Mein Oily Grail: 3 Trockenöle im Vergleich

11.09.2017


Guten Tag, mein Name ist Sandra und ich bin süchtig nach Trockenölen!

So - oder ähnlich - müsste wohl mein Vorstellungstext seit der Vivaness beginnen. Auch Monate später muss ich noch bei dem Gedanken daran schmunzeln, wie ich Jenni/Pretty Green Woman und Sandra/Mexicolita mit meiner Begeisterung erfreut habe, sobald sich in den jeweiligen Gesprächen ergab, dass die Marke auch ein Trockenöl führte. Dies erklärt auch, warum zwei der drei Trockenöle, die ich Euch heute vorstelle, PR-Samples sind ;).

Begonnen hat meine Sucht Liebe mit dem L'Or Bio von Melvita. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern woher ich die Probe, ein kleiner Plastik-Sprühflakon, hatte, aber genau diese Verpackung war (neben des Duftes und der Pflegewirkung, versteht sich) wohl ziemlich entscheidend. Wenn es eine Produktkategorie bei uns im Badezimmer gibt, die ziemlich überrepräsentiert ist, dann Bodylotion. Und so sehr ich den Gedanken an eine gut gepflegte und duftende Haut nach Bad oder Dusche mag, scheitert genau dies doch an meiner eigenen Faulheit und dem Gedanken an die klebrigen Hände nach dem Eincremen. Ich habe ja nie verstanden, warum Spray-Bodylotions nie "ein Ding" geworden sind.

Beschäftigen wir uns aber noch kurz mit dem Oxymoron Trockenöl, bevor ich Euch meine 3 Schätze näher vorstelle. Dass Trockenöle nicht wirklich trocken sind, bemerke ich spätestens nach meiner doch recht ausgiebigen Sprühsession. Gerade auf den Fliesen sind Produktreste mehr als rutschig. Etwas Vorsicht ist also geboten ;). Bei dem Begriff handelt es sich aber auch vielmehr um einen künstlichen der Kosmetikindustrie; für den keine wissenschaftliche Definition vorliegt. Gemeint ist, dass die Öle schneller einziehen und keinen fettigen Ölfilm auf der Haut hinterlassen. Dies wird in aller Regel auch damit unterstrichen, dass sie als "Multi-Purpose-Produkte" beworben werden - was Öle ja im Prinzip immer sind. Wie gut bzw. wie schnell Öle einziehen und wie stark der Fettfilm ist, den sie hinterlassen, hängt mit dem jeweiligen Fettsäurespektrum zusammen. Als Massageöle eignen sich beispielsweise jene, die ölsäure betont sind. Sie ziehen gut ein, aber eben mit einer gewissen Verzögerung, wohingegen linolsäurereiche Öle schneller einziehen und weniger rückfettend sind. "Nicht-trockene" Öle enthalten mehr gesättigte Fettsäuren, die dann eben einen Fettfilm auf der Hautoberfläche hinterlassen.

Melvita "L'Or Bio Huile Extraordinaire" - Laboratoires de Biarritz "Huile Océane"* - Cattier Trockenöl "Kamelie Argan"*



Aufgebraucht & Nachgekauft Juni bis August 2017

03.09.2017


Ein neuer Monat, ein neuer Aufgebraucht-Post. In den letzten Monaten war ich in Sachen Hautpflege recht minimalistisch unterwegs (in der kühleren Jahreszeit wird sich das wohl nun wieder ändern und ich habe Lust neue Produkte zu testen). Dennoch hat sich während der Blogpause ein bisschen 'was angesammelt. Zeit, dies noch mal retrospektiv zu beleuchten.


Wenn eines bei uns zu Hause nicht fehlen darf, dann Erkältungsbad; sobald eine im Anflug ist, dann springe ich in eben dies. Leider hat es diesmal nicht geholfen und sie ist bereits gelandet. Sommergrippe oder doch schon herbstbedingt; bei diesem Wetter kann man das wohl nicht so recht sagen. Die Version von Real Quality fand ich ganz gut, merke aber auch nicht so einen großen Unterschied zwischen den verschiedenen Marken.
Nachkauf? Prinzipiell schon, allerdings nicht gezielt. Ich kaufe da, wo ich gerade bin.

Wirklich viel gebadet habe ich während des Sommers nicht. So ist dann auch erst nach längerer Zeit ein Klassiker meiner Aufgebraucht-Beiträge leer geworden: die Badekristalle Gelenke & Muskel Wohl von Kneipp. Ich mag das Entspannungsbad wahnsinnig gern, weil ich mir einbilde, dass es tatsächlich die Muskeln entspannt, gleichzeitig nicht zu krautig riecht. Nachgekauft habe ich es schon unzählige Male.
Nachkauf? Da bin ich mir inzwischen tatsächlich nicht mehr so sicher. Die Badekristalle gehören zwar nicht zur NK-Linie von Kneipp, allerdings bereitet es mir ein bisschen Bauchschmerzen, dass in einen Bädern Mikroplastik enthalten ist.

Geduscht habe ich dafür häufiger. Das Enjoy Duschgel von Charlotte Meentzen war Teil meines Gewinnes auf dem Beautypress Event in Köln. Die Marke hatte ich in Sachen Körperpflege bisher nicht auf dem Radar und war sehr positiv überrascht, dass es nach meinem liebsten Sommerduft - Grapefruit - gerochen hat. Und Mandarine und Orange. Zudem ist es vegan.
Nachkauf? Eher nicht, auch wenn es mir gefallen ist. Duschgel besteht hauptsächlich aus Tensiden und dafür sind mir 10€ einfach zu teuer.

Nicht auf dem Foto zu sehen, da ich die leere Verpackung nicht aus dem Urlaub mitschleppen wollte: das Pflege Duschgel Sanddorn Pfirsich von Eco Cosmetics, das beim Blogger-Event bei Pure Schönheit im Goodie-Bag hatte. Das Duschgel ist deutlich dickflüssiger als andere Produkte, was ich beim Duschen sehr angenehm fand. Aufgrund meiner Pfirsich-Duft-Abneigung hatte ich erwartet, dass mir eben dieser nicht unbedingt zusagen würde, aber Sanddorn überwiegt.
Nachkauf? Mochte ich. Vegan ist es auch. Aber wie beim Enjoy-Duschgel: 10€ sind mir für ein Duschgel einfach zu teuer. Deshalb nicht.



Eigentlich hatte ich ja angenommen, dass ich mit meiner "Testreihe" NK-Zahnpasta mit Fluorid durch bin - so viel Auswahl gibt es da ja nicht. Aber weit gefehlt. Ich konnte zwei weitere ausfindig machen!

Auf die Kingfisher Min Natural Toothpaste with Fluoride aus den UK, bin ich bei einer Bestellung auf Alles-vegetarisch.de gestoßen. Ironischerweise habe ich vor allem eines gekauft: Süßigkeiten :D. Ich habe mich monatelang nach vegetarischen Marshmallows verzehrt, die plötzlich nirgends zu kriegen waren. Für meinen Freund, der (bisher) weder Vegetarier noch Veganer ist, gab's Vego-Riegel. Laut seiner Aussage übrigens die beste Schoko-Nuss-Schoki ever. Und das muss schon was heißen. Mit 3,99€ im preislichen Mittelfeld - ich habe schon mehr Geld in derartige Zahncremes investiert (aber eben auch weniger ;)). Vorweg: ich mag es lieber etwas schärfer und minziger und die Kriterien hat sie erfüllt. Auch das Putzgefühl war durchaus angenehm. Etwas weniger gut gefällt mir, dass sie mit 1050ppm eher im unteren Bereich der empfohlenen Dosis (1000 -1500ppm) liegt. Ich hatte schon andere Zahncremes, die dann zusätzlich Xylitol enthalten haben. Dies ist hier leider nicht der Fall. Auch in Bezug auf das enthaltene Sodium Lauryl Sarcosinate bin ich etwas unsicher. Das Tensid wird es als aus Palmöl gewonnen. Leider konnte ich nicht ausmachen, ob es sich dabei um Bio-Palmöl handelt. Bei der Recherche bin ich dann darauf gestoßen, dass das Tensid überwiegend aus Kokosöl gewonnen wird (was zwangsläufig auch nicht besser ist, aber das wäre vielleicht mal ein Thema für einen anderen Post). Trotz der selben Initialen scheint es jedoch milder als SLE (Sodium Lauryl Sulfate) zu sein.
Nachkaufprodukt? Grundsätzlich mochte ich die Zahnpasta richtig gern. Ich merke allerdings mal wieder, dass ich mich mit der Sache mit dem Palmöl noch mal eindeutig genauer auseinandersetzen muss und erst dann eine endgültige Entscheidung treffen kann.

Am Wochenende des Beautypress Events in Köln, habe ich mich auch in den dortigen Bioläden umgeschaut. Lustigerweise war die Neobio Zahncreme, die erste NK-Variante, die ich nach meiner Umstellung gekauft habe und damals auch ganz gern mochte. Allerdings beschloss ich dann, dass ich nur Zahncremes mit Fluorid benutzen möchte und so habe ich sie nicht wieder nachgekauft. In Köln entdeckte ich dann, dass es davon sehr wohl noch eine zweite Variante gibt. Kostenpunkt etwa 1,70€. Hierbei handelt es sich um eben so ein Kombiprodukt mit Fluorid und Xylitol. Allerdings fand ich hier überhaupt keine Angaben zum Gehalt. Enthalten sind hier gleich zwei, wenn auch sehr milde, Tenside, Alcohol und Titanium Dioxide. Auf Letzteres möchte ich bei meinem Sonnenschutz nicht verzichten, muss ich in meiner Zahnpasta aber schlichtweg nicht haben.
Nachkaufprodukt? Klares nein. Die Inhaltsstoffe gefallen mir nicht, zudem war sie mir geschmacklich zu lasch und zu bröckelig im Mund.


Nach dem Mund geht es nun weiter mit dem kompletten Gesicht ;).
Das Balea Reinigungsöl ist inzwischen ein Klassiker in meiner Gesichtspflegeroutine und wird immer wieder nachgekauft (da es ja glücklicherweise im Sortiment geblieben ist). Anders als Reinigungsmilchen, bekomme ich damit problemlos Schminke und Sonnenschutz vom Gesicht (nur für die Augen benutze ich einen Extra-Entferner). Es ist mild formuliert und günstig. Und hat für mich den Vorteil gegenüber reinem Pflanzenöl, dass es auch Emulgatoren enthält, die für mich die Reinigung einfach angenehmer machen. Nachteil: es enthält Palmöl.
Nachkauf? Aufgrund der Palmöl-Problematik sollte ich nicht. Leider habe ich bisher aber noch keine für mich funktionierende Alternative gefunden.

Die Reinigungsmilch Pur von der Cremekampagne habe ich während unseres Besuches des Heldenmarkts in Berlin gekauft. Während ich das Öl am Abend verwende, ist Reinigungsmilch bei mir immer morgens im Einsatz. Sie ist deutlich pflegender/rückfettender als z.B. die I+M Freistil, aber nicht ganz so sehr wie z.B. die Myrto Cleansing Cream T.
Eine Review und die Gründe warum man morgens und abends reinigen sollte, findet Ihr bei Beautyjungle
Nachkauf? Prinzipiell schon, allerdings habe ich gesehen, dass sie ein wenig umformuliert wurde. Austesten werde ich die neue Version aber mit Sicherheit.

Ein weiterer Klassiker in meinen Aufgebraucht-Posts: die Skin Recovery Daily Moisturizing Lotion mit SPF 30 von Paula's Choice. Ich kaufe sie jetzt sicher schon seit gut 2,5 Jahren und sie ist bei mir täglich im Gebrauch. Mineralischer Filter, der nur beim Auftrag minimal weißelt, dann aber gut wegzieht. Kein Sonnenbrand, kein Brennen wie bei chemischen Filtern, nichts. Ich liebe sie. Abgesehen von dem Umstand, dass sie Silikon enthält. Was für meine eher trockene Haut auch super ist, nur leider nicht für die Umwelt. Jetzt werdet Ihr Euch sicher fragen, warum ich ansonsten immer schreie, dass Alga Maris der beste NK-Sonnenschutz ist. Ist er auch. Kein anderer kommt für mich an ihn ran. Dennoch: PC ist eben noch ein Hauch angenehmer, zieht einen Hauch besser weg und weißelt etwas weniger. Und die Silikone sind in Sachen Okklusion einfach besser, weshalb ich dann immer noch ein wenig lieber zu der umweltrelevanten Version gegriffen habe. Immer mehr stört mich jedoch, die Preissteigerung. Inflation, Entwicklungskosten, etc. verstehe ich. Ich habe allerdings mal nachgerechnet und in meinem Fall ist das eine Preissteigerung von knapp 14 %. Da habe ich keine Lust mehr drauf.
Nachkauf? Ich kann nicht ausschließen, dass ich nicht vielleicht doch mal wieder einknicke, aber eigentlich möchte ich nur noch meine aktuelle Tube aufbrauchen und dann nur noch Alga Maris kaufen.

Apropos schlechter Kundenservice: seitdem ich Prime-Kundin bei Amazon bin, habe ich immer öfter das Gefühl, dass genau dieser versagt. Etwas zu spät ist mir nämlich aufgefallen, dass mein Aloe Vera Gel von Aubrey fast leer ist. Mein Allround-Feuchtigkeitsmittel im Urlaub. Da wäre eine Prime-Lieferung die Rettung gewesen, tja, wäre sie wie angekündigt angekommen. So nahm ich also stattdessen die Probe des High Droxy Hydro Sprays mit. Und bin inzwischen verliebt, auch wenn mir der Preis für die Mischung eigentlich etwas zu teuer war. Es enthält Aloe Vera,  4% Niacinamid (das ich mir normalerweise in mein Aloe Vera Gel von der Cremekampagne mixen lasse),  Panthenol, Hyaluronsäure und Grüntee-Extrakt. Tolle Inhaltsstoffe, keine Frage, findet man prinzipiell aber eben auch NK. Trotzdem mochte ich den Feuchtigkeitsspender wahnsinnig gern und er hat mich super vor trockener, spannender Haut geschützt, wie ich sonst immer im Urlaub habe. Und die Anwendung ist denkbar einfach: ein Serum ist Sprayform!
Nachkauf? Schon geschehen. Nachdem ich auf Insta schwärmte, habe ich ein super Angebot zur großen Vollgröße erhalten und hab' direkt mal zugeschlagen.


Als hätte ich es beim Fotografieren geahnt: jetzt kann ich den Bogen ganz wunderbar zurück zur Hyaluronsäure und der Cremekampagne schlagen. Ebenfalls auf dem Heldenmarkt, habe ich nämlich eine Probe des Hyaluronserums gekauft. Eigentlich benutze ich da - und speziell für den Augenbereich - das Balea Beauty Effect Serum für Augen und Lippen bzw. den Booster, die preislich einfach unschlagbar sind. Hier haben mir die Inhaltsstoffe allerdings deutlich besser gefallen. Der Effekt ist allerdings der selbe: die Haut fühlt sich angenehm gekühlt und durchfeuchtet hat.
Ida hat auf Herbs and Flowers schon über das Serum geschrieben.
Nicole// Nur mal kurz gucken hat es sich auch zugelegt und Fräulein Immergrün schwärmt ebenfalls.
Nachkauf? Aufgrund der milden Inhaltsstoffe und nicht umweltrelevanten Inhaltsstoffe, tendiere ich tatsächlich nun zur Cremekampagne. Netterweise habe ich zum Highdroxy Spray gleich noch einen Spender dieses dazubekommen :)


Schließen wir das Thema "Aufgebraucht" nun mit dem restlichen Körper ab.

Geleert habe ich eine 50ml Dose der Chaya Körpercreme von Styx, die ich mir mal auf der Bionord gekauft habe, weil mich der Duft sofort angesprochen hat - was bei NK ja nicht so oft passiert ;). Beschrieben wird er als frühlingshaft, irgendwie hatte ich ihn aber als orientalisch in Erinnerung. Körpercreme ist hier auch die passende Bezeichnung: sie ist in der Tat ziemlich cremig, lässt sich aber gut auftragen und zieht schnell ein. Hinterher fühlt sich die Haut gut gepflegt an.
Nachkaufprodukt? Wenn ich nicht noch eine ganze Reihe an Dosen der Variante "Solantha" hier hätte, dann bestimmt.

Mein derzeitiges Hassthema: Antitranspirant. Nicht, weil ich Aluminiumchlorid scheue - ganz im Gegenteil. Es ist inzwischen unmöglich noch eines zu finden, dass möglichst nicht oder kaum beduftet ist, keinen Alkohol enthält, tierversuchsfrei und nicht umweltrelevant. In der Marke Aveo hatte ich dies endlich gefunden. Aber auch diese Zeit sind vorbei; es wurde umgestellt D:.
Nachkaufprodukt? Nicht möglich :(

Nach Sante und Benecos, habe ich nun den Terra Naturi Nagellackentferner ausprobiert. Allen ist gemein, dass sie ohne Aceton auskommen und in der Zusammensetzung ziemlich ähnlich sind. In der Anwendung ebenfalls. Sie funktionieren im Prinzip genauso wie konventionelle Entferner, allerdings benötigt man hier mehr Zeit und Geduld, denn man muss hier deutlich länger rubbeln. Dafür ist der Geruch auch angenehmer.
Nachkaufprodukt? Trotz der Ähnlichkeit, hat mir Sante doch ein wenig besser als die anderen gefallen.

Die Regenerierende Handcreme Bio-Lavendel & Bio-Vanille habe ich, wenn ich mich recht entsinne, auf der Vivaness bekommen. Lavendel ist immer so eine Sache für mich: es gibt Produkte, da liebe ich ihn, bei anderen mag ich den Duft gar nicht. Hier fand ich ihn ganz okay, für mich hätte man aber die Vanille gern deutlicher riechen können. Die Pflegewirkung fand ich ganz gut, allerdings mag ich es am Abend lieber noch etwas reichhaltiger.
Nachkaufprodukt? Ich mochte sie zwar, aber nicht so sehr als dass ich sie direkt noch mal kaufen müsste.


washing-green.com

Kommen wir nun zu den Produkten, die ich zudem nachgekauft habe.
In Sachen Antitranspirant und meinen Kriterien bin ich bei Edeka fündig geworden: allerdings auch nicht 100%, denn es enthält Silikone. Irgendwas ist ja immer... Ebenfalls dort gekauft habe ich die Alviana Zahncreme Minze und das Erkältungsbad. In Sachen Duschgel ist es dann wieder Grapefruit geworden. Die Pink Energy-Edition wurde ja noch mal aufgelegt und aktuell will ich mich noch nicht mit dem Herbst anfreunden.

Seid Ihr auch Prime-Kunden? Klappt das nur bei mir nicht?
Was habt Ihr denn so aufgebraucht und nachgekauft?

My Eco Birthday Wishlist

28.08.2017


Long time no see! Nach einer eher ungeplanten - und recht langen - Sommer-Blog-Pause, melde ich mich nun endlich zurück. Wie die Zeit verfliegt! Sind wir nicht gerade erst ins neue Jahr gerutscht? Und jetzt ist die erste Jahreshälfte schon wieder rum... und somit naht mein Geburtstag. Den ich eigentlich abschaffen wollte. Aber gut, den 25.ten kann man ja vielleicht noch mal mitnehmen 😜.

So stellt sich zwangsläufig auch die Frage: "Was wünscht Du Dir eigentlich?" Eigentlich nichts...und so habe ich damit begonnen, eine Wunschliste zu erstellen. Am Ende sind es dann doch mehr Dinge geworden als anfänglich gedacht. Und damit zusammenhängend auch ein paar Vorsätze für's neue Lebensjahr, die ich mit Euch teilen möchte.

Hier kommt sie also, meine Eco-Birthday-Wishlist...


1. Das Namast'ay in Bed - Yoga-Shirt trifft genau meinen Humor. Gefunden habe ich beim Stöbern bei OGNX. Mein Ziel für's neue Lebensjahr heißt nämlich: mehr Sport. Oder überhaupt mal wieder Sport 😁Daran arbeite ich allerdings schon! Seit unserem Urlaub gehe ich 3x pro Woche Laufen. Wenn mir das jemand noch vor unserem Urlaub gesagt hätte, hätte ich ihm vermutlich den Vogel gezeigt. Ich fand Laufen ungefähr bis zu den Bundesjugendspielen toll. Tanzen, Turnen, alles super...aber Leichtathletik? Ohne mich! Gut, ich jubiliere jetzt immer noch nicht, aber ich verspüre auch keinen absoluten Hass. Ein echter Fortschritt für mich! Und so bekloppt es klingen mag, aber ich habe festgestellt, dass mich (schöne) Sportbekleidung motiviert. Und da brauche ich ganz dringend mehr. Vor allem Sport-BHs. Ein bisschen 'was habe ich bereits bei Tchibo gekauft. Dank der "Gut Gemacht"-Kampagne bekommt man da inzwischen ja schon ein paar ganz nette Stücke. Bei Sportbekleidung liegt die Schwierigkeit zudem darin, dass synthetische Fasern wesentliche Vorteile gegenüber natürlichen haben, gleichzeitig aber eben nicht immer umweltverträglich sind. Vielleicht habt Ihr ja ein paar Tipps für mich in Sachen Laufschuhen und -bekleidung?

2.  Auch wenn man es fast annehmen könnte, die Yoga Design Lab - Yoga-Matte "Mandala Depth", die ich bei Nicetomeetme.at gefunden habe, soll ich nicht nur den Bogen zurück zum Thema Yoga schlagen. Ich liebäugele schon lange damit mit Yoga zu beginnen. Ein bisschen habe ich das auch schon getan, in Form von Youtube-Videos (Yoga with Adriene finde ich sehr empfehlenswert). Seit ich bei Wuscheline über ihren liebsten Yogalehrer las, möchte ich mir die DVD-Box kaufen. Sinnvoller erscheint es mir jedoch, erst mal einen Kurs zu besuchen. Yoga ist ja nicht ganz ungefährlich, deshalb liegt eine professionelle Einweisung nahe. Und mein zweiter Vorsatz für's neue Lebensjahr: öfter mal über den eigenen Schatten springen. Während ich mich als Einzelkind prinzipiell gut allein beschäftigen kann und auch unter Menschen sein, empfinde ich das Treffen auf Menschen als introvertierter Mensch noch immer eher unangenehm. Alleine shoppen? Kein Problem! Alleine einen Kurs besuchen? Bisher unvorstellbar für mich. Das soll sich nun ändern. Eine neue Yoga-Matte ist dafür nicht notwendig, aber unsere alte Tchibo-Sportmatte hat wirklich schon bessere Tage gesehen, insbesondere da unsere Katze sie gern für ihr Yoga benutzt. Und so richtig motiviert mich die blaue Farbe auch nicht. Ein Fernziel ist also die Anschaffung einer wesentlich rutschfesteren, ökologischeren und dann auch hübscheren Matte.

3. Während ich es in Sachen Gesichtspflege duftfrei bevorzuge, mag ich es vor allem in den kühleren Monaten "cozy" und da gehören für mich Duftmelts- und Kerzen dazu. Wieso Kerzen umwelttechnisch gar nicht mal so unproblematisch sind, könnt Ihr übrigens *hier* bei Wasteland Rebel nachlesen. Die Duftkerzen von JOIK habe ich bei Hillanaturkosmetik gefunden: sie bestehen aus gentechnikfreiem Sojawachs und sind vegan. Vom Kauf hat mich bisher meine Pienzigkeit in Sachen Düfte abgehalten, obwohl Apple Glögg, Cherry Honey oder Crème Brulée wirklich lecker klingen. Aber bei 16,90€ habe ich doch ein bißchen Angst daneben zu liegen.

4. Apropos blindes Bestellen: das hält mich oft auch vom Kauf fairer und veganer Schuhe ab, die hier in den Offline-Läden in der Umgebung leider immer noch nicht so zahlreich vertreten sind, wie ich es mir wünschen würde. Mit eher kleinen Füßen, aber leider auch recht breiten und einem hohem Spann, liege ich meist genau zwischen den Größen 37 und 38. Gerade Ballerinas sind da ein Problem. Dennoch habe ich mich verliebt - und zwar in die aktuelle Fair Dancer Collection von Ethletic. Die abgebildeten in "light clay" haben es mir besonders angetan und sind derzeitig reduziert: von 49,90€ auf 39,92€ (wie die gesamte Kollektion). Auch wenn ich bereits ein Paar Ethletics mein Eigen nenne, konnte ich mich bisher nicht überwinden, weil ich wenig Lust auf die Retoure habe. Und toll für die Umwelt ist es ja auch nicht.

5. Apropos geizig ;). auch wenn ich in Sachen Fair Fashion bei der Unterwäsche anfangen möchte -schließlich trage ich diese am körpernächsten - und so sehr ich mich in den Bikini Slip Steady Suzie von Vatter verguckt habe, liegen 24€ noch über meiner Schmerzgrenze für einen "Schlüppi, auch wenn er zu 95% aus Biobaumwolle besteht, GOTS zertifiziert ist und fair hergestellt. Ein super Geburtstagsgeschenk also ;)

6. Auch wenn man es vermuten könnte, nein, hier geht's nicht schon wieder um Slips, sondern um Unterwäsche generell und einen Bikini im besonderen: auf Dawanda habe ich FRIJA OMINA entdeckt: eine GOTS zertifizierte Manufaktur, die genau diese herstellt. Der Bikini Fjorde besteht aus 78% recyceltem Nylon und 22% Lycra, ist chlor- und salzwasserbeständig und hat einen UV-Schutz (50+). Und wenn das allein nicht schon großartig klingt; er ist individualisierbar. Perfekt für mich, denn mir fällt nicht nur der Schuhkauf schwer. Während ich unten rum eine eher kleine Größe benötige, brauche ich obenrum eher eine L...gar nicht so einfach zu bekommen. 

7. Nicht nur in Sachen Bekleidung, auch wenn es Schmuck geht, möchte ich fairer und nachhaltiger werden. Angetan hat es mir die Marke Fremdformat, die ihre Stücke aus Resten der metallverarbeitenden Industrie herstellt, produziert wird so nachhaltig wie möglich. Besonders angetan hat es mir die Messingkette, die individualisierbar ist. Meinen Wunschtext weiß ich schon :)

8. Lange habe ich meine Mutter nicht verstanden, die schon immer goldfarbenen Schmuck bevorzugt hat. Silbern musste meiner sein. Bis zum letzten Jahr; seitdem finde ich gold und geometrisch viel schöner. Ein perfekte Ergänzung ist deshalb auch der Dynamite Ring von Amara Ajai 

9. Zu einer Zeit, in der ich höchsten zwei Lidschatten auf den Augen trug, benutzte ich am liebsten meine Finger. Tue ich auch immer noch gern, inzwischen schätze ich aber sehr ein gutes Werkzeug (und mehr als 2 Farben ;)). Ein paar Pinsel habe ich bereits, aber in Zukunft wäre ein etwas größere Auswahl an AMU-Pinseln vorteilhaft. Stellvertretend für meinen Wunsch steht der Pinsel von Jacks Beauty Line, die nicht nur toll aussehen, sondern auch vegan sind. In Erinnerung hatte ich allerdings, dass diese in Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigungen bemalt werden. Dazu finde ich allerdings nicht mehr. Am liebsten wäre mir auch ein Set; vielleicht habt Ihr ja ein paar Tipps in Sachen veganer Schminkpinsel?

10. In Sachen dekorativer Kosmetik, bin ich eigentlich recht gesättigt. Nachdem meine Gesichtspflegeroutine in der letzten Zeit recht minimalisch war, habe ich allerdings Lust hier mehr mit Wirkstoffen zu experimentieren. Besonders spannend finde ich das Youth to the People Serum "Kale+Tripeptide 37 Vitamin C Hyaluronic Serum". Mit $62 jedoch kein Schnapper, deshalb steht es erst mal auf meiner Wunschliste.

11. Seren haben es mir wohl etwas angetan: den Hyaluron + Bloom Tropical Hydration Nector werde ich auf jeden Fall noch testen. Lovelydaybotanicals finde ich prinzipiell toll, denn die Deklaration ist vorbildlich und hier finden sich auch ein paar interessante Wirkstoffe in NK jenseits von Hyaluronsäure.

12. Last but not least hat sich dann doch noch ein dekoratives Stück eingeschlichen. Bei dem ich etwas zwiespältig bin - deshalb landet es auch auf der Wunschliste. Eigentlich bin ich mit NK-Mascara jenseits der 10€-Grenze durch. Und auch Kjaer Weis zaubert nicht das Volumen, welches ich gern hätte. Allerdings war ich nach dem Probetragen dann doch mehr als angetan, denn sie hält für eine NK-Wimperntusche wirklich gut. Das Besondere aber: sie lässt sich so wahnsinnig leicht entfernen. Das hatte ich bei Mascara noch nie. Während es nach zwei Stunden meist so aussieht als hätte ich nichts auf meinen Wimpern, halten sich die Reste so hartnäckig, dass ich sie trotz Gesichtsreinigung und extra AMU-Entferner kaum herunter bekomme. Hier hat schon mein Reinigungsöl gereicht. Ein Traum!


Kennt Ihr eins oder mehrere der gezeigten Produkte? Vielleicht habt Ihr auch ein paar Tipps für mich?











Aufgebraucht & Nachgekauft April 2017

04.05.2017

"April, April, der macht was er will" - treffender lässt sich ein Monat kaum zusammen fassen. 
Und das meint nicht nur das Wetter. Meine anfängliche Vorfreude, immerhin hatte ich 10 Tage
am Stück frei und das auch noch passend zu Ostern (in meinem Job nicht unbedingt die Regel),
glich bald beruflich und privat eher einer Talfahrt. Kurz: ein Monat, der zwar seine schönen Momente hatte, insgesamt aber lieber abgehakt werden möchte. Aber nach Regen kommt ja bekanntlich Sonnenschein und so freue ich mich umso mehr auf den Mai, der auch schon deutlich besser begonnen hat und mit einigen Events aufwartet. U.a. geht's für 4 Tage nach Mallorca. Ich bin schon voller Vorfreude, denn nichts "erdet" mich mehr als der Duft nach Sonne, Sand und dem Rauschen des Meeres. 
Und jetzt geht's los mit den geleerten Produkten des Aprils und dann wenden wir uns ganz schnell dem Mai zu ;)



Ein bisschen wehmütig verabschiede ich mich allerdings schon von den Produkten des Aprils. Z.B. vom Pflegeöl von Mysalifree*, das ich als PR-Sample zugesandt bekam und das mich eine gefühlte Ewigkeit begleitet hat, weil es so unheimlich ergiebig war. Benötigt habe ich nämlich nur wenige Tropfen. Am liebsten in Kombi mit meinem flüssigen BHA-Peeling. Seit ich reizfrei pflege, klappt es mit mir und Gesichtsölen ganz ausgezeichnet und die Mysalifree-Variante war der Einsatz für das Pai Rosehip Oil, das ich zwar auch sehr gern mochte, mich von der Wirkung aber nicht so ganz überzeugen konnte. Wem dieses zu sehr nach Tee riecht (was bei mir der Fall war, obwohl ich den Duft nun manchmal doch vermisse ;)), für den könnte das Bio-Reiskeimöl - ja, hierbei handelt es sich nicht "nur" um Naturkosmetik - ebenfalls eine Alternative sein. Für mich riecht es eher nussig. Besonders gut gefällt mir, dass das Reiskeimöl via CO2-Extraktion gewonnen wird und so besonders reichhaltig an Linol-, Linolensäuren und Tocopherolen ist. Es enthält zudem Maiskeim- und Sojabohnenöl. 

Nachkauf? Definitiv! Testen möchte ich vorab noch das Rosehip + Öl von Trilogy mit Antioxidantien, danach werde ich aber wieder zu Mysalifree zurückkehren.


Ich gebe es zu: wenn es um Deo geht, hätte ich gern die eierlegende Wollmilchsau. Zumindest gemessen am Marktangebot: Antitranspirant, duftneutral und in Sprayform. Das gibt es zwar in dieser Kombination, aber wenn man dann gern noch einen tierversuchsfreien Produzenten hätte, dann ist man verloren. So ging es mir bis ich Aveo bei Müller entdeckte. Kurz wurde meine anfängliche Euphorie getrübt als ich feststellte, dass die Compressed-Variante Silikone enthält, aber die Normalgröße tut dies nicht und so war ich glücklich. Bis zu dem Moment des letztens Nachkaufens und der Feststellung, dass man nun auch hier die Dosen neuerdings mit einem "Aluminiumfrei"-Aufkleber versehen hatte. Hektisch habe ich also im Regal herumgewühlt und die letzten Dosen - in beiden Größen - gekauft.

Nachkauf? Nicht möglich...liebes Müller-Team, ich trage Trauer und frage mich warum??!


Den Stress des letzten Monats konnte man mir, für mich inzwischen eigentlich eher ungewöhnlich, direkt am Gesicht ablesen: zwei fette Pickel auf der linken Wange und eine dermaßen fiese Unterlagerung an der Nase machten es möglich. Bisher habe ich mit geringen Retinolkonzentrationen gute Erfahrungen gemacht; zumindest bilde ich mir ein, dass Unreinheiten damit schneller verschwinden. Ausprobiert habe ich deshalb das Resist Retinol Skin Smoothing Body Treatment von Paula's Choice. Genau, eine Bodylotion mit 0,1 Retinol-Anteil, die ich dann als Nachtcreme verwendet habe. Und auch hier bilde ich mir ein, dass der Abheilungsprozess deutlich schneller von statten ging. Insbesondere die Unterlagerung an der Nase, die gefühlt schon ewig vor sich hinbrütete, ist nun gänzlich verschwunden. 

Nachkauf? Nein, da die Bodylotion Silikone enthält, auf die ich eigentlich verzichten möchte. Meine Lust auf Retinolprodukte hat sie allerdings entfacht, so dass ich da nun auf der Suche nach Produkten bin, die umweltverträglicher sind.


Paula's Choice - die Zweite. Ich glaube zu meinem liebsten Sonnenschutz, der Skin Recovery Daily Moisturizing Lotion mit LSF 30 muss ich nicht mehr viel schreiben: mineralisch, gut verträglich, reizfrei und die etwas dickere Konsistenz ist für meine eher trockene Haut optimal. Einziger Wermutstropfen: auch sie enthält Silikone, auf die ich aufgrund ihrer Umweltrelevanz normalerweise verzichte. Bisher habe diesbezüglich eine Ausnahme gemacht, werde dies zukünftig aber nicht mehr tun. Zum einen gibt es im NK-Bereich inzwischen tragbaren mineralischen Sonnenschutz, zum anderen missfällt mir die Preispolitik der Firma zunehmend. Vor 1,5 Jahren habe ich die Skin Recovery zum ersten Mal bestellt: da kostete sie 29,90€, inzwischen bezahle ich 34€ für 60ml - eine Preissteigerung von fast 14%!

Nachkauf? Aktuell habe ich noch ein Back Up, danach wird nicht mehr nachgekauft.


Und noch mal Paula's Choice Skin Recovery, diesmal die Hydrating Treatment Mask. Absolut eine meiner liebsten Gesichtsmasken. Auch hier bin ich bisher konventionell fremd gegangen, weil es im Naturkosmetik-Bereich einfach zu wenige reizfreie Masken/Packungen für trockene Haut gab. Diese ist sowohl feuchtigkeitsspendend als auch reichhaltig. Sie enthält viele tolle Öle und eine ganze Reihe an Antioxidantien und sie funktioniert einfach hervorragend. Wenn man Haut besonders trocken ist, merke ich es spätestens dann, wenn es nach dem Auftragen ein wenig kribbelt, was allerdings nicht unangenehm ist, sondern sich anfühlt als würde die Haut nun endlich ausreichend versorgt. Am liebsten verwende ich sie als Nachtcreme und lasse sie so ihre Wirkung verrichten. Leider enthält sie auch ein Silikon, das ich bisher aber in Kauf genommen habe. Was mich zudem stört: die Tube. Für die anfängliche Entnahme ist sie toll, aber da die Konsistenz doch eher dickflüssig/zäh ist, wird genau dies zum Ende schwieriger. Ich habe dann die Tube aufgeschnitten, um festzustellen, dass noch jede Menge Produkt enthalten ist, allerdings ist man dann gezwungen, die Packung sehr zügig aufzubrauchen, da sie andernfalls eintrocknet. Beim nächsten Mal versuche ich dem Entgegenzuwirken in dem ich den Rest umfülle.

Nachkauf? Auch hier habe ich noch ein Back Up, bin was den Nachkauf angeht, aber etwas zwiegespalten. Einerseits würde ich gern ausweichen, mag die Maske aber auch wirklich gern.


Zuguter letzt dann kein PC, sondern QMilk. Ein Probe des Gesichtsserums, die ich auf der Vivaness im letzten Jahr geschenkt bekommen habe. Leider war die Firma diesmal nicht vertreten; ich hätte gern zurückgemeldet, wie gut mir dies gefallen hat. Auch dieses basiert auf einer Reihe von Ölen, zudem Ghee und Bisabolol. Es ist angenehm leicht, hat gleichzeitig aber eine recht silikonige Konsistenz, die mich sehr überrascht hat, da genau dies nicht enthalten ist. Gerade für Umsteiger - oder diejenigen, deren Haut Silikone genauso gern mag wie meine - ist das Serum ideal. Es enthält ätherische Öle, allerdings sind diese nicht genauer deklariert. Danach werde ich mich noch mal erkundigen; meine Haut, die da ja doch empfindlich und gern mit Unreinheiten reagiert, hat aber überhaupt nicht gezickt.

Nachkauf? Kann ich mir sehr gut vorstellen



Und Euer April? A month to forget or to remember?



Couleur Caramel Limited Edition: La Dolce Vita*

28.04.2017


Bereits im Februar konnten wir auf dem Couleur Caramel-Event in Nürnberg  die neue Frühjahr- /Sommer-Limited Edition bestaunen. Und uns mal so richtig durch die Produkte und das Sortiment swatchen und schminken. Ein besonderes Fest, da ich die Marke sehr schätze, sie aber leider nicht überall erhältlich ist. Gerade die Limited Editions empfinde ich immer als gut durchdacht; sie bieten eine besondere Ergänzung zum Standard-Sortiment - mit dem kleinen "Extra Pfiff" - und müssen sich gewiss nicht hinter den konventionellen Kollegen verstecken. Ich denke da vor allem an die Liquid Eyeshadow Sticks aus der Zanzibar-LE, die nicht nur durch ihre Farben, sondern vor allem auch durch ihre Haltbarkeit überzeugen (mehr zu diesen findet Ihr z.B. bei Ida//Herbs & Flowers). Und von denen ich inzwischen 3 von 4 Farben besitze ;).

Quartalsfavoriten 2017 - die Erste

11.04.2017


Mein erster Jahresfavoriten-Post bestand noch aus zwei Teilen: Pflege und dekorative Kosmetik, im Jahr darauf gab es nur noch einen und für das Jahr 2016 dann schon keinen mehr. Nicht, weil ich diese Art Posts nicht mag; im Gegenteil! Ich finde sie sehr spannend. Und auch wenn das liebste Fräulein Immergrün fürchtet, dass man es so langsam satt hat ein Produkt zum 20. Trillionsten Mal zu sehen, geht es mir überhaupt nicht so! Zeigt es doch, dass man ein Produkt auch über die Review hinaus liebt. Gerade in der Blogger-Welt neigt man doch dazu immer wieder Neues ausprobieren zu wollen (und dies auch zu tun ;)). Wirklich nützlich sind aber gerade die Produkte, die sich immer wieder bewähren. Offenbar teile ich die Sorge jedoch; denn auf den Jahresfavoriten-Post habe ich verzichtet. So richtig viel geändert hat sich bei mir im Laufe der Jahre nämlich nicht. Ein paar Produkte habe ich zu Gunsten der reizfreien Pflege aufgegeben; in Sachen dekorativer Kosmetik wechseln meine Farbvorlieben manchmal. Im Großen und Ganzen verwende ich aber viele Produkte und Marken noch immer; die Frantsila Fußcreme z.B. das Aloe Vera Gel von der CremeKampagne oder der UncoverUp von RMS Beauty sind inzwischen echte Alltime-Favourites. Viele meiner Standard-Produkte zeige ich zudem immer in den Aufgebraucht & Nachgekauft-Posts

In den letzten Wochen haben sich jedoch ein paar Produkte herauskristallisiert, die ich zur Zeit richtig gern und häufig - wenn ich nicht sogar täglich - benutze. Oft zeige ich diese auf Instagram, aber dann dachte ich mir, dass vielleicht ganz schön wäre, diese mal gesammelt zu zeigen. Deshalb heißt es heute: Vorhang auf für meine Quartalsfavoriten:


Aufgebraucht & Nachgekauft März 2017

05.04.2017


Ein neuer Monat, ein neuer Aufgebraucht-Post. Und damit ist auch schon das 1. Quartal des Jahres vorbei. War nicht gerade erst Weihnachten?

Aufgebraucht


Verwendet habe ich jetzt auch meine zweite Lush Badebombe "Lord of Misrule", die ich im Jahressale erstanden hatte. Eigentlich meide ich Sodium Laureth Sulfate. Am meisten Schwierigkeiten bereiten sie mir zwar am Kopf, weshalb ich entsprechende Shampoos aus dem Badezimmer verbannt habe, und nicht unbedingt am Körper, aber ein regelmäßiger Gebrauch führt auch hier zu trockener Haut. Der Preis hat mich dann aber doch gelockt; ich gebe es zu. Und der Duft. Hach...mit so orientalischen, eher schweren Düften (Patchouli und Vanille) kriegt man mich einfach. Jetzt ärgere ich mich sogar, dass ich nicht doch noch ein oder zwei Kugeln mehr gekauft habe. Und das Grün-Rotpinke-Farbspektakel tat ihr übriges.
Nachkauf? Wenn es sie wieder gibt, ja!

[Review] Auf der Suche nach dem verlorenen Schatz...oder: die Alverde Med Serie

02.04.2017

Seien wir mal ehrlich, dass ich hier auf dem Blog mal eine Serie von Alverde loben werde, damit hat doch niemand gerechnet - ich wohl am allerwenigsten. Ein Duschgel oder eine Bodylotion, ja das liegt schon im Bereich des Vorstellbaren, denn da bin ich weitaus weniger pingelig. Aber eine Pflegecreme?! 
Und ja, ich geb's zu: mit so etwas richtig Neuem komme ich da jetzt auch nicht um die Ecke, schließlich wurde die Alverde Med Serie bereits im letzten Sommer gelauncht. Aber ich finde, sie verdient einfach mehr Aufmerksamkeit! Zumal sie einfach dermaßen versteckt platziert ist. Meine anfängliche Euphorie geriet schnell in Vergessenheit, einfach, weil ich sie nie richtig entdecken konnte - und sie so immer wieder vergaß. Dabei würde ich behaupten, dass ich das Sortiment und die Stellplätze unserer örtlichen DM-Filialen ziemlich gut kenne. Darauf gestoßen bin ich dann wirklich nur, weil ich nach einem Duschgel für meinen Freund gesucht habe, der mit trockener Haut zu kämpfen hatte, seines Zeichens Diabetiker ist und ich dann ausnahmsweise mal bei den medizinischen Produkten schaute.


[OnTour] Schminkberatung im Salon 2

30.03.2017

Wenn man sich mit einem Thema intensiv auseinandersetzt, dann hat das zumeist zur Folge, dass man eine gewisse Expertise entwickelt. So auch beim Bloggen bzw. hinsichtlich des Themas über welches man bloggt. Neue Marke oder Produkt? Schon gehört, gesehen oder gar getestet. 

Ich kann mich noch gut an den Kauf meines ersten Lippenstiftes erinnern, obwohl das jetzt schon 20 Jahre her ist: zusammen mit meiner besten Freundin im Kaufhaus und in einer Farbe bei der uns unsere Mütter hinterher fragten, ob wir jetzt einen neuen Berufswunsch hätten ;). Das Kaufhaus gibt es nicht mehr und inzwischen kauft man dekorative Kosmetik in Drogerien und Parfümerien - oder im Internet. Während das Angebot früher auf Foundation, Abdeckstift, Wimperntusche und Lidschatten beschränkt war, gibt es heute "Blush", "Concealer", "Bronzer" und "Highlighter". Und ungefähr 1000 andere Dinge (*hier*  habe ich übrigens schon mal über die 3 Produkte geschrieben, die wirklich kein Mensch braucht ;)) Und wer damit nichts anfangen kann, dem helfen Frauenzeitschriften und Youtube-Videos dabei, zu verstehen wozu man diese braucht. Ketzerisch könnte man nun fragen, ob eine Schminkberatung überhaupt nötig ist. Vielleicht nicht, aber bei dem Spaß, den ich im Salon 2 hatte, kann ich sie nur wärmstens empfehlen! Und das mache ich jetzt ;) - und ein paar Beautyhacks gibt's oben drauf.

Seit ich auf Beautyjagd über den Salon 2 in Köln-Ehrenfeld (in der Gutenbergstraße 2) gelesen habe und Julias dortige Schminkberatung, liebäugelte ich mit eben genau so einer. Klar, prinzipiell kann ich mich schminken, aber bei den ganzen Tutorials und Make Up Tipps, frage ich mich immer: mache ich das wirklich richtig und passt das überhaupt zu mir und meinem Gesicht? Als dann die Einladung zum Beautypress-Event in Köln kam und alles geregelt war, schrieb ich Claudia Schaaf, Visagistin und Ladeninhaberin, einfach mal an - in der Hoffnungen einen Termin vereinbaren zu können. Und ich hatte Glück: trotz eigenen und Kunden-Terminstresses (und dem Verschieben jenes) konnte ich am Freitag vorm Beautypress-Event in der Schminkecke Platz nehmen. 


Der Salon

Etwas aufgeregt und überpünktlich, obwohl es dank des, nennen wir es unübersichtlichen, Öffentlichen Verkehrs erst nicht danach aussah, stand ich dann kurz nach 12 Uhr vorm bzw. im Ladengeschäft. Der Salon 2 ist der etwas andere "Concept Store"; untergebracht in einem ehemaligen Herrensalon, versprüht er noch immer dessen gediegenen Charme. Eine bessere Location für einen "Kaufladen und Schminksalon" hätte man kaum finden können. Neben High-End-Marken wie Kjaer Weis, Ilia und Zuii, finden sich auch Marken wie Burt's Bees und Uoga Uoga. Und zwischendurch das Lidschatten-Trio von Logona und die Lidschatten-Base von Sante. Warum das so ist, dazu später mehr... (Übrigens: vegane Produkte sind entsprechend gekennzeichnet)



Anders als der aktuell so angesagte minimalistische Chic, der auf mich immer so wirkt als dürfe man nichts anfassen, lädt hier alles zum Stöbern und Ausprobieren ein. Wenn man denn kurz mal die Ehrfurcht vor den bisher nur online bestaunten Marken überwinden kann ;). Vom Frisieren bis hin zum Schminken und einkaufen ist hier alles möglich. Und das Einkaufen beschränkt sich dabei nicht nur auf dekorative Kosmetik und Pflege; alle Papier-affinen werden hier zusätzlich glücklich gemacht: Stempel, Postkarten, Blöcke,...vielleicht habe ich kurz leise vor Freude gequietscht ;).



Und prompt vergessen, vernünftige Fotos vom Laden zu machen, so produktgeblendet war ich. Diese findet ihr aber zum Glück auf der Homepage und in Fräulein Immergrüns Post zum Beautypress-Event ;)

Aber nicht nur Einrichtung und Produktauswahl sind einladend, überhaupt das Innen"leben"; während einer Kundin die Haare frisiert wurden und Claudia alles für die Schminksession vorbereitete, wurde gleichzeitig über neue Produkte gefachsimpelt. Und so verstärkte sich der positive Eindruck, den ich bereits durch eMails und ein Telefonat gewonnen hatte. Ich erwähne das deshalb, weil ich eine gewisse Sympathie als immens wichtig erachte, wenn man jemanden doch so nah an sich heran lässt. Meine anfängliche Zurückhaltung verflog dann auch bald.

Die Beratung

Die Schminkecke - hinterher
Ich durfte also Platz nehmen und wir besprachen was ich mir vorgestellt hatte. Ich erklärte Claudia, dass ich mich bei den ganzen Tipps, Tricks und Trends immer frage, ob ich das alles so richtig mache und gern ein paar Basics lernen möchte. Nicht zu basic, weil ich mich durchaus schminken kann, aber eben ein paar neue Kniffe. Ich erzählte ihr von meiner Routine und nuschelte etwas vom Contouring. Wäre mir Claudia nicht ohnehin sympathisch gewesen, wäre sie es spätestens beim Auslassen über diesen Trend geworden ;) Und Recht hat sie: was bei Fotos und Film durch gleichbleibendes Licht durchaus Sinn hat, hat es im täglichen Leben nicht, denn da ändern sich die Lichtverhältnisse ständig. Contouring-Paletten & Co sind jetzt also von meiner Wunschliste gestrichen. Nicht, dass man nicht auch ein wenig mit Schattierungen arbeiten kann, abhängig von der Gesichtsform, oft ist der Einsatz eines Highlighters aber viel vorteilhafter. Bisher habe ich mich da ja nicht so herangewagt und war noch im Findungs-Stadium welcher es denn nun werden soll.
Zurück zur "Basis" - im Post zur Vivaness beklagte ich noch, dass ich noch immer nicht wisse, welcher Mineral Foundation Ton von Uoga Uoga zu mir passe. Jetzt weiß ich es! Während Claudia die eine Seite meines Gesichts "bearbeitete", durfte ich dann an der anderen ran und es selbst probieren. Und fühlte mich direkt wie zu Kaufhaus-Zeiten und als hätte ich mich noch nie geschminkt. Es ist aber auch fies, wenn der Profi es einem vormacht und dann zuschaut, wie man es im Anschluss nachmacht. Aber eben auch toll, weil man das Gelernte direkt selbst anwenden und üben kann.
Ich musste ja erst 30 werden, um die Vorzüge eines Blush' zu erkennen und bin da noch immer etwas unsicher. Nun kenne ich mich mit Rouge-Grenzen und der richtigen Auftragsart aus. Und habe direkt einen super Kniff gelernt: ein wenig Rest-Blush auch über der Lidfalte auftragen. Sieht überhaupt nicht krank oder verheult aus; im Gegenteil es wirkt gleich viel frischer!
Apropos Auge: wenn ich mich schminke, ziehe ich am liebsten einen Lidstrich. Ich habe jetzt allerdings schon des öfteren gelesen, dass man das bei Schlupflidern eher nicht machen sollte. Also fragte ich Claudia danach. Weitere Punkte auf der Sympathie-Skala!
Make Up soll Spaß machen und es ist völlig egal, was einem Zeitschriften & Co diktieren wollen, wenn Du es magst, dann tu' es! 

Wenn ich mich allerdings vorher noch darüber gefreut habe, dass mein Gesicht nicht so breit ist, wie ich immer fürchte, weiß ich jetzt, dass ich sehr fleischige Lider habe ;D. Vorbei nun aber auch die Zeiten, in denen ich mich gewundert habe, dass mein Lidstrich oft eine schmale Lücke zum Lid aufweist: ich habe eine Kante! Die ich aber zu meinem Vorteil nutzen kann: mit Hilfe eines schmalen Pinsels kann ich mit der Farbe gegen die Lidkante "stipsen" und zaubere so einen passgenauen Lidstrich.
Nachdem ich jahrelang meine Augenbrauen eher vernachlässigt habe, ist inzwischen ein Augen-brauenpuder das Mittel meiner Wahl, um diese zu optisch aufzufüllen. Und auch hier habe ich einen "Beautyhack" für Euch: mit einem Bürstchen die Brauen erst mal nach unten kämmen. So lässt sich die obere Kante viel einfacher nachzeichnen und formen. Anschließend dann zurecht bürsten und auffüllen.
Während der Beratung notiert Claudia alles auf einem Facechart; die verwendeten Produkte, das how to und zeichnet ein, wo genau diese aufgetragen werden. Nebenbei plauderten wir über Marken, Produkte und Werkzeuge. Und kamen natürlich auch auf das Thema NK-Mascara. Was mir wahnsinnig gut gefällt; Claudia erklärte mir, dass sie nur Produkte im Laden verkauft, die genau so gut wie konventionelle Produkte funktionieren. Solange sie kein entsprechendes Pendant findet, bietet sie es nicht an. Das fand ich durchaus beeindruckend, denn letztlich lebt ein Geschäft ja vom Verkauf. Wenn man sich das Sortiment anschaut, zeigt dies allerdings auch, dass der Naturkosmetik-Sektor erfreulicherweise inzwischen schon sehr viel bietet. Und nun auch die Erklärung zu den beiden Produkten von Sante und Logona, obwohl das eigentliche Marken-Sortiment im Geschäft nicht erhältlich ist; beide Produkte funktionieren einfach wunderbar und werden deshalb auch angeboten.

mein Facechart
Was hat mir die Schminkberatung gebracht? Ich habe einige Erkenntnisse gewonnen, z.B. dass die Anatomie des eigenen Gesichts schon viel vorgibt und man sich einfach daran orientieren kann. Dazu muss ich gar nicht wissen, ob ich jetzt ein rundes oder herzförmiges Gesicht habe; Wangenknochen, Lidfalte und Co. helfen mir beim richtigen Auftrag. Deshalb muss ich auch nicht alles nachmachen, was gerade angesagt ist. Oder mir Trends diktieren lassen. Oder was ich nicht tun sollte. Mir muss es gefallen und dabei helfen mir die Tipps und neuen Kniffe. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die tolle Effekte haben. Tatsächlich schminke ich mich auch nun viel öfter im Alltag, einfach weil es mir Spaß macht. Wir sind einfach alle perfectly imperfect ;).
Ich habe neue Produkte kennen gelernt, die farblich zu mir passen. Bisher habe ich mich nicht so recht an die gut pigmentierten Zuii Blushes gewagt, aber jetzt weiß ich, dass das einfach eine Frage der richtigen Technik ist. Die ich während der Schminkberatung selbst ausprobieren konnte und die mir so auch im Gedächtnis geblieben ist. Und für alles andere habe ich mein Facechart, um es noch mal nachzuschauen.
Ein bisschen angefixt bin ich jetzt von der Kjaer Weis Mascara. Claudia hat nicht zuviel versprochen; das ist wirklich die allererste Wimperntusche, die ich abends problemlos und ohne Rubbelei abnehmen konnte. Aber auch wenn es eine preisgünstigere Nachfülloption gibt, der erste Anschaffungspreis von etwa 34€ ist mir dann doch zu hoch.  Aber so ganz mit leeren Händen, habe ich den Laden dann doch nicht verlassen:

Mein kleiner Einkauf: bisher fehlte mir ein Augenbrauen-Bürstchen, der Kabuki mit langem Stiel konnte mich während des Schminkens überzeugen, ich liebe Winkekatzen - da musste der Stempel einfach mit und in Sachen Highlighter ist es der Polka Dots & Moonbeams von Ilia geworden

Für die einstündige Schminkberatung habe ich 75€ bezahlt und würde dies jederzeit wieder tun!
Solltet Ihr die Gelegenheit haben und in Köln sein, schaut unbedingt mal im Laden vorbei. Es lohnt sich; auch ohne Schminkberatung!

[Fair Fashion] Stell Dir vor: es ist Glamour Shopping Week und niemand geht hin - Version 2017

26.03.2017

Vielleicht kommt Euch der Titel bekannt vor; vor knapp einem Jahr, gab es nämlich bereits einen Post mit eben diesem. Entstanden aus der Enttäuschung darüber, dass das Angebot an nachhaltigen und fairen Produkten während der Glamour Shopping Week, egal ob Kosmetik oder Kleidung, doch eher mau ausfiel. Quasi als Gegenstück hatte ich im Avocado-Store gestöbert und Euch eine Auswahl reduzierter Stücke präsentiert.

Wenn ich die Ausbeute im vergangen Jahr mau fand, so empfinde ich sie in diesem Jahr als noch 'mauer'. Muss man deswegen enttäuscht sein? Sicher nicht. Muss man sich darüber wundern? Vermutlich auch nicht. Die Glamour ist ja nun nicht gerade ein Magazin, in dem es um einen nachhaltigen Lebensstil geht. Und wenn man sich genau für diesen interessiert, führt das Fröhnen so eines Shopping-Spektakels nicht genau dies ad absurdum? Jein. Konsum macht glücklich; das hat wohl jeder schon einmal erlebt. Und vielleicht auch schon durch litten, nämlich, wenn man sich hinterher über den Spontankauf oder das vermeintliche Schnäppchen ärgert. Oder wenn man die Dinge, die man gekauft hat, eben nicht konsumiert: das T-Shirt, in dem man sich in der Umkleidekabine noch so chic gefühlt haben, im wahren Leben dann aber doch nicht mutig genug ist, um es zu tragen oder das fünfte Shampoo, das nach einmal Haare waschen zeigt, dass man mal wieder auf die Produktversprechungen der Hersteller hereingefallen ist und dann sein Dasein in der Ecke fristet.

Konsum ist Macht

Dieser Post ist soll kein Plädoyer dafür sein, den Konsum einfach zu verlagern, um sich besser zu fühlen. Aber Konsum bedeutet Macht. Auch wenn diese oft unterschätzt wird - was soll ich schon als Einzelner ausrichten? Ein Beispiel wie gut dies gelingen kann, liegt schon ein paar Jährchen zurück: 1995 als ein Boykott der Konsumenten "Shell" dazu brachte, eine ausrangierte Bohrinsel nicht zu versenken. Ein Unterlassen ist jedoch nicht zwingend für den Erfolg, denn jeder Kauf eine Entscheidung: für ein Unternehmen, dass seine Mitarbeiter fair entlohnt, umweltverträglich und nachhaltig arbeitet und damit gegen eines, das dies nicht tut.

Und deshalb habe ich Euch auch in diesem Jahr ein paar Stücke herausgesucht, auch um zu zeigen, dass sozial, fair und nachhaltig nicht zwingend auch teuer bedeuten muss.




Aufgebraucht & Nachgekauft Februar 2017

17.03.2017


Auch wenn der Februar ziemlich kurz war, ein paar Produkte habe ich dann doch aufgebraucht. Zeit für eine Kurzreview.


[On Tour] Vivaness 2017 Tag 3

13.03.2017


Heute ist es nun endlich soweit: mein Bericht zum dritten und letzten Tag der diesjährigen Vivaness. Könnt Ihr noch? ;)

Der Freitag begann mit dem alljährlichen Bloggerfrühstück. Da der Fokus immer auf dem Wiedersehen, Quatschen und Produkte austauschen liegt, habe ich es mal wieder versäumt Fotos zu schießen - und wie immer verging die Zeit wie im Flug.

Da der Tag ziemlich durchgetaktet war, ging es im Anschluss schnell auf die Messe und direkt zu PuroBio. Die italienische Marke hatte uns bereits im vergangenen Jahr ziemlich begeistert und der Stand war auch dieses mal wieder toll dekoriert.


Noch schöner aber, die Herzlichkeit und Euphorie mit der uns die neuen Produkte vorgestellt wurden. Die Spring/Summer Kollektion (siehe Bild unten) "Beleza" ist sommerlich bunt und orientiert sich an der Farbwelt des Amazonas. Beleza ist übrigens portugiesisch und bedeutet Schönheit.
Sie wartet mit 4 gut pigmentierten Blushes auf, die zudem alle vegan sind! Unten auf dem Foto habe ich sie für Euch geswatched. Der ein oder andere wird wohl bei mir einziehen dürfen. Zwei neue Lidschattenfarben, die ebenfalls vegan sind: ein ockergelb und intensiver Grünton, zwei neue Kajalstifte in blau sowie creme (Cremetöne finde ich persönlich immer super, weil sie nicht so hart auf der Wasserlinie wirken wie weiß) und 2 pinkige Lippenstifte, die nicht vegan sind. Zudem kommt ein neuer Pinsel, der etwas abgeschrägt und super-weich ist und mein Highlight: ein transparenter Primer-Stift. Bisher setze ich immer auf meinen Purobio-Lipliner in Rose um die Lippenkonturen nachzuziehen und ein Auslaufen zu verhindern, bevor ich Lippenstift auftrage, aber es gibt doch den ein oder anderen Ton, zu dem er nicht ganz so gut passt. Sowas hat bisher im NK-Bereich gefehlt! Dr. Hauschka wird  im überarbeiteten dekorativen Sortiment ebenfalls einen transparenten Lipliner anbieten, aber mein Herz schlägt klar für Purobio ;). Die Produkte gehen übrigens ins Standard-Sortiment über und ich warte darauf, dass sie endlich bei Ecco Verde eingelistet werden ;D
Bei Julia von Tried it Out findet ihr übrigens tolle Swatches der neueren Lippenprodukte.
Und auf meinem neuen Instagram-Account habe ich eines der Geschenksets (mit dem besagten Lipliner) aus dem Goodie Bag gezeigt. 


Apropos italienische Marken; im vergangenen Jahr habe ich es total versäumt, den Stand von Veg Up aufzusuchen, also haben wir das diesmal nachgeholt. Der Name lässt es erahnen: hier sind alle Produkte vegan ;). Neben der dekorativen Kosmetik, sind auch Pflegeprodukte erhältlich, mein Fokus liegt aber auf Ersterem.


Ganz neu sind die flüssigen Eyeliner; mir hat es die No.5 "Antracite" angetan. Bisher hat die Marke leider noch keinen Vertrieb in Deutschland gefunden und die Produkte sind bisher nur über den hauseignenen Onlineshop erhältlich. In diesem kosten die Eyliner z.B. 14€, die Duo-Lidschatten 17,50€. Allzu viel Zeit zum Umschauen hatte ich allerdings nicht, denn ich hatte um 12 Uhr einen Schmink-Termin.


Und zwar bei Marie W. Im letzten Teil habe ich Euch nämlich völlig verschwiegen, dass Jenni und ich zufällig über den Stand "stolperten" und einen kleinen Euphorie-Moment hatten, denn wir wussten nicht, dass die Marke vor Ort vertreten sein wird. Ich bin zwar im Vorfeld die Aussteller-Liste durchgegangen und hatte mir Marken notiert, die ich mir gern näher angucken wollte, aber oft schließen sich mehrere Marken zusammen und haben einen gemeinsamen Stand (dann unter einem Dachverband u.ä.). Über die Marke habe ich schon viel Gutes gelesen, aber wie das häufiger so ist: sie ist 'offline' nirgends in der Umgebung erhältlich. Und wir hatten richtig Glück: so konnten wir nicht nur die Produkte näher bestaunen, jemand erschien nicht zum vereinbarten Schminktermin und Jenni durfte dann einfach mal Platz nehmen und sich verwöhnen lassen. Ich bekam meine Chance dann am Freitag. Ich bin zuvor schon 3 Mal geschminkt worden, aber verwöhnen trifft es hier richtig. Trotz der Messe (schlechtes Licht, Lärm, viele Leute) konnte ich mich wirklich entspannen. Nicht zuletzt wegen der extrem angenehmen Pinsel, vor allem aber auch wegen der sympathischen Frau Larmann, die mich schminkte und der man die Begeisterung für ihre Arbeit und Produkte einfach anmerkte. Extrem angetan bin ich vor allem von der Mineral Foundation. Normalerweise trage ich einen transparenten Puder über meinen Sonnenschutz oder maximal Concealer und Kompaktpuder. Alles andere ist mir zu anstrengend: vom Finden des richtigen Tones bis hin zum vom Gesicht waschen. Und so einen wahnsinnigen Unterschied habe ich bisher auch nicht gesehen. Hier war dies allerdings anders: der Weichzeichnereffekt war sogar für mich sichtbar.
Die MF hätte ich auch schon direkt bestellt, wäre da nicht eine Kooperationsanfrage gekommen. Und das, obwohl ich noch nicht mal auf dem Blog geschwärmt habe. Und natürlich wollte ich gern Produkte testen. Ein kleines Unboxing findet ihr heute in den Insta-Stories und nach einer ausgiebigen Testphase, dann auch mehr hier auf dem Blog.


Ganz unkosmetisch und obwohl ich ja eigentlich Kaffee-Trinkerin bin, ein kurzer Besuch bei Pukka Herbs durfte nicht fehlen - auch wenn ich meine zweite Pukka-Liebhaberin vermisst habe.
Sind die Teedosen nicht toll!?


Einmal Pflege habe ich dann noch: einen weiteren Termin gab es nämlich und zwar bei Santaverde. Einer Marke, der ich bisher etwas zwiespältig gegenüberstand. Einerseits liebe ich Aloe Vera in der Hautpflege, ich mag das Konzept und dass es die Produkte auch in einer duftstofffreien Variante gibt. Was mich bisher abschreckte: es wird Alkohol eingesetzt. Dieser irritiert und trocknet die Haut aus. Da ich ohnehin eher trockene Haut habe, nicht gerade angenehm. Eine hohe Alkoholkonzentration merke ich recht schnell: meine Haut beginnt zu spannen und schuppt sich stellenweise. Nicht jeder wird diese Symptome spüren. Gerade für Menschen mit fettiger Haut ist dieser Effekt anfangs sehr angenehm. Und da eine alkoholfreie Pflege meist von Anti-Aging-Anhängern propagiert wird, habe ich den Eindruck, dass der Ansatz eher belächelt wird. Durch die wiederkehrende Entfettung wird die Hautschutzbarriere jedoch in Mitleidenschaft gezogen. Und Alkohol wirkt Wunder in Sachen Penetration. Während man ja gern mal zu NK greift, weil man Angst vor Stoffen hat, die über die Haut aufgenommen werden, erzeugt man mit alkoholhaltigen Produkten ironischerweise genau das. Womit wir dann wieder bei den deklarationspflichtigen Duftstoffen wären ;).
Beim Blogger-Event bei Pure Schönheit bin ich allerdings in den Genuss einer Behandlung mit den Santaverde-Produkten gekommen und hatte im Anschluss keine Probleme. Bei der Terminvereinbarung hatte ich schon angemerkt, dass mich genau dieses Thema näher interessiert und war dann sehr positiv überrascht darüber, wie gut man mir darüber Auskunft geben konnte und sich schlau gemacht hatte. Der Alkoholgehalt ist tatsächlich niedriger als ich gedacht hätte und liegt bei etwa 4% (bei der Ampullen-Kur jedoch bei 8%, weshalb ich diese für mich ausschließe). Hinzu kommt natürlich noch Verdunstung, wobei dies natürlich vom Medium abhängig ist. Bei einer fettigen Gesichtscreme verdunstet weniger als bei einem Toner. Interessant fand ich, dass der Alkohol nicht vergällt wird wie bei allen anderen Firmen, die ich so kenne. Auf vergälltern (denaturierten) Alkohol muss man keine Alkoholsteuer zahlen. Santaverde nimmt dies in Kauf, da man keine weiteren Stoffe hinmischen möchte. Problematisch ist dies z.B. im konventionellen Bereich, wo häufig Phthalate dafür eingesetzt werden. Bei NK fällt das natürlich weg, da diese nicht zugelassen werden, aber den Ansatz finde ich nachvollziehbar.
Schaut man in die Literatur, wird häufig von problematischen Konzentrationen ab 5% oder 10% gesprochen. Es gibt eine Studie, die besagt, dass der Zelltod bereits ab 3% einsetzt (in vitro).
Ich habe für mich beschlossen, dass ich Alkohol in großen Mengen weiterhin meide, aber die 4% im Aloe Vera Gel, das es jetzt auch in einer duftstofffreien Variante gibt, mal im Selbstversuch testen werde. Ich werde berichten.

Der Rest des Nachmittags war dann gekennzeichnet von kurzen Stopps. Z.B. am Stand von Biobrush. Über die Zahnbürste hatte ich ja bereits berichtet und konnte nun endlich die Geschäftsführerin persönlich kennen lernen, mit der ich bereits so nette eMails ausgestauscht hatte. Und die in Natura genauso sympathisch ist.


Bei Lakshmi wurde ebenfalls geplaudert. Neue Produkte im Sortiment gibt es nicht, dafür ist nun alles demeterzertifiziert! Im Laufe der Messe hatte ich ziemlich mit trockenen Lippen zu kämpfen. Am Stand erhielten wir einen der Lippenstifte - ziemlich passend; eine my lips but better-Farbe - und die Pflegewirkung hat Jenni und mich ziemlich ungehauen.



Zu Angel Minerals wollte ich auch unbedingt und mir die passende Nuance direkt vor Ort empfehlen lassen. Wie ihr seht, ist es hier R2. Einen kurzen Blick warfen wir auch auf die neuen Töne und die Hair Concealer, allerdings verlief das Gespräch eher schleppend. Ich vermute allerdings, dass den drei Messetagen geschuldet ist, die für uns schon anstrengend waren, aber ich mag mir gar nicht ausmalen, wie das an den Messeständen selbst so ist.

Und dann endete die Vivaness für uns, weil wir uns auf den Weg zum Couleur Caramel-Event machen mussten. Zwar blieben wir noch eine Nacht in Nürnberg, fuhren dann aber Samstagfrüh wieder in Richtung Heimat.

Solltet Ihr tatsächlich noch nicht genug von der Vivaness haben, findet ihr hier noch mehr Infos:

Interessiert Euch eigentlich der Couleur Caramel-Event oder seid Ihr mit On Tour-Berichten erst mal durch?

[On Tour] Vivaness 2017 Tag 2

05.03.2017

Unlängst wollte ich meine Vivaness-Reihe beendet haben - man könnte ja meinen, dass man nach dem Urlaub etwas weniger Stress auf der Arbeit hat. Mitnichten! Entspannt gab es gleich die doppelte Packung ;) Da man sich aber gerade dann mal eine Auszeit nehmen sollte, lassen wir heute mal den zweiten Tag der Vivaness Revue passieren. 


Trotz des Gefühls bereits Watte im Kopf zu haben, saßen wir dann doch noch recht lange in kleiner Blogger-Runde zusammen. Und auch in unserem Hotelzimmer wurde es noch nicht so schnell still; auch wenn Jenni irgendwann das Kommando "Licht aus! Schlafen!" gab. Dann quatscht man eben im Dunkeln weiter ;D.

Obgleich des wenigen Schlafes, fühlte ich mich am Donnerstag um einiges fitter. Trotz Nähe und Frühstückungsstärkung, verzögerte sich jedoch die Ankunft aufgrund der Verkehrslage und der abermals schwierigen Parkplatzsituation. Ärgerlich; wir hatten nämlich eigentlich ein Schminkdate bei den tollen Ladies von Uoga Uoga. Am Ende kam dann nur Mexi in den Genuss - und auch im Verlauf des Tage schafften wir nicht mehr vorbei zu schneien. Ich weiß jetzt also immer noch nicht welche MF-Nuance am besten zu mir passt :(. Dafür liebäugele ich jetzt mit der ein oder anderen Lidschattenfarbe. Und natürlich mit dem tollen neuen lilafarbenen Eyeliner ;).

[On Tour] Vivaness 2017 Tag 1

22.02.2017


Dieses Jahr mache ich mal etwas völlig Verrücktes und berichte zeitnah über meine Eindrücke der Vivaness; der internationalen Fachmesse für Naturkosmetik, die jedes Jahr im Verbund mit der Biofach, der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel in Nürnberg statt findet. ;)

Nachdem ich im ersten Jahr, aufgrund der unfassbar vielen neuen Eindrücke, etwas überwältigt war - wohl kein Wunder bei 250+ Ausstellern -, habe ich einen entsprechenden Post unter den Tisch fallen lassen. Im vergangenen Jahr habe ich dann über meine Eindrücke geschrieben; dabei ging es aber eher um das Drumherum und insbesondere um die Community, die trotz so manchem schwarzen Schaf, immer noch besonders herzlich ist.

Nach 3 Tagen Messe bin ich nun wieder zu Hause angekommen und konnte die aufregenden und zum Teil auch recht anstrengenden Tage sacken lassen. Im Gepäck mit vielen tollen Gesprächen, positiven Eindrücken und dem ein oder anderen spannenden PR-Sample. 

Und jetzt lasse ich Euch gemeinsam mit mir die Messe noch mal Revue passieren...

Swatches von links nach rechts: Rose, Red Berry und Nude
Nach der Abfahrt im Morgengrauen (gelogen; es war noch dunkel), einer nicht enden wollenden Parkplatzsuche und dem ersten Stürmen der Presse-Lounge, stolperten wir quasi zu Weleda, wo wir uns direkt ins "Swatch-Business" stürzten. Die neuen Lippenbalsame sind getönt, vegan und in 3 Nuancen erhältlich: Nude, Rose und Red Berry. Bislang war ich großer Fan getönter Lippenpflege; seit dem letzten Jahr bin ich vom glänzenden Finish aber etwas weg und mag matt deutlich lieber. Angenehm hier; der Lippenbalm klebt nicht und schenkt geschmeidige Lippen. Allerdings ist die Farbabgabe (durch Mineralpigmente) nicht so intensiv wie auf den Swatches. Hier steht deutlich die Pflege im Vordergrund: Sonnenblumenkernwachs, Jojoba- und Olivenöl sowie Sheabutter sorgen für diese. Auf die deklarationspflichtigen Duftstoffe hätte m.E. verzichtet werden können. Die Nuance "Red Berry" habe ich bereits getestet und "schmeckt" mir persönlich viel zu sehr nach Rose.


Aktuell noch als Dummies wurde die neue Kids-Serie gezeigt. Diese schließt sozusagen die Lücke zwischen Baby- und Erwachsenenprodukten und ist für die des säuglingalters Entwachsenen konzipiert. Die Düfte wurden gemeinsam mit Kindern entwickelt. Das 2 in 1 Shower & Shampoo enthält Alkohol und deklarationspflichtige Duftstoffe. 
Überarbeitet wurden zudem die Deos und garantieren nun eine Wirksamkeit von 12 resp. 24 Stunden.


Als ich gelesen habe, dass Martina Gebhardt ein neues Augenfluid lanciert (das Rosen-Augen-Fluid wird dafür ausgelistet), das ohne Alkohol und deklarationspflichtige Duftstoffe auskommt, war ich ganz aus dem Häuschen. Die bisherige Eye Care Cream mag ich alle paar Wochen bei meiner MG-Kosmetikerin als Packung, aber für die tägliche Augenpflege ist sie mir zu reichhaltig und fettig. Ein erstes Testen auf dem Handrücken brachte allerdings Ernüchterung und die Bestätigung, dass wenn man ohnehin reizarm pflegt, man prinzipiell auch auf ein spezielles Augenprodukt verzichten kann. Konsistenz und Hautgefühl erinnerten mich sehr an das Shea Fluid und wenn man die Inhaltsstoffe miteinander vergleicht, ähneln sich diese doch sehr...


Ohne Mexicolita wäre ich wohl kaum am Stand von der JM Nature GmbH gelandet, die die Ben & Anna Deos sowie die Crazy Rumors-Lippenpflegestifte vertreibt, da Natron-Deos bei mir nicht täglich im Gebrauch sind. Ähnlich wie Säuren, reizen auch basische Stoffe, da sie stark vom pH-Wert der Haut abweichen. Ich mag die Ponyhütchen-Variante sehr gern, greife aber noch immer lieber zu einem Antitranspirant. Interessanterweise ist die Marke aus dem Vertrieb der Schmidt's Deos entstanden; man wollte das Beste dieser haben, dabei aber die Nachteile weglassen. Diese sind u.a. die leicht kratzige Konsistenz, der relativ hohe Preis und vor allem aber die synthetischen Duftstoffe. Eine Meinung, die ich nicht teile, da sie z.B. eine gleichbleibende Qualität gewährleisten und nicht schädlicher als natürliche Duftstoffe sind. Nachteil: die fehlende Möglichkeit der Zertifizierung. Sehr erfrischend fand ich, dass mir, als ich den Punkt mit dem reizenden Natron, den Duftstoffen und meinem Ansatz lieber zu Aluminiumsalzen zu greifen, sogar Zustimmung fand. Endlich mal Ehrlichkeit und kein NK-Bullshit-Bingo! 
Passend zur Vivaness wurde der Onlineshop gelaunched über den die Deos bisher nur erhältlich sind. Aber vielleicht ändert sich dies nun ja.


Unser erster geplanter Termin führte uns zu der französischen Marke Cattier, die Naturkosmetik in Bio-Qualität anbietet und dabei vor allem auf Heilerde setzt. Bisher hatte ich diese, obwohl ich derzeitig den Augen Make Up-Entferner benutze, nicht so richtig auf dem Zettel. Mit dem Herausbringen einer Serie für empfindliche Haut, die eher untypisch für Naturkosmetik, auch tatsächlich reizarm formuliert ist, ist Cattier nun etwas weiter in meinen Interessensfokus gerückt. Die Serie besteht aus 3 Produkten: einem Mizellenreinigungsgel, einer Tages- und einer Nachtpflege. Wenn man sucht und mild pflegen möchte, findet man allerdings noch andere Perlen im Sortiment, wie die Anti-Aging-Pflege (enthält allerdings Rosenwasser und am Ende der INCI-Deklaration Benzyl Alkohol) oder Feuchtigkeitsspendende Tagescreme mit Squalane und Bisabolol (auch hier gering Benzyl Alkohol).
Etwas widersprüchlich fand ich die Aussagen zur Frage, ob die Produkte vegan sind. Das Gros ist es wohl; abgesehen von 4 Produkten, die Honig enthalten. Allerdings folgte dann eine weitere Einschätzung mit "ja, zu *Prozentzahl die nicht 100 ist*. Ich verstehe den Sinn dahinter; eine 100%ige Garantie hat man im Leben nie, aber gerade wenn es um zertifizierte Naturkosmetik geht, sollte man doch Lieferanten haben, die entsprechende Nachweise liefern können. Vielleicht bin ich da aber nur mal wieder besonders "picky" ;).
Obwohl ich die Konsistenz der Mizellenreinigung sehr spannend finde, meide ich Tenside im Gesicht und bei Heilerde bin ich bei meiner eher trockenen Haut auch immer etwas vorsichtig. Als es dann darum ging sich ein Produkt auszusuchen, habe ich mich dann für das Trockenöl entschieden, das mich sehr geflashed hat! Ich habe ja kürzlich das von Melvita bestellt, aber die Cattier-Version gefällt mir noch besser. Die Düfte ähneln sich sehr; Cattier ist aber weniger intensiv und aufdringlich.


Einer der für mich schönsten Stände war auch in diesem Jahr der von Kivvi, der einfach immer großartig dekoriert und mit Blumen versehen ist. 
Die Range soll um eine Gesichtspflegeserie ergänzt werden: Anti-Aging.
Die beiden Seren konnten wir vorab testen und unsere Meinung zum Signature Duft abgeben. Zur Wahl standen zwei: der eine sehr fruchtig (und erinnerte mich an Hubba Bubba), der andere eher floral nach Maiglöcken. Einstimmig entschieden wir uns für Letzteren.


Einziger Wermutstropfen, trotz ansonsten durchaus netter Formulierung; deklarationspflichtige Duftstoffe. Klar, wir haben dann erst mal angeregt, dass man die vielleicht weg lassen könnte ;).


Schon mal skandinavisch eingestimmt, machten wir uns dann direkt auf dem Weg zu den wunderbaren Ladies von Uoga Uoga, die uns schon mal einen kleinen Ausblick auf die kommenden Neuheiten gaben. Besonders angetan war ich von den neuen Eyeliner-Farben (rechts im Bild) und ganz besonders vom Lila-Ton. Wenn ich mich recht entsinne, sollen diese im April/Mai erscheinen. Zudem arbeitet man daran, die Lippenprodukte vegan zu formulieren und diese auch in Hülsenform anzubieten. Ein weiteres Produkt, das vermutlich aber nicht vor Jahresende erscheint: eine Wimperntusche.
Ausgestellt war außerdem eine Auswahl der Körperpflegeprodukte, die bisher nicht in Deutschland erhältlich sind.

Einen kurzen Zwischenstopp legten wir dann noch am Lunette-Stand ein. Neben den Menstruationstassen, gibt es nun auch eine ätherische Ölmischung, die bei Beschwerden helfen soll.

Am Ende des Tages war ich dann ganz froh, mich erst mal von der Messe verabschieden zu können, da ich vor der Abfahrt, aufgrund einer Hochzeit und der Aufregung, ungefähr eine halbe Stunde geschlafen hatte. Den Abend ließen wir dann beim gemeinsamen Burger-Essen in netter Blogger-Runde ausklingen.


to be continued...
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