es nicht, dafür ist nun alles demeterzertifiziert! Im Laufe der Messe hatte ich ziemlich mit trockenen Lippen zu kämpfen. Am Stand erhielten wir einen der Lippenstifte - ziemlich passend; eine my lips but better-Farbe - und die Pflegewirkung hat Jenni und mich ziemlich ungehauen.



Zu Angel Minerals wollte ich auch unbedingt und mir die passende Nuance direkt vor Ort empfehlen lassen. Wie ihr seht, ist es hier R2. Einen kurzen Blick warfen wir auch auf die neuen Töne und die Hair Concealer, allerdings verlief das Gespräch eher schleppend. Ich vermute allerdings, dass den drei Messetagen geschuldet ist, die für uns schon anstrengend waren, aber ich mag mir gar nicht ausmalen, wie das an den Messeständen selbst so ist.

Und dann endete die Vivaness für uns, weil wir uns auf den Weg zum Couleur Caramel-Event machen mussten. Zwar blieben wir noch eine Nacht in Nürnberg, fuhren dann aber Samstagfrüh wieder in Richtung Heimat.

Solltet Ihr tatsächlich noch nicht genug von der Vivaness haben, findet ihr hier noch mehr Infos:

Interessiert Euch eigentlich der Couleur Caramel-Event oder seid Ihr mit On Tour-Berichten erst mal durch?

[On Tour] Vivaness 2017 Tag 2

05.03.2017

Unlängst wollte ich meine Vivaness-Reihe beendet haben - man könnte ja meinen, dass man nach dem Urlaub etwas weniger Stress auf der Arbeit hat. Mitnichten! Entspannt gab es gleich die doppelte Packung ;) Da man sich aber gerade dann mal eine Auszeit nehmen sollte, lassen wir heute mal den zweiten Tag der Vivaness Revue passieren. 


Trotz des Gefühls bereits Watte im Kopf zu haben, saßen wir dann doch noch recht lange in kleiner Blogger-Runde zusammen. Und auch in unserem Hotelzimmer wurde es noch nicht so schnell still; auch wenn Jenni irgendwann das Kommando "Licht aus! Schlafen!" gab. Dann quatscht man eben im Dunkeln weiter ;D.

Obgleich des wenigen Schlafes, fühlte ich mich am Donnerstag um einiges fitter. Trotz Nähe und Frühstückungsstärkung, verzögerte sich jedoch die Ankunft aufgrund der Verkehrslage und der abermals schwierigen Parkplatzsituation. Ärgerlich; wir hatten nämlich eigentlich ein Schminkdate bei den tollen Ladies von Uoga Uoga. Am Ende kam dann nur Mexi in den Genuss - und auch im Verlauf des Tage schafften wir nicht mehr vorbei zu schneien. Ich weiß jetzt also immer noch nicht welche MF-Nuance am besten zu mir passt :(. Dafür liebäugele ich jetzt mit der ein oder anderen Lidschattenfarbe. Und natürlich mit dem tollen neuen lilafarbenen Eyeliner ;).

[On Tour] Vivaness 2017 Tag 1

22.02.2017


Dieses Jahr mache ich mal etwas völlig Verrücktes und berichte zeitnah über meine Eindrücke der Vivaness; der internationalen Fachmesse für Naturkosmetik, die jedes Jahr im Verbund mit der Biofach, der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel in Nürnberg statt findet. ;)

Nachdem ich im ersten Jahr, aufgrund der unfassbar vielen neuen Eindrücke, etwas überwältigt war - wohl kein Wunder bei 250+ Ausstellern -, habe ich einen entsprechenden Post unter den Tisch fallen lassen. Im vergangenen Jahr habe ich dann über meine Eindrücke geschrieben; dabei ging es aber eher um das Drumherum und insbesondere um die Community, die trotz so manchem schwarzen Schaf, immer noch besonders herzlich ist.

Nach 3 Tagen Messe bin ich nun wieder zu Hause angekommen und konnte die aufregenden und zum Teil auch recht anstrengenden Tage sacken lassen. Im Gepäck mit vielen tollen Gesprächen, positiven Eindrücken und dem ein oder anderen spannenden PR-Sample. 

Und jetzt lasse ich Euch gemeinsam mit mir die Messe noch mal Revue passieren...

Swatches von links nach rechts: Rose, Red Berry und Nude
Nach der Abfahrt im Morgengrauen (gelogen; es war noch dunkel), einer nicht enden wollenden Parkplatzsuche und dem ersten Stürmen der Presse-Lounge, stolperten wir quasi zu Weleda, wo wir uns direkt ins "Swatch-Business" stürzten. Die neuen Lippenbalsame sind getönt, vegan und in 3 Nuancen erhältlich: Nude, Rose und Red Berry. Bislang war ich großer Fan getönter Lippenpflege; seit dem letzten Jahr bin ich vom glänzenden Finish aber etwas weg und mag matt deutlich lieber. Angenehm hier; der Lippenbalm klebt nicht und schenkt geschmeidige Lippen. Allerdings ist die Farbabgabe (durch Mineralpigmente) nicht so intensiv wie auf den Swatches. Hier steht deutlich die Pflege im Vordergrund: Sonnenblumenkernwachs, Jojoba- und Olivenöl sowie Sheabutter sorgen für diese. Auf die deklarationspflichtigen Duftstoffe hätte m.E. verzichtet werden können. Die Nuance "Red Berry" habe ich bereits getestet und "schmeckt" mir persönlich viel zu sehr nach Rose.


Aktuell noch als Dummies wurde die neue Kids-Serie gezeigt. Diese schließt sozusagen die Lücke zwischen Baby- und Erwachsenenprodukten und ist für die des säuglingalters Entwachsenen konzipiert. Die Düfte wurden gemeinsam mit Kindern entwickelt. Das 2 in 1 Shower & Shampoo enthält Alkohol und deklarationspflichtige Duftstoffe. 
Überarbeitet wurden zudem die Deos und garantieren nun eine Wirksamkeit von 12 resp. 24 Stunden.


Als ich gelesen habe, dass Martina Gebhardt ein neues Augenfluid lanciert (das Rosen-Augen-Fluid wird dafür ausgelistet), das ohne Alkohol und deklarationspflichtige Duftstoffe auskommt, war ich ganz aus dem Häuschen. Die bisherige Eye Care Cream mag ich alle paar Wochen bei meiner MG-Kosmetikerin als Packung, aber für die tägliche Augenpflege ist sie mir zu reichhaltig und fettig. Ein erstes Testen auf dem Handrücken brachte allerdings Ernüchterung und die Bestätigung, dass wenn man ohnehin reizarm pflegt, man prinzipiell auch auf ein spezielles Augenprodukt verzichten kann. Konsistenz und Hautgefühl erinnerten mich sehr an das Shea Fluid und wenn man die Inhaltsstoffe miteinander vergleicht, ähneln sich diese doch sehr...


Ohne Mexicolita wäre ich wohl kaum am Stand von der JM Nature GmbH gelandet, die die Ben & Anna Deos sowie die Crazy Rumors-Lippenpflegestifte vertreibt, da Natron-Deos bei mir nicht täglich im Gebrauch sind. Ähnlich wie Säuren, reizen auch basische Stoffe, da sie stark vom pH-Wert der Haut abweichen. Ich mag die Ponyhütchen-Variante sehr gern, greife aber noch immer lieber zu einem Antitranspirant. Interessanterweise ist die Marke aus dem Vertrieb der Schmidt's Deos entstanden; man wollte das Beste dieser haben, dabei aber die Nachteile weglassen. Diese sind u.a. die leicht kratzige Konsistenz, der relativ hohe Preis und vor allem aber die synthetischen Duftstoffe. Eine Meinung, die ich nicht teile, da sie z.B. eine gleichbleibende Qualität gewährleisten und nicht schädlicher als natürliche Duftstoffe sind. Nachteil: die fehlende Möglichkeit der Zertifizierung. Sehr erfrischend fand ich, dass mir, als ich den Punkt mit dem reizenden Natron, den Duftstoffen und meinem Ansatz lieber zu Aluminiumsalzen zu greifen, sogar Zustimmung fand. Endlich mal Ehrlichkeit und kein NK-Bullshit-Bingo! 
Passend zur Vivaness wurde der Onlineshop gelaunched über den die Deos bisher nur erhältlich sind. Aber vielleicht ändert sich dies nun ja.


Unser erster geplanter Termin führte uns zu der französischen Marke Cattier, die Naturkosmetik in Bio-Qualität anbietet und dabei vor allem auf Heilerde setzt. Bisher hatte ich diese, obwohl ich derzeitig den Augen Make Up-Entferner benutze, nicht so richtig auf dem Zettel. Mit dem Herausbringen einer Serie für empfindliche Haut, die eher untypisch für Naturkosmetik, auch tatsächlich reizarm formuliert ist, ist Cattier nun etwas weiter in meinen Interessensfokus gerückt. Die Serie besteht aus 3 Produkten: einem Mizellenreinigungsgel, einer Tages- und einer Nachtpflege. Wenn man sucht und mild pflegen möchte, findet man allerdings noch andere Perlen im Sortiment, wie die Anti-Aging-Pflege (enthält allerdings Rosenwasser und am Ende der INCI-Deklaration Benzyl Alkohol) oder Feuchtigkeitsspendende Tagescreme mit Squalane und Bisabolol (auch hier gering Benzyl Alkohol).
Etwas widersprüchlich fand ich die Aussagen zur Frage, ob die Produkte vegan sind. Das Gros ist es wohl; abgesehen von 4 Produkten, die Honig enthalten. Allerdings folgte dann eine weitere Einschätzung mit "ja, zu *Prozentzahl die nicht 100 ist*. Ich verstehe den Sinn dahinter; eine 100%ige Garantie hat man im Leben nie, aber gerade wenn es um zertifizierte Naturkosmetik geht, sollte man doch Lieferanten haben, die entsprechende Nachweise liefern können. Vielleicht bin ich da aber nur mal wieder besonders "picky" ;).
Obwohl ich die Konsistenz der Mizellenreinigung sehr spannend finde, meide ich Tenside im Gesicht und bei Heilerde bin ich bei meiner eher trockenen Haut auch immer etwas vorsichtig. Als es dann darum ging sich ein Produkt auszusuchen, habe ich mich dann für das Trockenöl entschieden, das mich sehr geflashed hat! Ich habe ja kürzlich das von Melvita bestellt, aber die Cattier-Version gefällt mir noch besser. Die Düfte ähneln sich sehr; Cattier ist aber weniger intensiv und aufdringlich.


Einer der für mich schönsten Stände war auch in diesem Jahr der von Kivvi, der einfach immer großartig dekoriert und mit Blumen versehen ist. 
Die Range soll um eine Gesichtspflegeserie ergänzt werden: Anti-Aging.
Die beiden Seren konnten wir vorab testen und unsere Meinung zum Signature Duft abgeben. Zur Wahl standen zwei: der eine sehr fruchtig (und erinnerte mich an Hubba Bubba), der andere eher floral nach Maiglöcken. Einstimmig entschieden wir uns für Letzteren.


Einziger Wermutstropfen, trotz ansonsten durchaus netter Formulierung; deklarationspflichtige Duftstoffe. Klar, wir haben dann erst mal angeregt, dass man die vielleicht weg lassen könnte ;).


Schon mal skandinavisch eingestimmt, machten wir uns dann direkt auf dem Weg zu den wunderbaren Ladies von Uoga Uoga, die uns schon mal einen kleinen Ausblick auf die kommenden Neuheiten gaben. Besonders angetan war ich von den neuen Eyeliner-Farben (rechts im Bild) und ganz besonders vom Lila-Ton. Wenn ich mich recht entsinne, sollen diese im April/Mai erscheinen. Zudem arbeitet man daran, die Lippenprodukte vegan zu formulieren und diese auch in Hülsenform anzubieten. Ein weiteres Produkt, das vermutlich aber nicht vor Jahresende erscheint: eine Wimperntusche.
Ausgestellt war außerdem eine Auswahl der Körperpflegeprodukte, die bisher nicht in Deutschland erhältlich sind.

Einen kurzen Zwischenstopp legten wir dann noch am Lunette-Stand ein. Neben den Menstruationstassen, gibt es nun auch eine ätherische Ölmischung, die bei Beschwerden helfen soll.

Am Ende des Tages war ich dann ganz froh, mich erst mal von der Messe verabschieden zu können, da ich vor der Abfahrt, aufgrund einer Hochzeit und der Aufregung, ungefähr eine halbe Stunde geschlafen hatte. Den Abend ließen wir dann beim gemeinsamen Burger-Essen in netter Blogger-Runde ausklingen.


to be continued...

I know what you did in your last Blogpost...

12.02.2017

Bloggen macht wahnsinnig viel Spaß und bereichert. Bloggen kostet aber auch. Allen voran natürlich Zeit; Fotos machen, Recherche, Artikel verfassen. Das Wort "publizieren" kommt ja nicht von ungefähr: man möchte etwas öffentlich machen und andere Menschen teilhaben lassen. Also investiert man weitere Zeit in Social Media. Je nachdem wie perfektionistisch und/oder professionell man ist oder sein möchte, kommen Ausgaben für die Domain, das Design und das Equipment hinzu. Und natürlich eventuelle Fahrt- und Übernachtungskosten zu Events und Messen, denn die trägt nicht immer der Veranstalter. Ggf., ich arbeite z.B. auch an Wochenenden und Feiertagen, "muss" man sich frei nehmen. Ich setze das "muss" deshalb in Anführungszeichen, weil mich natürlich niemand dazu zwingt. Nächste Woche fahre ich ganz freiwillig - und sehr gern - zur Vivaness beispielsweise. 
Realistisch betrachtet entstehen mir aber natürlich Opportunitätskosten; ich könnte meinen Resturlaub auch anders planen und das Geld für ein Wellnesswochenende mit meinem Freund nutzen.


Aufgebraucht & Nachgekauft Januar 2017

05.02.2017

Ein neues Jahr - ein neuer Aufgebraucht-Post.
Auch wenn ich für 2017 ein paar Rubriken-Neuerungen für den Blog geplant habe, möchte ich doch auf ein paar altbewährte nicht verzichten. So auch die Aufgebraucht-Posts. Passenderweise habe ich mich auch dieses Mal wieder darüber gefreut, dass ich die Bilder 'im Kasten' hatte, um dann festzustellen, dass ich, genau, wieder eines vergessen hatte. Manches ändert sich einfach nie :D.

Apropos...mein Instagram-Account wurde nun zum 3.Mal gehackt. Diesmal scheint es sich wirklich in die Länge zu ziehen und so überlege ich, ob ich Instagram nun ganz den Rücken zu kehre oder noch mal von vorn beginne.

Jetzt geht's aber erst mal kosmetisch weiter...

[Review] I+M Madame Inge Body Mousse*...

28.01.2017

oder: die Grande Dame der Körperpflege

Ja, ja...gerade hatten wir es noch von nervigen PR-Samples und dann kommt sie heute mit einem um die Ecke.  ;) Als ich allerdings die Ankündigung zur Madame Inge-Linie erhielt und das Angebot etwas probieren zu können, konnte ich schlecht nein sagen, denn dass ich die Berliner Firma mag, ist ja kein Geheimnis. Ich finde es noch immer großartig, dass es schon so lange eine Naturkosmetik-Marke gibt, die reizfreie Pflege anbietet und so empfehle ich die Freistil-Serie auch immer wieder gern. Eine Review zur Reinigungsmilch findet Ihr z.B. *hier*.
Und die Unternehmenswerte "FAIR ORGANIC VEGAN" sprechen für sich.

Die 'neue' Serie - sie ist bereits seit Oktober letzten Jahres im Handel erhältlich - ist eine Hommage an der Unternehmensgründerin Inge Stamm und besteht aus einer Body Mousse und einem Dusch-Körperpeeling. Letzteres war für mich nicht so interessant, da ich normalerweise keine Peelings verwende, aber die als luxuriös angepriesene Body Mousse umso mehr.


[Review] Couleur Caramel Essential I Palette...

23.01.2017

...oder: Love At 2nd Sight

Dekorative Kosmetik kommt hier auf dem Blog leider immer etwas kurz. Nicht, dass ich nicht wollte, aber da ich kaum Teint-Produkte benutze, fällt alles in Richtung Foundation schon mal 'raus. Und dann wäre da noch die Sache mit den Fotos; mir fehlen diesbezüglich Lust, Talent und das richtige Equipment. Die dunkle Jahreszeit ist da nicht gerade förderlich. 

Da es heute um die Eye Essential 1 Palette von Couleur Caramel geht, nehme ich das "essential" hinsichtlich der Fotos mal wörtlich ;) Und widme ihr einfach mal einen Post.



Es gibt Beautyprodukte, die findet man auf den ersten Blick nicht so spannend. So erging es mir zumindest mit eben dieser. Während Mexi und Jenni Ende vorletzten Jahres ganz begeistert waren - und diese schließlich auch kauften, war ich eher *gähn* - was soll ich auch mit einer Palette, die im Prinzip alle Farben enthält, die ich bereits besitze?!

[Review] Biobrush Berlin* - Zähneputzen (öko)logisch?

17.01.2017

Ich geb's zu: das Thema Zahnbürsten ist auf den ersten Blick nicht unbedingt spannend. Dachte ich zumindest - doch ich wurde eines Besseren belehrt...

Auch wenn ich gern mal an Naturkosmetik herumnörgele, für eines bin ich ihr mehr als dankbar (neben der tollen Menschen, die ich aufgrund meines Hobbies kennen lernen durfte): den Denkanstoß hin zu einem nachhaltigeren Leben. Ich bin zwar noch immer nicht die Queen of Zero Waste (oft genug eher noch eine Umweltsau), aber inzwischen ist mein Bewusstsein zumindest dahingehend sensibilisiert und ich arbeite an mir.

Ein Thema, das mich dabei schon länger beschäftigt, sind in der Tat Zahnbürsten. Wohl kein Wunder; habe ich täglich ja mindestens zwei Mal im Mund. Da bei mir ein erhöhtes Paradontose-Risiko besteht, halte ich mich auch an das 1x1 der Zahnhygiene und wechsle brav (anders als bei Mascara ;)) alle 2-3 Monate die Zahnbürste. Macht also 4-6 Bürsten, die jährlich in den Müll wandern. Klingt erst mal nicht so wahnsinnig viel, in 10 Jahren sind das aber immerhin 50 Zahnbürsten.

Versucht habe ich es bereits mit der Eco Bamboo-Zahnbürste aus BPA-freien und biologisch abbaubaren Nylon und Bambus. Obwohl ich mir damals die als "weich" ausgelobte Variante gekauft habe, war sie mir einfach viel zu hart und das Gefühl im Mund und an den Zähnen so unangenehm, dass ich sie ziemlich schnell wieder entsorgt habe. Auch die Wechselkopf-Zahnbürste aus dem Biomarkt - macht auch Müll, aber immerhin etwas weniger - konnte mich aus den gleichen Gründen nicht überzeugen. Mit dem Thema ökologisch abbaubare Zahnbürsten war ich also erst mal durch. 

Behind the Scenes: oder warum ich manchmal kein PR-Sample brauche,

12.01.2017

um zu wissen, dass ein Produkt nichts für mich ist.

Das Blogger-Leben ist doch ein Traum; Einladungen zu Events, von Firmen gepudert und ein Badezimmer voll mit Produkten, die man kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen hat. 

Die Realität sieht natürlich anders aus: je nach Professionalisierungsgrad, steckt eine ganze Menge Arbeit im selbigen und bei 5 Lesern, öffnet man auch nicht jeden Tag den Briefkasten und findet Pakete gefüllt mit Produkten. Mal ganz von der Frage abgesehen, ob man das überhaupt möchte. Das dies auch schnell in Frust umschlagen kann, darüber hat Karin//Kosmetik Natürlich im vergangenen Jahr geschrieben. Und meine Meinung zu PR-Samples habe ich hier auch schon einmal ausführlich kund getan.



Die aktive Seite hinsichtlich kostenloser Produkte tendiert in meinem Fall gen Null. Dennoch flattern immer mal wieder Anfragen in mein eMail-Postfach. Inzwischen kann ich darüber lachen, aber anfangs war die Freude groß, schließlich hat jemand mein kleines Blögchen in den weiten des Internets gefunden, um dann schnell in Enttäuschung umzuschlagen. 95% sind nämlich Schrott: Produkte, die so überhaupt nicht zu mir und meinem Blog passen (und die manchmal schon fast absurd sind: von Hängematten bis hin zu Hochzeitskleidern oder einer selbst erstellten Infografik, die einen wahnsinnigen Mehrwert für den Leser hat). Das Gros sind ohnehin Copy+Paste-Nachrichten. Manch einer schafft es immerhin, ins Impressum zu schauen und meinen Namen in die Nachricht einzusetzen. Viele aber nicht mal das. Richtig übel nehmen kann ich das noch nicht einmal, denn klar, virales Marketing boomt. Und Hand auf's Herz: wer hat nicht schon mal ein Produkt gekauft, dass von einer lieben Bloggerin hoch gelobt wurde?^^ 

Auch eine beliebte Form der Anfragen: ob man nicht für ein bestimmtes Portal schreiben möchte. Natürlich nicht gegen Bezahlung, nein, gegen Reputation. Ich soll also bitte Content liefern, jenseits meines eigenen Blogs, quasi kostenfrei, aber nicht umsonst, denn das brächte ja auch meinem Blog Aufmerksamkeit. Klar, oder ich blogge einfach hier...

Die dritte Form, der Anfragen bezieht sich auf "Kunden", die immer auf der Suche nach Bloggern sind, die über die Marke, ein Produkt o.ä. schreiben. Die Entlohnung häufig gering, umso höher aber die Anforderungen; der Beitrag müsse so und so lange online bleiben und natürlich müssen die Verlinkungen "do follow" sein. In diesem Fall spielt die Reputation des Bloggers dann keine Rolle ;). 
Anfragen zum Mediakit oder zur Preisliste, beantworte ich standardmäßig damit, dass ich so etwas nicht habe, da ich einen privaten Blog betreibe und dies auch so beibehalten möchte. Vor einigen Monaten erreichte mich allerdings eine Anfrage einer Agentur, die bei passenden Auftraggebern auf mich zukommen wolle. Sponsored Posts ist so eine Kategorie, die ich eigentlich nicht bedienen möchte. Interessant fand ich aber, dass die Do-Follow-Link-Sache angesprochen wurde und ich solche von vornherein ausschließen konnte. Eigentlich eher erschreckend, zeigt es doch, dass es da noch genug Firmen und offensichtlich auch Blogger gibt, die dies anbieten und annehmen. Spaßeshalber und aus Neugierde habe ich mich eintragen lassen, da daraus keine Verpflichtung für mich entstand. Ratet mal wie viele passende Kooperationspartner mir bisher vorgeschlagen wurden...(ja, "0")

Dass sich nicht jedes Start Up erlauben kann, Geld für Beiträge auszugeben, verstehe ich und da ich mit dem Blog nicht das Ziel verfolge Geld zu verdienen, habe ich auch nichts gegen ein Produkt-Sample einzuwenden. 

Blogger-Mantra: kosten- und bedingungslos!

Und auch, wenn es gebetsmühlenartig wiederholt wird; es hat schon einen Sinn. Schließlich möchte ich selbst bestimmen, ob, wann und in welcher Form ich darüber berichte (oder eben auch nicht) und vor allem: ehrlich.  

Aufhänger für diesen Beitrag war auch eine spezielle Anfrage, die ich vor vier Wochen erhielt: eine Creme, die mit MIR kooperieren möchte. Da man sich die Mühe gemacht hatte, meinen Namen einzufügen, las' ich erst mal weiter. Eine Repaircreme bei Hautproblemen fand ich schon mal spannend. Ayurvedische Produkte sind jetzt nicht so ganz meins, aber hey. Während ich gewohnheitsmäßig nach den Inhaltsstoffen suchte, zeichnete man aber schon mal ein Bild über die zukünftige Zusammenarbeit: ich bekäme eine Creme zur Verfügung gestellt und würde im Gegenzug einen Blogbeitrag und/oder Instagram Post mit Feedback und der entsprechenden Verlinkung und vorgegebenen Hashtags verfassen. Ganz offensichtlich haben zwar die meisten Blogger 'kosten- und bedingungslos' verinnerlicht, nicht aber unbedingt Marken oder PR-Agenturen.

Hier übrigens die Inhaltsstoffe der "hochwertigen ayurvedischen Produkte, die Natürlichkeit, Tradition und Wirksamkeit vereinen":


Ingredients (Inhaltsstoffe):
Petrolatum (Vaseline), Cocos nucifera oil (Kokosöl), Cera Microcristallina (Mikrowachs), Paraffin (Paraffinwachs), Azadirachta indica bark and leave extracts (Niembaum), Curcuma longa rhizome extract (Gelbwurz), Rubia cordifolia root and stem extracts (Färberwurzel), Wrightia tinctoria leaf oil (Sweet Indrajao), Parfum (Parfüm), BHA (Butylhydroxyanisol), Titanium dioxyde (Titandioxyd) 

Ich finde es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass in der Signatur der eMail 
"Before printing, think about the environment!" steht...

Manchmal braucht man eben kein Sample, um zu wissen, dass ein Produkt nichts für einen ist...

Aufgebraucht und Nachgekauft November & Dezember 2016

07.01.2017

Hach, was wären Jahresanfangs-Beiträge ohne einen Rückblick?
Meinen gibt es diesmal in Form der Produkte, die ich im November und Dezember aufgebraucht habe ;).


Geleert habe ich das Mandelöl von TEA Natura, dass ich bereits in meinem Ecco-Verde-Haul gezeigt habe. Und das war 2015! In Sachen Körperpflege hat sich ein so großer Vorrat ange-sammelt und ich wechsle munter zwischen den Produkten hin- und her, so dass das Aufbrauchen einfach dauert. 
Mandelöl lässt sich prima als In-Dusch-Bodymilk verwenden; ich spüle es allerdings gar nicht erst ab, sondern lasse es einziehen. Funktioniert hat es und mit 3,99€ für 100ml ist es auch erschwinglich, beim nächsten Mal würde ich dann aber doch etwas tiefer in die Tasche und zu einem aus kontrolliert biologischem Anbau greifen.
Nachkaufprodukt? Mandelöl auf jeden Fall, aber dann von einer anderen Marke.

Trotz der vielen Schniefnasen um mich herum, bin ich gesundheitlich ganz gut durch den Winter gekommen. Irgendwann hat es mich dann aber doch erwischt. Bei den ersten Anzeichen springe ich dann immer in die Badewanne. Das Erkältungsbad von Altapharma/Rossmann gehört dabei zu meinen Lieblingen. Wie bei Zahnpasta, habe ich es bei Erkältungsbädern auch lieber etwas minziger.
Nachkaufprodukt? Ja

Apropos heiße Bäder...dass Dresdner Essenz da mein absoluter Liebling ist, ist wohl ein offenes Geheimnis. Deshalb musste ich auch beim Cremebad-Set zuschlagen. Einen der drei Minis habe ich im Dezember verwendet: das Wintercremebad. Im Oktober hatte ich schon meinen kleinen DE-Haul auf Instagram gezeigt; u.a. auch das Cremebad Sanft und Seidig, das tatsächlich auch schäumt. Mit den Minis verhält es sich ebenso, nur sind sie zusätzlich weihnachtlich beduftet. Hinsichtlich der Haut pflegt es nicht übermäßig, trocknet sie aber auch nicht aus.
Nachkaufprodukt? Ich fürchte, bei dem Set handelt es sich um eine Limited Edition. Deshalb leider nicht möglich.
edit:Natürlich Schöner hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass im Cremebad Mikroplastik enthalten ist. Da liest man einmal die Deklaration nicht...Generell unnötig, in einem Badezusatz umso mehr. Deshalb kein Nachkauf, auch wenn dieser möglich wäre.

Wenn irgendwo Grapefruit draufsteht, dann muss ich es in aller Regel auch kaufen. So auch das Duschöl Shibuya von Ponyhütchen, welches mit 14,99€ für 150ml wahrlich nicht günstig ist. Weil Duschgel nun mal hauptsächlich Tenside sind, greife ich da normalerweise auch zu NK-Drogerie-Produkten. Aber die Mischung aus Zitrusduft und Öl, hat mich dann doch neugierig gemacht. Das Duschöl ist recht flüssig (obacht! Man sollte den Deckel deshalb auch immer gut verschließen; ich habe das natürlich nicht gemacht und es ist direkt umgekippt und ausgelaufen...) und emulgiert leicht auf. Für den Winter ist es mir nicht reichhaltig genug, in den wärmeren Monaten fand ich es aber klasse. Es pflegt eben schon einen Tick mehr als es ein normales Duschgel tut.
Nachkaufprodukt? Jein. So sehr ich den Duft mochte...Duschgel und hinterher ein Öl tun es auch. Bei einem Angebot würde ich aber sicher noch mal zugreifen.



Muss ich zur Skin Recovery Daily Moisturizing Lotion von Paula's Choice eigentlich noch viel schreiben?! Mein liebster (mineralischer) Sonnenschutz, da er nicht weißelt (nur kurz, zieht dann aber ein), ein angenehmes Hautgefühl hinterlässt und super bei meiner eher trockenen Haut funktioniert. Aus Umweltgründen möchte ich eigentlich auf das Silikon verzichten, aber aufgrund der Glamour Shopping Week habe ich dann noch mal zugeschlagen und dann auch schon wieder eine Tube geleert. 
Nachkaufprodukt? Wenn es mal wieder ein entsprechendes Angebot gibt, ja. 

Die Balea Q10 Anti-Falten-Creme mit LSF wurde in der Skincare-Community ziemlich gehyped. Kein Wunder; die Formulierung ist gut, mild und der Preis ist unschlagbar. Ich vermute bei mir schon seit längerem, dass ich bei heißen Temperaturen synthetische Filter nicht so gut vertrage, da dann meine Haut immer spannt und brennt. Mit dem Kauf wollte ich die Hypothese nun endlich nachprüfen. Allerdings hat die Abfüllung im Tiegel mehrere Nachteile: Oxidation, Gewicht und Masse. Aufgrund des Glastiegels und dessen Gewichts habe ich sie dann doch nicht mit in den Urlaub genommen. Ohnehin muss man ziemlich schichten und bei meiner Tube bzw. dem Spender von Alga Maris, kann ich die Mindestmenge weitaus besser einschätzen. Und den Duft fand ich gewöhnungsbedürftig. Kein Wunder; die Creme ist zwar mild parfümiert, seit ich aber unbeduftete Produkte im Gesicht verwende, reagiere ich da sehr empfindlich drauf. Übrigens habe ich mich vergriffen bzw. hatte die Filiale, in der ich die Creme gekauft habe, nur die LSF 15-Variante da. Die 30er habe ich dann später gekauft. Die 15er ist etwas leichter und lässt sich m.E. besser schichten, hat aber eben auch den Nachteil des niedrigeren LSF. 
Nachkaufprodukt? In der 30er Variante ja, allerdings nicht als alleiniger Sonnenschutz. Wegen des Preises habe ich eben noch mal online nachgeschaut und da scheint es diese nicht mehr zu geben. Schade!

Der transparente Puder aus der Organic Wear-Serie von Physician's Formula gehört nach wie vor zu meinen Lieblingen, um das Glänzen des Sonnenschutze zu minimieren. Dies ist der zweite Tiegel, den ich nun geleert habe. Leider wurde er ausgelistet. Ein Back Up habe ich noch hier, danach muss ein Ersatz her - vielleicht habt Ihr ja einen Tipp für mich? Derzeitig liebäugele ich mit den UnPowder von RMS Beauty. 
Nachkaufprodukt? Leider nicht möglich :(



Flouridgaltige NK-Zahncremes...ein Dauerthema bei mir. Von Tom's of Maine hatte ich bereits eine Variante und mochte sie wahnsinnig gern. Im Sommerurlaub habe ich in Florida dann noch mal eine gekauft: Whole Care Peppermint, die mir genauso gut gefallen hat, wie die Sensitive Maximum Strength. Sie schmeckt einfach so toll und frisch nach Minze, der Schaum ist angenehm - nicht zuviel und nicht zu wenig - und die Reinigungsleistung ist klasse. Nachteil: sie enthält ein nicht ganz so mildes Tensid und ist hier nicht erhältlich.
Nachkaufprodukt? Prinzipiell ja, denn sie hat mich von allen getesteten NK-Zahncremes am meisten überzeugt, so dass ich sogar über das Tensid hinwegblicken würde. Da ich sie aber in Übersee bestellen müsste, nicht.

Die Styx Aloe Vera Körpercreme Probe steht so ein bisschen stellvertretend für die Proben, die ich in letzter Zeit geleert habe. Schon 2016 habe ich mir vorgenommen, dass ich nicht mehr soviel hamstern will. Aufgrund einiger Kurztrips im November und Dezember habe ich kräftig daran gearbeitet, wollte den Müll dann aber nicht noch mit nach Hause nehmen. Da es hauptsächlich Duschgele und Bodylotions waren und mich keine davon so richtig umgehauen hat, fand ich das dann auch hinsichtlich eines Aufgebraucht-Posts okay ;).


Von zwei Produkten habe ich mich getrennt, ohne sie vollständig aufzubrauchen: das Manuka Honey Gel von Living Nature habe ich schone eine gefühlte Ewigkeit. Und auch wenn so viele davon schwärmen, habe ich nicht den Eindruck, dass es bei mir Unreinheiten schneller abklingen lässt. Den Geruch finde ich furchtbar und da es nur reizt, aber nicht hilft, aber auch schon zu alt ist, um es weiterzugeben, wird es nun entsorgt. BHA und Retinol funktioniert bei mir einfach sichtbar besser.

Warum ich mir von P2 Perfect Look! Beauty Nails gekauft habe, weiß ich beim besten Willen nicht mehr. Besitze ich auch schon eine gefühlte Ewigkeit. Ich habe ihn/sie/es dann als Unterlack verwendet bis er so eingedickt ist, dass er nicht mehr wirklich zu verwenden war. Auch ein Verdünner hat nicht geholfen und so kommt er nun weg.

Nachgekauft habe ich lediglich Zahncreme; die von Alverde mit Nanaminze.


Ich hoffe, Ihr seid gut ins neue Jahr gekommen!
Habt Ihr Euch schon von Altlasten befreit?
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