[OnTour] Schminkberatung im Salon 2

30.03.2017

Wenn man sich mit einem Thema intensiv auseinandersetzt, dann hat das zumeist zur Folge, dass man eine gewisse Expertise entwickelt. So auch beim Bloggen bzw. hinsichtlich des Themas über welches man bloggt. Neue Marke oder Produkt? Schon gehört, gesehen oder gar getestet. 

Ich kann mich noch gut an den Kauf meines ersten Lippenstiftes erinnern, obwohl das jetzt schon 20 Jahre her ist: zusammen mit meiner besten Freundin im Kaufhaus und in einer Farbe bei der uns unsere Mütter hinterher fragten, ob wir jetzt einen neuen Berufswunsch hätten ;). Das Kaufhaus gibt es nicht mehr und inzwischen kauft man dekorative Kosmetik in Drogerien und Parfümerien - oder im Internet. Während das Angebot früher auf Foundation, Abdeckstift, Wimperntusche und Lidschatten beschränkt war, gibt es heute "Blush", "Concealer", "Bronzer" und "Highlighter". Und ungefähr 1000 andere Dinge (*hier*  habe ich übrigens schon mal über die 3 Produkte geschrieben, die wirklich kein Mensch braucht ;)) Und wer damit nichts anfangen kann, dem helfen Frauenzeitschriften und Youtube-Videos dabei, zu verstehen wozu man diese braucht. Ketzerisch könnte man nun fragen, ob eine Schminkberatung überhaupt nötig ist. Vielleicht nicht, aber bei dem Spaß, den ich im Salon 2 hatte, kann ich sie nur wärmstens empfehlen! Und das mache ich jetzt ;) - und ein paar Beautyhacks gibt's oben drauf.

Seit ich auf Beautyjagd über den Salon 2 in Köln-Ehrenfeld (in der Gutenbergstraße 2) gelesen habe und Julias dortige Schminkberatung, liebäugelte ich mit eben genau so einer. Klar, prinzipiell kann ich mich schminken, aber bei den ganzen Tutorials und Make Up Tipps, frage ich mich immer: mache ich das wirklich richtig und passt das überhaupt zu mir und meinem Gesicht? Als dann die Einladung zum Beautypress-Event in Köln kam und alles geregelt war, schrieb ich Claudia Schaaf, Visagistin und Ladeninhaberin, einfach mal an - in der Hoffnungen einen Termin vereinbaren zu können. Und ich hatte Glück: trotz eigenen und Kunden-Terminstresses (und dem Verschieben jenes) konnte ich am Freitag vorm Beautypress-Event in der Schminkecke Platz nehmen. 


Der Salon

Etwas aufgeregt und überpünktlich, obwohl es dank des, nennen wir es unübersichtlichen, Öffentlichen Verkehrs erst nicht danach aussah, stand ich dann kurz nach 12 Uhr vorm bzw. im Ladengeschäft. Der Salon 2 ist der etwas andere "Concept Store"; untergebracht in einem ehemaligen Herrensalon, versprüht er noch immer dessen gediegenen Charme. Eine bessere Location für einen "Kaufladen und Schminksalon" hätte man kaum finden können. Neben High-End-Marken wie Kjaer Weis, Ilia und Zuii, finden sich auch Marken wie Burt's Bees und Uoga Uoga. Und zwischendurch das Lidschatten-Trio von Logona und die Lidschatten-Base von Sante. Warum das so ist, dazu später mehr... (Übrigens: vegane Produkte sind entsprechend gekennzeichnet)



Anders als der aktuell so angesagte minimalistische Chic, der auf mich immer so wirkt als dürfe man nichts anfassen, lädt hier alles zum Stöbern und Ausprobieren ein. Wenn man denn kurz mal die Ehrfurcht vor den bisher nur online bestaunten Marken überwinden kann ;). Vom Frisieren bis hin zum Schminken und einkaufen ist hier alles möglich. Und das Einkaufen beschränkt sich dabei nicht nur auf dekorative Kosmetik und Pflege; alle Papier-affinen werden hier zusätzlich glücklich gemacht: Stempel, Postkarten, Blöcke,...vielleicht habe ich kurz leise vor Freude gequietscht ;).



Und prompt vergessen, vernünftige Fotos vom Laden zu machen, so produktgeblendet war ich. Diese findet ihr aber zum Glück auf der Homepage und in Fräulein Immergrüns Post zum Beautypress-Event ;)

Aber nicht nur Einrichtung und Produktauswahl sind einladend, überhaupt das Innen"leben"; während einer Kundin die Haare frisiert wurden und Claudia alles für die Schminksession vorbereitete, wurde gleichzeitig über neue Produkte gefachsimpelt. Und so verstärkte sich der positive Eindruck, den ich bereits durch eMails und ein Telefonat gewonnen hatte. Ich erwähne das deshalb, weil ich eine gewisse Sympathie als immens wichtig erachte, wenn man jemanden doch so nah an sich heran lässt. Meine anfängliche Zurückhaltung verflog dann auch bald.

Die Beratung

Die Schminkecke - hinterher
Ich durfte also Platz nehmen und wir besprachen was ich mir vorgestellt hatte. Ich erklärte Claudia, dass ich mich bei den ganzen Tipps, Tricks und Trends immer frage, ob ich das alles so richtig mache und gern ein paar Basics lernen möchte. Nicht zu basic, weil ich mich durchaus schminken kann, aber eben ein paar neue Kniffe. Ich erzählte ihr von meiner Routine und nuschelte etwas vom Contouring. Wäre mir Claudia nicht ohnehin sympathisch gewesen, wäre sie es spätestens beim Auslassen über diesen Trend geworden ;) Und Recht hat sie: was bei Fotos und Film durch gleichbleibendes Licht durchaus Sinn hat, hat es im täglichen Leben nicht, denn da ändern sich die Lichtverhältnisse ständig. Contouring-Paletten & Co sind jetzt also von meiner Wunschliste gestrichen. Nicht, dass man nicht auch ein wenig mit Schattierungen arbeiten kann, abhängig von der Gesichtsform, oft ist der Einsatz eines Highlighters aber viel vorteilhafter. Bisher habe ich mich da ja nicht so herangewagt und war noch im Findungs-Stadium welcher es denn nun werden soll.
Zurück zur "Basis" - im Post zur Vivaness beklagte ich noch, dass ich noch immer nicht wisse, welcher Mineral Foundation Ton von Uoga Uoga zu mir passe. Jetzt weiß ich es! Während Claudia die eine Seite meines Gesichts "bearbeitete", durfte ich dann an der anderen ran und es selbst probieren. Und fühlte mich direkt wie zu Kaufhaus-Zeiten und als hätte ich mich noch nie geschminkt. Es ist aber auch fies, wenn der Profi es einem vormacht und dann zuschaut, wie man es im Anschluss nachmacht. Aber eben auch toll, weil man das Gelernte direkt selbst anwenden und üben kann.
Ich musste ja erst 30 werden, um die Vorzüge eines Blush' zu erkennen und bin da noch immer etwas unsicher. Nun kenne ich mich mit Rouge-Grenzen und der richtigen Auftragsart aus. Und habe direkt einen super Kniff gelernt: ein wenig Rest-Blush auch über der Lidfalte auftragen. Sieht überhaupt nicht krank oder verheult aus; im Gegenteil es wirkt gleich viel frischer!
Apropos Auge: wenn ich mich schminke, ziehe ich am liebsten einen Lidstrich. Ich habe jetzt allerdings schon des öfteren gelesen, dass man das bei Schlupflidern eher nicht machen sollte. Also fragte ich Claudia danach. Weitere Punkte auf der Sympathie-Skala!
Make Up soll Spaß machen und es ist völlig egal, was einem Zeitschriften & Co diktieren wollen, wenn Du es magst, dann tu' es! 

Wenn ich mich allerdings vorher noch darüber gefreut habe, dass mein Gesicht nicht so breit ist, wie ich immer fürchte, weiß ich jetzt, dass ich sehr fleischige Lider habe ;D. Vorbei nun aber auch die Zeiten, in denen ich mich gewundert habe, dass mein Lidstrich oft eine schmale Lücke zum Lid aufweist: ich habe eine Kante! Die ich aber zu meinem Vorteil nutzen kann: mit Hilfe eines schmalen Pinsels kann ich mit der Farbe gegen die Lidkante "stipsen" und zaubere so einen passgenauen Lidstrich.
Nachdem ich jahrelang meine Augenbrauen eher vernachlässigt habe, ist inzwischen ein Augen-brauenpuder das Mittel meiner Wahl, um diese zu optisch aufzufüllen. Und auch hier habe ich einen "Beautyhack" für Euch: mit einem Bürstchen die Brauen erst mal nach unten kämmen. So lässt sich die obere Kante viel einfacher nachzeichnen und formen. Anschließend dann zurecht bürsten und auffüllen.
Während der Beratung notiert Claudia alles auf einem Facechart; die verwendeten Produkte, das how to und zeichnet ein, wo genau diese aufgetragen werden. Nebenbei plauderten wir über Marken, Produkte und Werkzeuge. Und kamen natürlich auch auf das Thema NK-Mascara. Was mir wahnsinnig gut gefällt; Claudia erklärte mir, dass sie nur Produkte im Laden verkauft, die genau so gut wie konventionelle Produkte funktionieren. Solange sie kein entsprechendes Pendant findet, bietet sie es nicht an. Das fand ich durchaus beeindruckend, denn letztlich lebt ein Geschäft ja vom Verkauf. Wenn man sich das Sortiment anschaut, zeigt dies allerdings auch, dass der Naturkosmetik-Sektor erfreulicherweise inzwischen schon sehr viel bietet. Und nun auch die Erklärung zu den beiden Produkten von Sante und Logona, obwohl das eigentliche Marken-Sortiment im Geschäft nicht erhältlich ist; beide Produkte funktionieren einfach wunderbar und werden deshalb auch angeboten.

mein Facechart
Was hat mir die Schminkberatung gebracht? Ich habe einige Erkenntnisse gewonnen, z.B. dass die Anatomie des eigenen Gesichts schon viel vorgibt und man sich einfach daran orientieren kann. Dazu muss ich gar nicht wissen, ob ich jetzt ein rundes oder herzförmiges Gesicht habe; Wangenknochen, Lidfalte und Co. helfen mir beim richtigen Auftrag. Deshalb muss ich auch nicht alles nachmachen, was gerade angesagt ist. Oder mir Trends diktieren lassen. Oder was ich nicht tun sollte. Mir muss es gefallen und dabei helfen mir die Tipps und neuen Kniffe. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die tolle Effekte haben. Tatsächlich schminke ich mich auch nun viel öfter im Alltag, einfach weil es mir Spaß macht. Wir sind einfach alle perfectly imperfect ;).
Ich habe neue Produkte kennen gelernt, die farblich zu mir passen. Bisher habe ich mich nicht so recht an die gut pigmentierten Zuii Blushes gewagt, aber jetzt weiß ich, dass das einfach eine Frage der richtigen Technik ist. Die ich während der Schminkberatung selbst ausprobieren konnte und die mir so auch im Gedächtnis geblieben ist. Und für alles andere habe ich mein Facechart, um es noch mal nachzuschauen.
Ein bisschen angefixt bin ich jetzt von der Kjaer Weis Mascara. Claudia hat nicht zuviel versprochen; das ist wirklich die allererste Wimperntusche, die ich abends problemlos und ohne Rubbelei abnehmen konnte. Aber auch wenn es eine preisgünstigere Nachfülloption gibt, der erste Anschaffungspreis von etwa 34€ ist mir dann doch zu hoch.  Aber so ganz mit leeren Händen, habe ich den Laden dann doch nicht verlassen:

Mein kleiner Einkauf: bisher fehlte mir ein Augenbrauen-Bürstchen, der Kabuki mit langem Stiel konnte mich während des Schminkens überzeugen, ich liebe Winkekatzen - da musste der Stempel einfach mit und in Sachen Highlighter ist es der Polka Dots & Moonbeams von Ilia geworden

Für die einstündige Schminkberatung habe ich 75€ bezahlt und würde dies jederzeit wieder tun!
Solltet Ihr die Gelegenheit haben und in Köln sein, schaut unbedingt mal im Laden vorbei. Es lohnt sich; auch ohne Schminkberatung!

[Fair Fashion] Stell Dir vor: es ist Glamour Shopping Week und niemand geht hin - Version 2017

26.03.2017

Vielleicht kommt Euch der Titel bekannt vor; vor knapp einem Jahr, gab es nämlich bereits einen Post mit eben diesem. Entstanden aus der Enttäuschung darüber, dass das Angebot an nachhaltigen und fairen Produkten während der Glamour Shopping Week, egal ob Kosmetik oder Kleidung, doch eher mau ausfiel. Quasi als Gegenstück hatte ich im Avocado-Store gestöbert und Euch eine Auswahl reduzierter Stücke präsentiert.

Wenn ich die Ausbeute im vergangen Jahr mau fand, so empfinde ich sie in diesem Jahr als noch 'mauer'. Muss man deswegen enttäuscht sein? Sicher nicht. Muss man sich darüber wundern? Vermutlich auch nicht. Die Glamour ist ja nun nicht gerade ein Magazin, in dem es um einen nachhaltigen Lebensstil geht. Und wenn man sich genau für diesen interessiert, führt das Fröhnen so eines Shopping-Spektakels nicht genau dies ad absurdum? Jein. Konsum macht glücklich; das hat wohl jeder schon einmal erlebt. Und vielleicht auch schon durch litten, nämlich, wenn man sich hinterher über den Spontankauf oder das vermeintliche Schnäppchen ärgert. Oder wenn man die Dinge, die man gekauft hat, eben nicht konsumiert: das T-Shirt, in dem man sich in der Umkleidekabine noch so chic gefühlt haben, im wahren Leben dann aber doch nicht mutig genug ist, um es zu tragen oder das fünfte Shampoo, das nach einmal Haare waschen zeigt, dass man mal wieder auf die Produktversprechungen der Hersteller hereingefallen ist und dann sein Dasein in der Ecke fristet.

Konsum ist Macht

Dieser Post ist soll kein Plädoyer dafür sein, den Konsum einfach zu verlagern, um sich besser zu fühlen. Aber Konsum bedeutet Macht. Auch wenn diese oft unterschätzt wird - was soll ich schon als Einzelner ausrichten? Ein Beispiel wie gut dies gelingen kann, liegt schon ein paar Jährchen zurück: 1995 als ein Boykott der Konsumenten "Shell" dazu brachte, eine ausrangierte Bohrinsel nicht zu versenken. Ein Unterlassen ist jedoch nicht zwingend für den Erfolg, denn jeder Kauf eine Entscheidung: für ein Unternehmen, dass seine Mitarbeiter fair entlohnt, umweltverträglich und nachhaltig arbeitet und damit gegen eines, das dies nicht tut.

Und deshalb habe ich Euch auch in diesem Jahr ein paar Stücke herausgesucht, auch um zu zeigen, dass sozial, fair und nachhaltig nicht zwingend auch teuer bedeuten muss.




Aufgebraucht & Nachgekauft Februar 2017

17.03.2017


Auch wenn der Februar ziemlich kurz war, ein paar Produkte habe ich dann doch aufgebraucht. Zeit für eine Kurzreview.


[On Tour] Vivaness 2017 Tag 3

13.03.2017


Heute ist es nun endlich soweit: mein Bericht zum dritten und letzten Tag der diesjährigen Vivaness. Könnt Ihr noch? ;)

Der Freitag begann mit dem alljährlichen Bloggerfrühstück. Da der Fokus immer auf dem Wiedersehen, Quatschen und Produkte austauschen liegt, habe ich es mal wieder versäumt Fotos zu schießen - und wie immer verging die Zeit wie im Flug.

Da der Tag ziemlich durchgetaktet war, ging es im Anschluss schnell auf die Messe und direkt zu PuroBio. Die italienische Marke hatte uns bereits im vergangenen Jahr ziemlich begeistert und der Stand war auch dieses mal wieder toll dekoriert.


Noch schöner aber, die Herzlichkeit und Euphorie mit der uns die neuen Produkte vorgestellt wurden. Die Spring/Summer Kollektion (siehe Bild unten) "Beleza" ist sommerlich bunt und orientiert sich an der Farbwelt des Amazonas. Beleza ist übrigens portugiesisch und bedeutet Schönheit.
Sie wartet mit 4 gut pigmentierten Blushes auf, die zudem alle vegan sind! Unten auf dem Foto habe ich sie für Euch geswatched. Der ein oder andere wird wohl bei mir einziehen dürfen. Zwei neue Lidschattenfarben, die ebenfalls vegan sind: ein ockergelb und intensiver Grünton, zwei neue Kajalstifte in blau sowie creme (Cremetöne finde ich persönlich immer super, weil sie nicht so hart auf der Wasserlinie wirken wie weiß) und 2 pinkige Lippenstifte, die nicht vegan sind. Zudem kommt ein neuer Pinsel, der etwas abgeschrägt und super-weich ist und mein Highlight: ein transparenter Primer-Stift. Bisher setze ich immer auf meinen Purobio-Lipliner in Rose um die Lippenkonturen nachzuziehen und ein Auslaufen zu verhindern, bevor ich Lippenstift auftrage, aber es gibt doch den ein oder anderen Ton, zu dem er nicht ganz so gut passt. Sowas hat bisher im NK-Bereich gefehlt! Dr. Hauschka wird  im überarbeiteten dekorativen Sortiment ebenfalls einen transparenten Lipliner anbieten, aber mein Herz schlägt klar für Purobio ;). Die Produkte gehen übrigens ins Standard-Sortiment über und ich warte darauf, dass sie endlich bei Ecco Verde eingelistet werden ;D
Bei Julia von Tried it Out findet ihr übrigens tolle Swatches der neueren Lippenprodukte.
Und auf meinem neuen Instagram-Account habe ich eines der Geschenksets (mit dem besagten Lipliner) aus dem Goodie Bag gezeigt. 


Apropos italienische Marken; im vergangenen Jahr habe ich es total versäumt, den Stand von Veg Up aufzusuchen, also haben wir das diesmal nachgeholt. Der Name lässt es erahnen: hier sind alle Produkte vegan ;). Neben der dekorativen Kosmetik, sind auch Pflegeprodukte erhältlich, mein Fokus liegt aber auf Ersterem.


Ganz neu sind die flüssigen Eyeliner; mir hat es die No.5 "Antracite" angetan. Bisher hat die Marke leider noch keinen Vertrieb in Deutschland gefunden und die Produkte sind bisher nur über den hauseignenen Onlineshop erhältlich. In diesem kosten die Eyliner z.B. 14€, die Duo-Lidschatten 17,50€. Allzu viel Zeit zum Umschauen hatte ich allerdings nicht, denn ich hatte um 12 Uhr einen Schmink-Termin.


Und zwar bei Marie W. Im letzten Teil habe ich Euch nämlich völlig verschwiegen, dass Jenni und ich zufällig über den Stand "stolperten" und einen kleinen Euphorie-Moment hatten, denn wir wussten nicht, dass die Marke vor Ort vertreten sein wird. Ich bin zwar im Vorfeld die Aussteller-Liste durchgegangen und hatte mir Marken notiert, die ich mir gern näher angucken wollte, aber oft schließen sich mehrere Marken zusammen und haben einen gemeinsamen Stand (dann unter einem Dachverband u.ä.). Über die Marke habe ich schon viel Gutes gelesen, aber wie das häufiger so ist: sie ist 'offline' nirgends in der Umgebung erhältlich. Und wir hatten richtig Glück: so konnten wir nicht nur die Produkte näher bestaunen, jemand erschien nicht zum vereinbarten Schminktermin und Jenni durfte dann einfach mal Platz nehmen und sich verwöhnen lassen. Ich bekam meine Chance dann am Freitag. Ich bin zuvor schon 3 Mal geschminkt worden, aber verwöhnen trifft es hier richtig. Trotz der Messe (schlechtes Licht, Lärm, viele Leute) konnte ich mich wirklich entspannen. Nicht zuletzt wegen der extrem angenehmen Pinsel, vor allem aber auch wegen der sympathischen Frau Larmann, die mich schminkte und der man die Begeisterung für ihre Arbeit und Produkte einfach anmerkte. Extrem angetan bin ich vor allem von der Mineral Foundation. Normalerweise trage ich einen transparenten Puder über meinen Sonnenschutz oder maximal Concealer und Kompaktpuder. Alles andere ist mir zu anstrengend: vom Finden des richtigen Tones bis hin zum vom Gesicht waschen. Und so einen wahnsinnigen Unterschied habe ich bisher auch nicht gesehen. Hier war dies allerdings anders: der Weichzeichnereffekt war sogar für mich sichtbar.
Die MF hätte ich auch schon direkt bestellt, wäre da nicht eine Kooperationsanfrage gekommen. Und das, obwohl ich noch nicht mal auf dem Blog geschwärmt habe. Und natürlich wollte ich gern Produkte testen. Ein kleines Unboxing findet ihr heute in den Insta-Stories und nach einer ausgiebigen Testphase, dann auch mehr hier auf dem Blog.


Ganz unkosmetisch und obwohl ich ja eigentlich Kaffee-Trinkerin bin, ein kurzer Besuch bei Pukka Herbs durfte nicht fehlen - auch wenn ich meine zweite Pukka-Liebhaberin vermisst habe.
Sind die Teedosen nicht toll!?


Einmal Pflege habe ich dann noch: einen weiteren Termin gab es nämlich und zwar bei Santaverde. Einer Marke, der ich bisher etwas zwiespältig gegenüberstand. Einerseits liebe ich Aloe Vera in der Hautpflege, ich mag das Konzept und dass es die Produkte auch in einer duftstofffreien Variante gibt. Was mich bisher abschreckte: es wird Alkohol eingesetzt. Dieser irritiert und trocknet die Haut aus. Da ich ohnehin eher trockene Haut habe, nicht gerade angenehm. Eine hohe Alkoholkonzentration merke ich recht schnell: meine Haut beginnt zu spannen und schuppt sich stellenweise. Nicht jeder wird diese Symptome spüren. Gerade für Menschen mit fettiger Haut ist dieser Effekt anfangs sehr angenehm. Und da eine alkoholfreie Pflege meist von Anti-Aging-Anhängern propagiert wird, habe ich den Eindruck, dass der Ansatz eher belächelt wird. Durch die wiederkehrende Entfettung wird die Hautschutzbarriere jedoch in Mitleidenschaft gezogen. Und Alkohol wirkt Wunder in Sachen Penetration. Während man ja gern mal zu NK greift, weil man Angst vor Stoffen hat, die über die Haut aufgenommen werden, erzeugt man mit alkoholhaltigen Produkten ironischerweise genau das. Womit wir dann wieder bei den deklarationspflichtigen Duftstoffen wären ;).
Beim Blogger-Event bei Pure Schönheit bin ich allerdings in den Genuss einer Behandlung mit den Santaverde-Produkten gekommen und hatte im Anschluss keine Probleme. Bei der Terminvereinbarung hatte ich schon angemerkt, dass mich genau dieses Thema näher interessiert und war dann sehr positiv überrascht darüber, wie gut man mir darüber Auskunft geben konnte und sich schlau gemacht hatte. Der Alkoholgehalt ist tatsächlich niedriger als ich gedacht hätte und liegt bei etwa 4% (bei der Ampullen-Kur jedoch bei 8%, weshalb ich diese für mich ausschließe). Hinzu kommt natürlich noch Verdunstung, wobei dies natürlich vom Medium abhängig ist. Bei einer fettigen Gesichtscreme verdunstet weniger als bei einem Toner. Interessant fand ich, dass der Alkohol nicht vergällt wird wie bei allen anderen Firmen, die ich so kenne. Auf vergälltern (denaturierten) Alkohol muss man keine Alkoholsteuer zahlen. Santaverde nimmt dies in Kauf, da man keine weiteren Stoffe hinmischen möchte. Problematisch ist dies z.B. im konventionellen Bereich, wo häufig Phthalate dafür eingesetzt werden. Bei NK fällt das natürlich weg, da diese nicht zugelassen werden, aber den Ansatz finde ich nachvollziehbar.
Schaut man in die Literatur, wird häufig von problematischen Konzentrationen ab 5% oder 10% gesprochen. Es gibt eine Studie, die besagt, dass der Zelltod bereits ab 3% einsetzt (in vitro).
Ich habe für mich beschlossen, dass ich Alkohol in großen Mengen weiterhin meide, aber die 4% im Aloe Vera Gel, das es jetzt auch in einer duftstofffreien Variante gibt, mal im Selbstversuch testen werde. Ich werde berichten.

Der Rest des Nachmittags war dann gekennzeichnet von kurzen Stopps. Z.B. am Stand von Biobrush. Über die Zahnbürste hatte ich ja bereits berichtet und konnte nun endlich die Geschäftsführerin persönlich kennen lernen, mit der ich bereits so nette eMails ausgestauscht hatte. Und die in Natura genauso sympathisch ist.


Bei Lakshmi wurde ebenfalls geplaudert. Neue Produkte im Sortiment gibt es nicht, dafür ist nun alles demeterzertifiziert! Im Laufe der Messe hatte ich ziemlich mit trockenen Lippen zu kämpfen. Am Stand erhielten wir einen der Lippenstifte - ziemlich passend; eine my lips but better-Farbe - und die Pflegewirkung hat Jenni und mich ziemlich ungehauen.



Zu Angel Minerals wollte ich auch unbedingt und mir die passende Nuance direkt vor Ort empfehlen lassen. Wie ihr seht, ist es hier R2. Einen kurzen Blick warfen wir auch auf die neuen Töne und die Hair Concealer, allerdings verlief das Gespräch eher schleppend. Ich vermute allerdings, dass den drei Messetagen geschuldet ist, die für uns schon anstrengend waren, aber ich mag mir gar nicht ausmalen, wie das an den Messeständen selbst so ist.

Und dann endete die Vivaness für uns, weil wir uns auf den Weg zum Couleur Caramel-Event machen mussten. Zwar blieben wir noch eine Nacht in Nürnberg, fuhren dann aber Samstagfrüh wieder in Richtung Heimat.

Solltet Ihr tatsächlich noch nicht genug von der Vivaness haben, findet ihr hier noch mehr Infos:

Interessiert Euch eigentlich der Couleur Caramel-Event oder seid Ihr mit On Tour-Berichten erst mal durch?

[On Tour] Vivaness 2017 Tag 2

05.03.2017

Unlängst wollte ich meine Vivaness-Reihe beendet haben - man könnte ja meinen, dass man nach dem Urlaub etwas weniger Stress auf der Arbeit hat. Mitnichten! Entspannt gab es gleich die doppelte Packung ;) Da man sich aber gerade dann mal eine Auszeit nehmen sollte, lassen wir heute mal den zweiten Tag der Vivaness Revue passieren. 


Trotz des Gefühls bereits Watte im Kopf zu haben, saßen wir dann doch noch recht lange in kleiner Blogger-Runde zusammen. Und auch in unserem Hotelzimmer wurde es noch nicht so schnell still; auch wenn Jenni irgendwann das Kommando "Licht aus! Schlafen!" gab. Dann quatscht man eben im Dunkeln weiter ;D.

Obgleich des wenigen Schlafes, fühlte ich mich am Donnerstag um einiges fitter. Trotz Nähe und Frühstückungsstärkung, verzögerte sich jedoch die Ankunft aufgrund der Verkehrslage und der abermals schwierigen Parkplatzsituation. Ärgerlich; wir hatten nämlich eigentlich ein Schminkdate bei den tollen Ladies von Uoga Uoga. Am Ende kam dann nur Mexi in den Genuss - und auch im Verlauf des Tage schafften wir nicht mehr vorbei zu schneien. Ich weiß jetzt also immer noch nicht welche MF-Nuance am besten zu mir passt :(. Dafür liebäugele ich jetzt mit der ein oder anderen Lidschattenfarbe. Und natürlich mit dem tollen neuen lilafarbenen Eyeliner ;).

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